Berufsbegleitend studieren

Mathematiker schauen in die Zukunft

Wer in die Zukunft schauen möchte, braucht hellseherische Fähigkeiten? Nicht unbedingt, wenn man über ein gutes Team von Mathematikern verfügt. Ein Beispiel: Der Vorstand eines Versicherungsunternehmens überlegt sich, ob er die Gewinnbeteiligung für seine Lebensversicherungskunden erhöhen soll. Speziell für solche Zwecke gibt es bei einer Versicherung wie der Allianz den Bereich „Projektionen“. Darin werden Fragestellungen bearbeitet, die sich aus dem wirtschaftlichen Geschehen, der Politik oder den Finanzmärkten ergeben. In oben genanntem Fall lautete die Frage des Vorstands: „Wie wirkt sich eine höhere Gewinnbeteiligung auf die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen der nächsten Jahre aus?“. Aufgabe der Mathematiker ist es, dieses komplexe Szenario in einem Modell abzubilden und daraus aussagekräftige Ergebnisse abzuleiten. Wichtige Einflussgrößen sind beispielsweise die Entwicklung des Neugeschäfts und des Kapitalmarktes, aber auch verschiedene Wahrscheinlichkeiten, wie zum Beispiel die Sterbewahrscheinlichkeit. Viele denkbare Entwicklungen werden in die Überlegungen einbezogen. Eine echte Herausforderung, bei sich ständig ändernden Rahmenbedingungen und der Einführung neuer Produkte!

Medizinischer Rat gefragt

Rechnungen mit Leben zu füllen, ist die Aufgabe der Medizinerin in der Privaten Krankenversicherung. Es gibt immer wieder Ärzte und Kliniken, die versuchen, bei der Abrechnung Schlupflöcher auszunutzen. Ohne medizinisches Fachwissen fällt es Sachbearbeitern jedoch schwer, manche Rechnungen zu beurteilen und frei zu geben. Dr. Beate Wohlleben steht in solchen Fällen mit Rat und Tat zur Seite. „In besonders ungewöhnlichen Krankheitsfällen telefoniere ich auch mal persönlich mit den behandelnden Ärzten, um die abgerechneten Leistungen nachzuvollziehen.“, erzählt Wohlleben. Darüber hinaus schult sie Sachbearbeiter und gibt ihnen Richtlinien und Tools an die Hand, um Unstimmigkeiten bei einer Rechnung sofort zu erkennen. Das A und O für ihre Arbeit ist es, medizinisch up-to-date zu sein. Daher pflegt Wohlleben regelmäßig den Kontakt zu praktizierenden Ärzten, besucht Kongresse und hält sich mit Hilfe von Fachliteratur fit. Spannend an ihrem Job findet sie, selbst etwas gestalten zu können. Beispielsweise indem sie Kooperationen mit Ärzten oder Kliniken initiiert. „Unser Anliegen ist es, durch neue Konzepte die Qualität der Patientenversorgung zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken.“, erzählt die Medizinerin.

Versicherungsgelder managen

Um den Schaden eines Kunden bezahlen zu können, bildet eine Versicherung Rücklagen. Bis sie zum Einsatz kommen, werden diese möglichst gewinnbringend angelegt. Beispielsweise in einem Aktienfonds. Aufgabe des Fondsmanagers ist es, geeignete Aktien auszuwählen und diese für seinen Fonds zu kaufen oder zu verkaufen. Bei der Auswahl der Aktien gibt es zahlreiche Dinge zu beachten. Hier verlässt sich der Fondsmanager nicht allein auf die Aussagen der Research-Abteilung, sondern betrachtet zusätzlich Bilanzkennzahlen, Dividendenrendite oder Wachstumsraten. Ist der Preis der Aktie fair? Anhand von selbst programmierten Anwendungen überprüft er, ob der Preis zu hoch, fair oder günstig ist. Zahlreiche Aktien befinden sich in dem Fonds. Ob diese zusammenpassen und sich in der Kombination das Risiko senken lässt, ermittelt der Fondsmanager anhand von Simulationen. So werden tausende mögliche Markt-Szenarien und deren Auswirkung überprüft. Gründe für den Verkauf sind beispielsweise eine schlechte Bewertung der Unternehmen oder Abflüsse von Geldern im Fonds. Ob seine Strategie erfolgreich war, kann der Fondsmanager anhand seiner Performance täglich überprüfen.

Twittern fürs Personalmarketing

Jeden Tag in Kontakt mit jungen und engagierten Studierenden und auf zahlreichen Events und Messen unterwegs ist das Personalmarketing. Von der Entwicklung neuer Microinsuranceprodukte über einen Kaminabend mit dem Vorstand bis hin zum Seminar mit Tipps und Tricks zur Gehaltsverhandlung stellen sie zahlreiche Events auf die Beine. Der Grund dafür liegt nahe: Mit motivierten Studenten, Hochschulabsolventen und Young Professionals in Kontakt treten und zeigen was hinter den Kulissen einer Versicherung steckt. Um am Zahn der Zeit zu bleiben, sind sie auch in den neuen Medien vertreten. Warum das wichtig ist, erzählt Ralf Hilscher aus dem Personalmarketingteam der Allianz: „Das Web 2.0 ist ein Megatrend, den wir mit gestalten wollen. Extra dafür haben wir das Videoportal „Spannende Jobs“ auf die Beine gestellt. Dort können Studierende sich über Jobmöglichkeiten informieren und anhand von Videosequenzen unsere Mitarbeiter kennenlernen.“ Aber auch auf Twitter, Facebook, Xing und Youtube ist das junge Team aktiv. Jeden Tag schlüpft Hilscher in die Rolle von Allianz-Kai, dem Avatar aus dem Videoportal, und gibt Infos rund ums Unternehmen. „Das Tolle am Web 2.0 ist, dass wirklich ein Dialog entsteht. Wir sind echt begeistert von den persönlichen Kontakten die wir dadurch aufbauen können!“, erzählt Hilscher. Darüber hinaus betreut er das Praktikantenförderprogramm, um mit besonders qualifizierten und engagierten ehemaligen Praktikanten in Kontakt zu bleiben. Rund 10 Veranstaltungen pro Jahr organisiert er dafür. In der Zeit zwischen den Veranstaltungen tauschen sich die Teilnehmer über die neuen Medien und eine extra eingerichtete Xing-Gruppe aus. Ideen, was man im Web noch alles tun könnte, hat Hilscher viele: „Womit wir Euch künftig im Web überraschen möchten, erfahrt Ihr von  Allianz_Kai direkt – folgt uns doch einfach und seid bereit für das Unerwartete.“ Bildquelle:  ©-Creativa-Fotolia.com

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