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Von 39 Euro bis 1.620 Euro alles dabei

Das Angebot ist groß und sehr unterschiedlich. Von Präsenzkursen über mehrere Monate bis zum Internet-Crash-Kurs ist alles vertreten. Aber nicht alles ist gleich gut und vor allem gleich teuer. Die Preise reichten von schlanken 39 Euro bis hin zu stattlichen 1.620 Euro. Die Angebote, die von Stiftung Wartentest untersucht wurden, fassen den Stoff in acht bis 20 Einheiten zu 45 Minuten zusammen. Meist handelte es sich dabei um Präsenzkurse an ein bis zwei Tagen oder um Abendkurse. Auch ein Online-Kurs mit acht Einheiten, der sich über zehn Wochen erstreckte, war dabei. Eine Alternative für diejenigen, die in ihrer Umgebung keinen Präsenzkurs finden konnten oder zeitlich flexibel lernen möchten. Obwohl sich fast alle Kurse an Kunden mit Erfahrung in Marketing, Werbung, Vertrieb und PR richteten, waren laut Stiftung Warentest auch Neulinge ohne besondere Vorkenntnisse gut aufgehoben, denn in erster Linie wurden Grundlagen vermittelt.

Drei Anbieter konnten überzeugen

Die Teilnehmer merkten schnell, dass es bei Social Media in erster Linie um eine technische Neuerung handelt. Daher fangen fast alle Kursangeboten an der Basis an: Was sind soziale Netzwerke und wie funktionieren sie? Darauf aufbauend standen meist Kampagnenplanung, -durchführung und -kontrolle auf dem Lehrplan. Drei Anbieter konnten die Tester von Stiftung Warentest schließlich am meisten überzeugen: Embis, die Technische Akademie Wuppertal und die Social-Media-Akademie. „Sie boten einen guten Überblick, erklärten die wesentlichen Begriffe und zeigten Trends auf“, heißt es in der Begründung. Die Untersuchung zeigte weiterhin, dass man an den Kosten für eine Weiterbildung – zumindest in diesem Fall – nicht sparen sollte. „Wer mehr zahlt, bekommt auch mehr Leistung“, so das Fazit der Tester.  Und noch einen Tipp hatten die Tester: „Starten Sie vor der Buchung eine Internetsuche nach dem Dozenten. So können Sie sich ein Bild machen. Viele Dozenten sind sehr aktiv in sozialen Medien, einige haben sogar eigene Marketingagenturen.

Berufsbild: Social Media Manager

Noch ist das Berufsbild des Social Media Managers ein relativ junges. Erst wenige Hochschulen wie beispielsweise die SRH Hochschule in Berlin bieten einen Bachelor-Studiengang in Social Media an. Das wird sich mit Sicherheit ändern. Nicht zuletzt, weil die Suche der Unternehmen nach geeigneten Fachkräften, die sich gekonnt im Namen der Firma in die sozialen Netzwerke bewegen, stetig zunimmt. Die Beschreibung der Aufgabengebiete lautet dabei im Kern meist ähnlich:

  • Entwicklung, Gestaltung und Überwachung von eigenen Social-Media-Kanälen – national und international
  • Konzeptionelle und operative Betreuung und Umsetzung von Social-Media-Projekten
  • Identifizierung von potenziellen Themen für neue Communities sowie Vergrößerung der bestehenden Communities
  • Analyse, Monitoring und Reporting des Consumer Generated Contents von Blogs, und Communities wie z. B. Facebook
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen aus den Consumer Contents
  • Kommunikation mit den internen Schnittstellen
  • Ansprechpartner für Fragen zum Thema Social Media

Der Bedarf an Social Media Managern ist groß und wird in den kommenden Jahren sicherlich noch zunehmen. In den meisten Unternehmen haben sich Mitarbeiter durch Learning by Doing in die neue Materie eingearbeitet. Wer allerdings fundierte Kenntnisse, etwa durch eine umfassende Weiterbildung, vorweisen kann, wird auf seinem Facebook-Profil schneller den Karriereschub posten können.


(Quelle: Stiftung Warentest)

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