Weihnachtsgeld

„Geschenk“ Weihnachtsgeld

Zu allererst: Einen gesetzlichen Anspruch auf die Zahlung eines Weihnachtsgelds haben Sie nicht.  Entsprechende Ansprüche sind jedoch meistens im eigenen Arbeitsvertrag oder über Tarifverträge festgehalten. Eine Ausnahme zu Ihren Gunsten gibt es jedoch: Wenn Sie drei Jahre in Folge Weihnachtsgeld erhalten haben, so können Sie sicher sein, auch in diesem Jahr welches zu erhalten. Es gilt dann eine so genannte „stillschweigende Vereinbarung“. Verweigern kann der Arbeitgeber die Zahlung, wenn das Unternehmen derzeit wirtschaftlich sehr schlecht dasteht. Denn dann gelten entsprechende Ausstiegsklauseln. Auch hat der Arbeitgeber bei Regelungen über den Arbeitsvertrag das Recht, jedes Jahr neu über die Zahlung eines Weihnachtsgelds zu entscheiden. Damit er dieses Recht auch hat, muss er allerdings bei jeder Zahlung auf dieses Widerrufsrecht hinweisen.

Wie viel darf‘s denn sein?

Die Höhe des Weihnachtsgelds ist in einer entsprechenden Vereinbarung geregelt. Allerdings muss allen Mitarbeitern dabei der gleiche Betrag ausgezahlt werden. Ausnahmen gelten, wenn der Mitarbeiter erst später im Jahr ins Unternehmen eingetreten ist. In diesem Fall wird das Weihnachtsgeld anteilig ausgezahlt. Und noch etwas: Wenn Sie das Unternehmen bis zum 31. März des Folgejahres verlassen und es eine entsprechende Klausel im Arbeitsvertrag gibt, müssen Sie das Weihnachtsgeld voll zurückzahlen. Denn formal gilt es als Treueprämie. Ob Ihnen dabei gekündigt wurde oder Sie selber Ihren Hut genommen haben, spielt keine Rolle. Bildquelle: © Gennadiy Poznyakov – Fotolia.com

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