Urlaubsguide 2020: Die fetten Jahre sind vorbei

Auch wenn 2020 im Hinblick auf die Feiertage durchaus arbeitnehmerfreundlich startet, in der zweiten Jahreshälfte müssen wir fast gänzlich auf zusätzliche freie Tage verzichten. Bis auf den ersten Weihnachtsfeiertag und Neujahr fallen dann alle Feiertage auf ein Wochenende. Ein Grund mehr, die wenigen Brückentage bis Juni sinnvoll zu nutzen. Wie das am besten gelingt, verrät Ihnen unser Urlaubsguide 2020.

Die Deutschen sind so reiselustig wie nie zuvor. Laut der Tourismusanalyse 2019 der Stiftung für Zukunftsfragen haben 2018 etwa zwei Drittel (62%) der Bundesbürger die Koffer gepackt, um für mindestens fünf Tage dem Fernweh zu frönen – am liebsten im eigenen Land oder innerhalb Europas. Die günstigen Kombinationen aus Feier- und Urlaubstagen in den vergangenen Jahren bescherten Arbeitnehmern dafür beste Voraussetzungen, egal ob mehrtägige Kurztrips oder auch lange Urlaubsreisen geplant waren. Wer sich auch 2020 die besten Brückentage sichern will, sollte möglichst frühzeitig die Urlaubsplanung unter Dach und Fach bringen und beim Chef beantragen. Unser Urlaubsguide zeigt, in welchen Monaten es sich besonders lohnt.

Entspannter Start nach den Weihnachtsferien

Neujahr, Heilig Drei Könige: Einsatz: 2 Urlaubstage / Erholung: 5 bzw. 6 Tage

Nachdem das Jahr uns gleich mit dem ersten Brückentag begrüßt hat – der Neujahrstag fiel auf einen Mittwoch – und Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt zudem noch über den arbeitsfreien Dreikönigstag am 6. Januar frohlocken konnten, heißt es jetzt erst einmal fleißig sein. Die nächste Gelegenheit, mehr aus den Urlaubstagen zu machen bietet sich erst wieder im April.

Ostern im April – erste Möglichkeit für einen längeren Urlaub

Karfreitag & Ostermontag – Einsatz: 8 Urlaubstage / Erholung: 16 Tage

Das Osterwochenende fällt 2020 auf Mitte April und dank Karfreitag (10.4.) und Ostermontag (13.4.) haben wir ganz ohne Urlaubsantrag schon ein 4-Tage Wochenende. Wer sich auch den Rest der Woche frei nimmt, kann seine Ferien mit dem anschließenden Wochenende auf 10 Tage ausdehnen. Und auch eine längere Auszeit, zum Beispiel für eine Fernreise, lohnt sich zu Ostern für viele. Beantragen Sie einfach vom 6. – 17.4. acht Urlaubstage und genießen Sie dafür doppelt so viel Freizeit (4. – 19.4.).

Viel frei im Mai

Tag der Arbeit / Christi Himmelfahr – Einsatz: 4 Urlaubstage / Erholung: 9 Tage

Der Tag der Arbeit am 1. Mai fällt in diesem Jahr auf einen Freitag – perfekt für ein erstes langes Frühlingswochenende, ohne sich dafür freinehmen zu müssen. Ende des Monats haben wir noch die Möglichkeit, Christi Himmelfahrt (21.05.), immer ein Donnerstag, für eine kleine Verschnaufpause zu nutzen. Wer 4 Urlaubstage in dieser Woche investiert, hat 9 Tage frei. Sparsamere Arbeitnehmer beantragen einen Urlaubstag und erholen sich 4 Tage lang von Donnerstag bis Sonntag

Im Juni einzige Chance auf eine Superbrücke

Pfingsten, Fronleichnam – Einsatz: 8 Urlaubstage / Erholung: 16 Tage

Arbeitnehmer in NRW, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland haben im Juni die Möglichkeit, sich eine Superbrücke zu bauen. Gleich zwei Feiertage, nämlich Pfingstmontag (1. Juni) und Fronleichnam (11. Juni), können in einen Urlaub integriert und die Ferien damit verdoppelt werden. Für 8 Urlaubstage vom 2.6. – 12.6. winken ganze 16 Tage Freizeit am Stück. In allen anderen Bundesländern lassen sich über Pfingsten immerhin, mit vier Urlaubstagen neun freie Tage generieren.

Enttäuschende zweite Jahreshälfte für Arbeitnehmer

Weihnachten & Neujahr – Einsatz: 7 Urlaubstage / Erholung: 16 Tage

Nun aber verabreicht uns das Jahr 2020 eine ganz bittere Pille: Maria Himmelfahrt (15.8.) und der Tag der Deutschen Einheit (3.10.) fallen in diesem Jahr ausgerechnet auf einen Samstag, der Reformationstag (31.10.) und Allerheiligen (1.11.) auf Samstag und Sonntag. Das heißt erst zu Weihnachten gibt es die nächste Urlaubssparmöglichkeit und auch die versöhnt nur bedingt. Weil der Heiligabend ein Donnerstag ist, fällt der zweite Weihnachtsfeiertag auf einen Samstag und ist ohnehin frei. Für die Urlaubsplanung bedeutet das: Sie brauchen 3,5 Urlaubstage, um sich in der Weihnachtswoche ganz den Plätzchen widmen zu können. Mit weiteren 3,5 Urlaubstagen lassen Sie dann bis zum Jahreswechsel die Arbeit ruhen, denn der 1. Januar 2021 fällt zum Glück auf einen Freitag.

Quellen:
https://unternehmer.de/recht-gesetze/218277-arbeitszeiten-vergleich-europa-studie
http://www.tourismusanalyse.de/fileadmin/user_upload/tourismusanalyse/2019/Stiftung-fuer-Zukunftsfragen-Tourismusanalyse-2019.pdf

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