Ihnen passiert?

Externe Gründe:

  • Die Wirtschaftslage kann sich relativ schnell ändern (etwa von April 2011 bis heute…).
  • Ein unerwartet weggebrochener Großkunde kann eine Firma in die Knie zwingen
  • Auch die politische Situation kann in einigen Ländern Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen haben

Interne Gründe:

  • Eine Infrastruktur kann sich verändern und wenn ein Wissensträger das Unternehmen betritt, verlässt oder bleibt (derjenige, den Sie ersetzen sollten?), so kann dies unter Umständen einen Einfluss auf Ihre zukünftige Rolle haben.
  • Die Strategieumsetzung kann sich schnell ändern und ganze Abteilungen ausgegliedert, Unternehmenszweige geschlossen oder verkauft werden.
  • Auch Investitionen, die vor 6 Monaten genehmigt waren (und aus denen Ihr Gehalt gezahlt werden sollte), können gestrichen werden.

So reduzieren Sie das Risiko unangenehmer Überraschungen:

  1. Machen Sie Ihre Hausaufgaben: Viele Jobs haben keine Stellenbeschreibung und auf einem gewissen Level können Sie auch keine verlangen, wenn Sie nicht übervorsichtig oder bürokratisch wirken möchten. 80 Prozent Ihrer Aufgabenschwerpunkte hingegen sollten klar sein. Ist dies nicht der Fall, so ist das kein gutes Zeichen und in Ihren ersten Wochen wird sich einiges ändern – nämlich genau das, was bei Ihrer Einstellung nicht durchdacht war.
  2. Stellen Sie spezifische Fragen: „Wie wird meine Leistung gemessen werden?“, „Welche Kriterien werden meinen Erfolg oder Misserfolg bestimmen?“, „Welche internen Veränderungen stehen an und wie könnten diese die Stelle beeinflussen?“
  3. Stellen Sie generelle Fragen: „Was könnte sich ändern von heute bis zu meinem Eintritt?“, „Was könnte schiefgehen?“

Zusammenfassung: 

Überraschungen sind normalerweise gut auf einem Kindergeburtstag und normalerweise schlecht im Job. Wenn sich Ihr Job in den ersten Wochen ändert, ist es fast immer schlecht. Auf der einen Seite kann man die Zukunft nicht vorhersagen und dass sich Dinge in rauen Zeiten, wie den unsrigen, schnell ändern können, das ist nun mal so. Auf der anderen Seite müssen Sie die Zügel in der Hand behalten, v.a. wenn es um so wichtige Entscheidungen wie Ihre nächste Arbeitsstelle geht. Wir wollen nicht paranoid wirken, aber auch Benjamin Franklin sagte „eine Unze Vorsorge ist besser als ein Pfund Medizin“. Versuchen Sie, den Spagat zwischen beidem zu finden und wenn es dann doch nicht klappt, so wenden Sie sich an einen Headhunter Ihres Vertrauens.


Über den Autor: Jörg Stegemann arbeitet seit 2001 in der spezialisierten Personaldienstleistung und -beratung und war in dieser Zeit für drei große Unternehmensgruppen tätig. In den letzten Jahren arbeitete er europaweit für drei große Beratungsfirmen, hat in seiner Karriere mehrere hundert Menschen in neue Anstellungen vermittelt und tausende von Kandidaten beraten. Jörg Stegemann bloggt auf JobThoughts.net | Career advice from a Headhunter Bildquelle: © MaFiFo – Fotolia.com

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