Studie der Marktforschungsfirma uSamp und dem Social Media Softwaredienst harmon.ie hat jetzt ergeben, dass gerade die Anwendungen, die uns helfen sollen Zeit zu sparen, zum Teil stark zur Ablenkung beitragen. Laut Schätzungen der Studie entsteht einem Unternehmen mit 1.000 Angestellten in den USA durch die Ablenkungen ein Schaden von jährlich zehn Millionen US-Dollar.

Die meisten Ablenkungen bei der Arbeit sind elektronisch

Während traditionelle Aktivitäten wie Telefonate, mit Kollegen reden und Ad-hoc Meetings 43 Prozent der Arbeitsunterbrechungen ausmachen, geht der Löwenanteil der Ablenkungen (60 Prozent) heutzutage an elektronische Anwendungen. Die Ablenkungen gehen laut der Studie zurück auf:

  • E-Mail Programme
  • Wechseln zwischen verschiedenen Fenstern
  • Persönliche Onlineaktivitäten wie Facebook
  • Instant Messaging
  • Internetrecherchen

Laut der Studie können fast die Hälfte (45 Prozent) der Angestellten nur 15 Minuten oder weniger ohne Unterbrechung arbeiten, und mehr als die Hälfte (53 Prozent) verschwenden mindestens eine Stunde täglich durch die unterschiedlichen Arten der Ablenkung.

Suche nach Dokumenten mindert Produktivität

Ein Nutzer verbringt zusätzlich rund 2,5 Stunden pro Woche mit der Suche nach Dokumenten auf seinem Computer. Zunächst wird im E-Mail-Eingang gesucht, danach auf dem Desktop, in Dateien, geteilten Arbeitsbereichen, mobilen Speichergeräten und/oder Cloud Storage. Der durchschnittliche User verschickt täglich zwei oder mehr Dokumente per E-Mail an durchschnittlich fünf Menschen.

Leistung und Produktivität leiden

Die ständigen Ablenkungen tragen laut der Studie zu folgenden Problemen bei:

  • Schwierigkeiten bei der Arbeit/ Produktion
  • Keine Zeit für konzentriertes oder kreatives Denken
  • Überladung mit Informationen
  • Verpasste Abgabetermine
  • Verlorene Kunden/ Geschäfte

Wie kann man die Ablenkungen reduzieren?

Viele Firmen setzen mittlerweile Richtlinien und Technologien ein, die Ablenkungen minimieren, aber auch die Nutzer selbst haben sich Methoden angeeignet um sich besser zu konzentrieren. Die beliebteste Strategie von Firmen ist laut der Studie das Blockieren öffentlicher sozialer Netzwerke wie Facebook und/oder anderer Webseiten, die nichts mit dem Geschäft zu tun haben. Andere Methoden, die Firmen einsetzen um Ablenkungen zu reduzieren:

  • Muster der Onlinenutzung verfolgen
  • Weiterbildungen
  • Einsatz einer Firmenplattform, die alle Informationen in einem Fenster vereint
  • Freitags kein Facebook und/oder keine E-Mails

Methoden, die Endnutzer einsetzen um sich weniger ablenken zu lassen:

  • E-Mails gebündelt lesen und bearbeiten
  • Ein paar Stunden täglich Instant Messaging/ E-Mails und Telefon ausschalten
  • Außerhalb des Büros arbeiten

Bildquelle: © Scott Hancock – Fotolia.com

1 Kommentar

  1. Leider wird bei der Computerarbeit immer mehr das eigentliche Ziel vergessen.
    Im Verkauf ist immer der Kunde der Mittelpunkt und nicht Computer Ablenkungen.
    Ältere Mitarbeiter, die eine Zeit ohne Technik erlebt haben, wissen immer noch am besten, wo der eigentliche Schwerpunkt der Arbeit ist.
    Die EDV soll ja nur ein Hilfsmittel sein!
    Ein Telefongespräch kann meistens mehr bewirken, wie eine e-mail und braucht vielleicht genausoviel Zeit, mit besseren Erfolgserlebnis.
    Außerdem ist meistens eine schlechte Dateiverwaltung vorhanden, was meist daran liegt, das in der Vergangenheit wenig wert auf eine gute EDV Ausbildung gelegt wurde.
    Früher hatte man nur ein oder zwei DOS Programme, wo man sich um eine Dateispeicherung nicht kümmern musste.
    Bei windows wird sehr viel über Ordner gearbeitet, die man dann auch erst einmal wieder finden muß.
    Gute Strukturen zu schaffen ist bei windows eine Herkulesaufgabe und erfordert sehr viel Kenntnis in Dateiverwaltung.
    Leider beschäftigt sich meist nur der Admin hauptsächlich damit, weil die Daten schließlich auch gesichert werden müssen!
    Bei Facebook und co.ist immer die Öffentlichkeitsarbeit bei fielen Unternehmen ein Schwerpunkt.
    Die Kosten sind dabei sehr gering und das Unternehmen bleibt somit im Gespräch, welches auch eine Werbung ist.
    Mundpropaganda ist eben immer noch der beste Weg.
    Nur sollten sich nur ganz wenige Mitarbeiter für Öffentlichkeistsarbeit interressieren, da sonst die Kosten zu hoch werden.
    Geschäftsbeziehungen sind zwar wichtig, aber bitte nicht über Facebook und Co. eine e-mail oder Telefonanruf ist dann immer noch der bessere Weg.

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