Motivation © Yuri Arcurs - Veer.com

Geld ist wichtig, aber längst nicht alles

Nach wie vor ist die Relevanz der monetären Vergütung für die Motivation der Mitarbeiter in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Jedoch gewinnen gerade nicht-monetäre Aspekte immer mehr an Bedeutung. Folgende Dinge steigern demnach die Arbeitsmotivation:

  • Angenehme Kollegen (84 Prozent)
  • Work-Life-Balance (81 Prozent)
  • Eine abwechslungsreiche Tätigkeit (78 Prozent)
  • Respekt und Anerkennung durch Vorgesetzte (77 Prozent)
  • Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten im Betrieb (61 Prozent)
  • Flexible Arbeitszeiten (59 Prozent).

Unternehmen halten Mitarbeiter mit Zusatzleistungen bei Laune

Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) erhält von ihrem Arbeitgeber ein 13. Monatsgehalt, 35 Prozent bekommen nach eigenen Angaben von ihrem Arbeitgeber Bonuszahlungen. 15 Prozent erhalten einen Essenszuschuss (hauseigene Kantine bzw. Essensgutscheine), gefolgt von einem Dienstwagen und Sachprämien (10 Prozent). „Unternehmen versuchen heute, mit diversen Maßnahmen die Motivation ihrer Belegschaft zu steigern und auf einem hohen Niveau zu halten. Die Ernährung nimmt dabei eine wichtige Rolle ein, da sie sich direkt auf die Leistungsbereitschaft und die Gesundheit der Belegschaft auswirkt“, sagt Christian Aubry, Geschäftsführer der Edenred Deutschland GmbH.

Deutsche Arbeitnehmer sind überwiegend motiviert

Die überwiegende Mehrheit (88 Prozent) der befragten Arbeitnehmer geht derzeit gerne bzw. sehr gerne zur Arbeit (54 Prozent bzw. 34 Prozent). Frauen erweisen sich als leicht stärker motiviert (87 Prozent Männer und 90 Prozent Frauen). Auch das Alter spielt bei der Frage nach der Motivation nur eine sehr geringe Rolle. In der Gruppe der 30 bis 44jährigen zeigen sich die meisten Befragten motiviert (92 Prozent), bei den Angestellten ab 60 Jahren sind es 82 Prozent. Für Christian Aubry ist die Tatsache, dass 82 Prozent der Mitarbeiter in Deutschland ab 60 Jahren immer noch gerne zur Arbeit gehen, ein wichtiges Argument in der Debatte über Fachkräftemangel in Deutschland. „Durch den demografischen Wandel wird das Ausscheiden ältere Mitarbeiter heutzutage nicht mehr als selbstverständlich gesehen – ganz im Gegenteil: Die Unternehmen wollen das Know-How binden und investieren gezielt in die Motivation dieser Gruppe“, so der Edenred-Geschäftsführer.

Führungskräfte sind am stärksten motiviert

Eine differenzierte Betrachtung nach Tätigkeiten der Mitarbeiter zeigt, dass die Angestellten mit umfassenden Führungsaufgaben am stärksten motiviert (97 Prozent) sind. Das verarbeitende Gewerbe (Arbeiter) hingegen bildet mit 82 Prozent eine der insgesamt weniger motivierten Gruppen. Das Haushaltsnettoeinkommen scheint keinen direkten Einfluss auf die Motivation am Arbeitsplatz zu haben. Es zeigt sich jedoch eine Korrelation zwischen der Unternehmensgröße und der Mitarbeitermotivation: je kleiner das Unternehmen, desto größer die Motivation. Bildquelle: © Yuri Arcurs – Veer.com

2 Kommentare

  1. Da gebe ich Ihnen recht. Es ist wesentlich erfüllender wenn man einen Job hat, zu dem man jeden Tag gerne geht. Ein z.Bsp. mobbendes Arbeitsklima führt dazu, dass man sich mit dem sehr guten Verdienst auf Dauer nicht wohlfühlt. Von einem eingespielten Team, wo Kollegen Freunde sind kann man sich dann trotz wenig Gehalt schwerer trennen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein