Die einen lieben sie und schlagen über die Stränge. Die anderen finden sie furchtbar und tauchen gar nicht erst auf. Die Rede ist von der Firmenweihnachtsfeier. Zum Glück gibt es auch Kollegen, die einfach nur einen netten Abend genießen wollen und sich über das jährliche Dankeschön des Chefs freuen. Sie halten sich an fünf goldene Regeln.

Oh, Du fröhliche Weihnachtsfeierzeit! In ganz Deutschland wollen sich Arbeitgeber in den nächsten Wochen mit einer Weihnachtsfeier bei ihren Mitarbeitern erkenntlich zeigen. Ein Dankeschön geschmückt mit Lametta und Lichterkette für Fleiß, Engagement und Leistung. Der jährliche Firmenbrauch spaltet dabei nicht selten die Belegschaft: Da sind zum einen die Missmutigen, bei denen die E-Mail-Einladung zum weihnachtlichen Stelldichein ungelesen im Spam-Ordner landet. Im gegnerischen Lager hingegen heizen die Partypeople in freudiger Erwartung auf eine ausgelassene Feier die Stimmung mit anzüglichen Nikolauswitzen an. Und dazwischen sitzen all die Kolleginnen und Kollegen, die sich auf einen gemeinsamen Abend in entspannter Atmosphäre freuen, ohne über die Stränge zu schlagen. Zu welcher Fraktion gehören Sie?

Der Grinch verdirbt die Weihnachtslaune

Müsste man ein Wappentier für diesen Kollegenschlag benennen, es wäre mit Sicherheit der Grinch. Für sie ist die Firmenweihnachtsfeier nichts weiter als eine unzumutbare Verdichtung kollegialer Peinlichkeiten. Nicht selten bleibt er oder sie der Veranstaltung einfach fern – unentschuldigt natürlich. Und wer sich trotzdem unter allerlei lautstarkem Lamentieren und ärgerlichem Gegrummel zur Feier schleppt, lässt meist kein gutes Haar am Buffet, am Rahmenprogramm oder an den Kollegen.

Nörgeln gehört sich nicht

Diese negative Einstellung wird auch dem Chef nicht verborgen bleiben. Teamfähigkeit und Loyalität stellt der Dauernörgler damit nicht unter Beweis. Auch kommentarlos zu Hause zu bleiben, ist keine gute Idee. Zwar finden die meisten Weihnachtsfeiern nach Dienstschluss statt, sodass rechtlich niemand zur Teilnahme verpflichtet ist. Aber wenn man den Kollegen so eindeutig signalisiert, dass man auf ihre Gesellschaft keinen Wert legt, wird man schnell als überheblich und schwierig abgestempelt. Wer tatsächlich nicht an der Weihnachtsfeier teilnehmen kann, entschuldigt sich rechtzeitig beim Vorgesetzten. Auch gehört es sich nicht, auf der Feier über alles und jeden zu nörgeln. Das Unternehmen hat Geld, Zeit und einige Überlegungen investiert, um den Mitarbeitern einen schönen Abend zu bereiten. Das sollte man in jedem Fall honorieren.

Fettnäpfchenalarm für die Partybombe

Dass die Weihnachtsfeier trotz allem eine Firmenveranstaltung ist, haben die Party People der Belegschaft schon mit dem ersten Glühwein verdrängt. In ungebremster Feierlaune flirten sie mit Kollegen, geben Chef-Witze zum Besten, um danach mit eben jenem über die nächste Gehaltserhöhung plaudern zu wollen. Dabei merken die selbsternannten Partybomben nicht einmal, dass sie zielsicher in allen Fettnäpfchen explodieren, die eine betriebliche Weihnachtsfeier zu bieten hat.

Alkohol ist keine gute Entschuldigung

Wer Alkohol trinkt, sollte zwischendurch auch immer zum Wasserglas greifen und rechtzeitig ganz auf Softdrinks umsteigen, um nicht alle Hemmungen zu verlieren und ein böses Erwachen am nächsten Tag zu riskieren. Generell sind mehr Zurückhaltung und weniger Selbstdarstellung ratsam, denn als Lachnummer der betrieblichen Weihnachtsfeier bringt man die Karriere nicht in Schwung. Im Gegenteil, unbedachte Äußerungen können von Kollegen oder dem Chef als Beleidigung aufgefasst werden und eine Abmahnung nach sich ziehen. Zuviel Alkohol ist dabei keine gute Entschuldigung. An Tratsch und Klatsch über Kollegen und Vorgesetzte, egal ob diese anwesend sind oder nicht, sollte man sich deshalb keinesfalls beteiligen. Und auch jegliche Form von Intimität verbietet sich, will man nicht in den kommenden Wochen DAS Thema des Flurfunks sein.

Die fünf goldenen Regeln einer Betriebsfeier

Wenn Sie zu denen gehören, die Firmenweihnachtsfeiern entspannt genießen wollen, ohne Gefahr zu laufen, am nächsten Arbeitstag in das Büro des Chefs zitiert zu werden, kennen Sie sicherlich die fünf goldenen Regeln einer Betriebsfeier:

  1. Sagen Sie verbindlich zu und seien Sie pünktlich! Wenn Sie nicht teilnehmen können, entschuldigen Sie sich beim Vorgesetzten mit einer plausiblen Begründung.
  2. Äußern Sie sich lobend über die Feier und die Organisation und bedanken Sie sich für die Einladung – entweder während der Feier im Gespräch mit dem Chef oder danach kurz per E-Mail.
  3. Suchen Sie aktiv den Kontakt zu anderen Kollegen, mit denen Sie bislang keine Berührungspunkte hatten. Üben Sie sich in Smalltalk.
  4. Trinken Sie Alkohol (wenn überhaupt) nur in Maßen und steigen Sie rechtzeitig auf Wasser oder Softdrinks um.
  5. Flirten Sie nicht mit Kollegen! Wenn Sie an jemanden im Unternehmen Ihr Herz verloren haben, ist eine Firmenfeier nicht die richtige Plattform, um diese Botschaft zu überbringen. Regeln Sie das privat!

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