Weiterbildung eröffnet neue Berufsfelder

Viele Berufe gab es noch nicht, als die heute Erwerbstätigen ihre erste Ausbildung absolvierten. „Weiterbildung qualifiziert nicht nur für einen Aufstieg, sondern hilft auch, sich neu auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren“, sagt Prof. Ada Pellert, Präsidentin der DUW. Dass Weiterbildung sehr wichtig ist, um den sich wandelnden Anforderungen gerecht zu werden, finden 69 Prozent der Erwerbstätigen. Besonders Frauen, 45- bis 54- Jährige und Höherqualifizierte stufen Weiterbildung als „sehr wichtig“ ein. Wenn Sie sich nun auch fragen, was hinter diesen neuen Berufsbildern steckt, schauen Sie sich die folgenden Erklärungen der DUW an:

Compliance-Officer: Kaum bekannt, aber gesucht

Am wenigsten bekannt sind Compliance-Manager: 79 Prozent der Befragten kennen diesen Beruf nicht. Nach Korruptionsskandalen großer Konzerne sind Fachleute gesucht, die für rechtskonformes Verhalten in Unternehmen sorgen. Die meisten DAX- und Großunternehmen haben heute Compliance-Abteilungen.

Bildungs-Controller/in: Lebenslanges Lernen organisieren

Auch das Berufsbild des Bildungs-Manager oder Bildungs-Controller ist 61 Prozent der Erwerbstätigen unbekannt. Sie sorgen in Unternehmen dafür, dass qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen und Mitarbeiter zukünftig benötigte Kompetenzen rechtzeitig aufbauen. Diese wichtige Aufgabe gewinnt aufgrund von Fachkräftemangel, Internationalisierung und dem demografischen Wandel auch in mittelständischen Unternehmen an strategischer Bedeutung.

Drug-Research-Manager/in und Regulatory-Affairs-Manager/in: Medikamente zur Zulassung bringen

Die Berufsbezeichnung Pharma-Manager oder Drug-Research-Manager kennen ebenfalls 51 Prozent der Befragten nicht. Wer als Naturwissenschaftler, Mediziner oder Pharmazeutiker einsteigen will, benötigt Zusatzqualifikationen in Recht und Management. In Pharma-Unternehmen begleiten Drug-Research-Manager den Lebenszyklus eines Medikaments – von der Idee für ein neues Arzneimittel über die Marktzulassung bis zu seinem Verkauf in einer Apotheke.

Lobbyist/in: Interessensvertretung in Europa

Kontakte pflegen, Politiker mit Informationen versorgen und Interessen in Entscheidungsprozesse einbringen: Das sind die Kernaufgaben von Lobbyisten. 51 Prozent der Erwerbstätigen haben die Berufsbezeichnung noch nicht gehört. Dabei spielt professionelle Interessenvertretung auch in Brüssel durch die Europäisierung für immer mehr Unternehmen und Organisationen eine Rolle.

Sicherheitsmanager/in: Kritische Infrastrukturen schützen

Die Sicherheitsbranche ist ein Wachstumsmarkt. Typisch sind eigentümergeführte Kleinbetriebe, die Akademisierung hat gerade erst eingesetzt. Sicherheitsmanager schützen Unternehmen – von Brand- und Wasserschutz bis zur Abwehr von Hackerangriffen und Produktpiraterie. Auch Flughäfen, Atomkraftwerke oder Veranstaltungen sichern die Experten. 88 Prozent der Erwerbstätigen kennen die Berufsbezeichnung. Bildquelle: © mr.markin – Fotolia.com

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