Callies-Schewe

Bewusst als Tandem in die Selbstständigkeit

Die Idee sich selbstständig zu machen, spukte bereits länger im Kopf der beiden Unternehmensgründer herum. „Unsere Motivation war es, Dinge richtig zu machen, die wir in früheren Jobs als falsch oder nicht gut genug empfunden hatten.“ Der Sprung in die unternehmerische Freiheit erfolgt bewusst als Tandem. „Manchmal braucht es einfach zwei kongenialer, sehr unterschiedlicher Charaktere, damit eine Sache richtig zünden kann, siehe Lennon und McCartney“, lacht Kim Schewe, räumt jedoch ein, dass dafür auch ganz praktische Gründe sprechen: „Als Einzelkämpfer ist es schwer, bei größeren Unternehmen einen Fuß in die Tür zu bekommen. Ohne einen internen Fallback bleibt man selbst mit den besten Konzepten und Ideen leicht außen vor.“

Aller Anfang war schwer in Krisenzeiten

Der Start war kein Zuckerschlecken. Ausgerechnet am Tag der Gründung brachen infolge der Finanzkrise weltweit die Börsen ein und viele Firmen legten ihre Budgets auf Eis. Erste mündlich verabredete Aufträge blieben aus, die neuen Telefone erst einmal stumm. „Der Gründungszuschuss hielt uns glücklicherweise den Rücken frei. Dieses Basiseinkommen auf Zeit gibt Sicherheit, die man gerade am Anfang unbedingt braucht“, so Kim Schewe. Als die Konjunktur wieder anzog, machte es sich schnell bezahlt, die unerwartete Freizeit für Networking über soziale Medien, Besuche von Fachvorträgen und Messen und für die eine oder andere telefonische Kaltakquise genutzt zu haben. Trotz stetigen Auftragswachstums dauerte es dennoch einige Monate ehe erste Mitarbeiter auf der Tagesordnung standen. Aber auch Recruiting will gelernt sein. „Es kostet einfach viel Zeit, Bewerbungen zu sichten, Vorgespräche zu führen und Termine zu vereinbaren. Gleichzeitig drücken im Hintergrund die Deadlines“, erinnert sich Schewe. Das Geheimnis des geschäftlichen Erfolgs? „Content ist Kaiser, Internet und Social Media sei Dank. Erfolgreiche Kommunikation erfordert heute gute Ideen, glaubwürdige Inhalte und perfektes textliches Handwerk“, sagt Geschäftsführer Schewe. Außerdem spüre der Kunde schnell, ob ein Dienstleister brennt und wirklich bereit ist, sich jeder Aufgabe zu stellen: „Darauf legen wir bei jedem neuen Mitarbeiter großes Augenmerk. Das macht unser kleines, noch ziemlich junges Team so besonders.“

Mit gut organisierten Abläufen schnell wachsen

„Wachstum organisieren ist das A und O“, meint Kim Schewe. Mit den Aufträgen und Mitarbeitern steigt auch der Verwaltungsaufwand für den Geschäftsführer, trotzdem darf die Qualität der Arbeit nicht leiden. Irgendwann sind es einfach zu viele Excel-Tabellen, um jeden wichtigen Vorgangsstatus überblicken zu können. „Wir merkten schnell, dass wir eine Business-Software für das Projekt-, Auftrags- und Rechnungsmanagement brauchten, die uns in gewisse Standardabläufe zwingt und für Ordnung sorgt“, so Schewe weiter. Gründer sollten sich deshalb frühzeitig klar machen, wie die Abläufe im Unternehmen aussehen sollen und diese in Workflow-Charts festhalten. Am besten direkt nach dem Business-Plan für die Existenzgründerförderung. Die Mühe rechne sich später vielfach, weil sie es neuen Kollegen einfacher mache und schneller sichtbar wird, wo es zuweilen in Projekten hänge. „Wenn alles glatt läuft, bleibt dann auch die notwendige Zeit für Kreativität und die Selbstständigkeit macht einfach riesig Spaß.“ Bildquelle: Callies & Schewe

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