Um einen Arbeitgeber in der Bewerbung von sich zu überzeugen, ist die Versuchung groß, den Lebenslauf etwas zu verschönern. Meist möchten Bewerber so eine Lücke im Lebenslauf kaschieren oder geben eine Fähigkeit an, die sie nicht beherrschen.

Doch diese Aktion ist einer der sichersten Wege, die Chance auf den Job zu verspielen. In einer Umfrage von CareerBuilder sagten 17 Prozent der deutschen Arbeitgeber, dass sie innerhalb eines Jahres rund eine Lüge in einem Lebenslauf entdeckt haben.

Ihnen als Bewerber sollte nicht zuletzt dadurch bewusst werden, dass Ehrlichkeit noch immer am längsten währt. Doch zugleich fragen Sie sich sicher, wie Arbeitgeber den Schummlern auf die Schliche kommen. Wir haben einige Methoden zusammengetragen, wie Arbeitgeber Lügen im Lebenslauf schnell aufdecken.

Arbeitgeber hinterfragen Auffälligkeiten.

Wenn Bewerber unerklärte Lücken im Lebenslauf vorweisen, nur widerwillig den Grund für das Ende des letzten Arbeitsvertrages erklären oder ungewöhnliche Zeiträume von Selbstständigkeit gelistet haben, werden Arbeitgeber misstrauisch. Fehlen dann noch entsprechende Arbeitszeugnisse, deutet alles auf eine Flunkerei hin. Bei zu vielen Ungereimtheiten wird dieser Lebenslauf schnell aussortiert. Spätestens im Vorstellungsgespräch aber wird man Ihnen dann auf den Zahn fühlen, wenn Sie so Ihren Lebenslauf verschönert haben.

Sie informieren sich in sozialen Netzwerken.

Bei widersprüchlichen Angaben in einem Lebenslauf schauen Personaler auch gern mal in sozialen Netzwerken nach diesem Kandidaten. Wenn Sie als Bewerber dann auf Xing und LinkedIn jeweils noch zwei weitere unterschiedliche Profile Ihrer Arbeitshistorie hinterlegt haben und auf Facebook unvorteilhafte Bilder von sich veröffentlicht haben, dann sinkt die Chance auf ein Vorstellungsgespräch zusehends.

Sie überprüfen die angegebenen Fähigkeiten.

Um Lebensläufe schnell auf die Passgenauigkeit zur Stellenanzeige zu überprüfen, suchen Arbeitgeber häufig nach den passenden Schlüsselwörtern. Darüber sind sich Bewerber im Klaren und einige streuen fleißig die richtigen Schlüsselwörter in ihren Lebenslauf, ganz gleich ob sie die verlangten Fähigkeiten beherrschen oder nicht. Im Vorstellungsgespräch kann das ganz schnell auffliegen, vor allem wenn technische Fragen gestellt werden oder gar am Computer getestet werden.

Sie verlangen nach einer Erklärung.

Wenn Sie es trotz einer Ungereimtheit in Ihrem Lebenslauf ins Vorstellungsgespräch schaffen, geht der Arbeitgeber vielleicht von einem Missverständnis aus. In dem Falle wird man Ihnen die Chance geben, nähere Erklärungen dazu zu liefern. Legen Sie sich also eine gute Erklärung dafür zurecht.

Sie folgen ihrer Intuition.

Bei der schwierigen Aufgabe, den idealen neuen Mitarbeiter einzustellen, verlassen Arbeitgeber sich häufig auch auf ihre Erfahrung und hören auf ihr Bauchgefühl. Wenn sich schon im Lebenslauf die Ungereimtheiten häufen, lassen sie von diesen Kandidaten meist direkt die Finger.

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