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Ein entspannter letzter Arbeitstag

Um den Stresspegel vor dem Urlaub spürbar zu senken, verreisen Sie einfach offiziell schon einen Tag früher. Für alle Freunde und Bekannte sowie Kunden und Kollegen, mit denen Sie nicht direkt zusammenarbeiten, beginnt Ihr Urlaub laut Abwesenheitsassistent eben einen Tag früher, als es tatsächlich der Fall ist. Sie werden sehen, Ihr letzter Arbeitstag wird spürbar entspannter ohne Last-Minute-Panikanrufe von Kunden und Kollegen. Vereinbaren Sie für Ihren letzten Arbeitstag vor dem Urlaub auch keine Termine und Meetings mehr – auch nicht privat. Die kosten meistens mehr Zeit, als man dafür einplant und sorgen für einen hektischen Urlaubsbeginn. Sorgen Sie stattdessen dafür, dass alles Wichtige und Dringende auf Ihrem Schreibtisch erledigt und alles andere sauber an die Kollegen delegiert wurde. Um nach dem Urlaub reibungslos wieder in den Arbeitsalltag zu starten, lohnt es sich auch, bereits vor dem Urlaub eine rudimentäre To-Do-Liste für „den Tag danach“ zu erstellen.

Von Stress auf Entspannung in fünf Minuten? Unmöglich!

Menschen, die beruflich stark ein- und angespannt sind, verbringen oft die ersten Urlaubstage unfreiwillig im Bett. Nicht weil das Wetter so schlecht wäre, sondern weil die Gesundheit schlapp macht. Die Krankheitsbilder reichen dabei von Kopf- und Gliederschmerzen über grippale Infekte oder Magen-/Darmprobleme bis hin zu Migräneanfällen. Experten sind der Meinung, dass der extreme Wechsel von zu viel Stress auf zu viel Ruhe den Körper zusätzlich belastet. Besser ist ein harmonischer Übergang von Anspannung auf Entspannung. Versuchen Sie also gar nicht erst, gleich am ersten Urlaubstag tiefenentspannt zu sein. Damit setzen Sie sich nur unnötig unter Druck. Besser ist es am letzten Tag vor dem Urlaub schon mal einen Gang herunterzuschalten und die ersten Tage im Urlaub aktiver zu gestalten – mit Wanderungen, Besichtigungen oder ähnlichem. Der Körper braucht sozusagen ein Cooldown, bevor er für die maximale Entspannung am Strand oder Pool bereit ist. Generell geht man davon aus, dass sich der Körper erst nach 10 bis 11 Tagen von Alltag auf Erholung umstellen kann. Sie sollten also wenn möglich mindestens 14 Tage verreisen. Bei Fernreisen ist es sogar besser, noch mehr Zeit einzuplanen, da unterschiedliche Zeit- und Klimazonen den Körper zusätzlich belasten.

Für Ausgleich sorgen

Dabei sind es nicht immer Krankheiten, durch die der Urlaub misslingt. Häufig sind auch zu hohe Erwartungen an die freie Zeit und falsche Erholungsstrategien schuld. Im Urlaub sollten Sie Ausgleich zum Alltag schaffen, um Stress abzubauen: Wenn Sie im Job den ganzen Tag sitzen, sollten Sie sich im Urlaub bewegen, um zu entspannen. Wenn Sie zum Beispiel überwiegend am Computer oder an Maschinen arbeiten, sollten Sie im Urlaub vor allem die Natur genießen und Kontakte pflegen. Haben Sie hingegen in Ihrem Job viel mit anderen Menschen zu tun, sollten Sie im Urlaub auf Ruhe setzen und dafür sorgen, dass Sie nicht zu viel Trubel um sich haben. Das ist manchmal leichter gesagt als getan, besonders wenn man mit der Familie verreist und jeder seine eigenen Vorstellungen von der perfekten Sommerfrische hat. Um unnötigen Frust während der kostbaren Urlaubstage zu vermeiden, sollten die unterschiedlichen Erwartungen an den gemeinsamen Urlaub schon vorher besprochen und in Einklang gebracht werden.

Erreichbar in Maßen

Ein wahrer Entspannungskiller im Urlaub ist das notorische Überprüfen der E-Mails und der Mailbox auf dem Smartphone und anderen Gerätschaften. Nicht nur Ihre Erholung bleibt so auf der Strecke, auch Ihren Mitreisenden bescheren Sie damit Reisefrust statt Reiselust. Konflikte sind vorprogrammiert. Wenn Sie Ihr Handy schon nicht zu Hause lassen können, dann vereinbaren Sie mit Ihren Kunden und Kollegen bestimmte Zeiten, zu denen Sie erreichbar sind – aber bitte nicht länger als eine Stunde am Tag. Noch besser ist es, sich darauf zu einigen, einmal täglich die Mailbox abzurufen. Ist der Urlaub vorbei, werden Sie froh sein, wenn Sie auch Ihre Rückreise vorausschauend geplant haben. Wer erst am Sonntag Abend zu Hause ankommt, wird am Montag Morgen spätestens um 10:30 am Arbeitsplatz nicht mehr viel von Erholung spüren. Geschickter ist es den ersten Arbeitstag nach dem Urlaub für die zweite Wochenhälfte zu planen und vorher einen Tag in Ruhe zu Hause zu verbringen. So können Sie sich besser wieder in den normalen Tagesablauf einleben und Ihre Urlaubsentspannung hält länger vor.

Unsere Tipps im Überblick
  • Erledigen Sie alle wichtigen und dringenden Aufgaben vor Ihrem Urlaub.
  • Delegieren Sie Verantwortungen, Aufgaben und Zuständigkeiten während Ihrer Abwesenheit klar und strukturiert an die Kollegen.
  • Gestalten Sie den letzten Arbeitstag bewusst ruhiger. Verzichten Sie auf Meetings und aktivieren Sie den Abwesenheitsassistenten bereits einen Tag früher.
  • Notieren Sie sich To-Dos für den ersten Tag nach Ihrem Urlaub.
  • Vermeiden Sie einen extremen Wechsel von An- auf Entspannung. Beginnen Sie den Urlaub mit aktiveren Programmpunkten.
  • Sorgen Sie im Urlaub für Ausgleich zum beruflichen Alltag.
  • Klären Sie im Vorfeld unterschiedliche Erwartungen an einen gemeinsamen Urlaub.
  • Reduzieren Sie Ihre Erreichbarkeit für Kollegen und Kunden auf ein Minimum. Einmal am Tag die Mailbox abzuhören, reicht in der Regel völlig aus.
  • Gönnen Sie sich nach Ihrer Rückkehr eine kurze Verschnaufpause, bevor Sie im Job wieder 100 Prozent geben.

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