Mutter

Teilzeitbeschäftigung nachgehen. Doch Teilzeitjobs sind unter Müttern begehrt und daher sollen sich die Möglichkeiten auch bessern: Anfang diesen Jahres ergab eine Regus-Studie, dass fast die Hälfte der Unternehmen in Deutschland plant, dieses und nächstes Jahr mehr Teilzeitstellen für Mütter zu schaffen. Vor allem größere Unternehmen (ab 1000 Mitarbeiter) seien demnach bereit, mehr Mütter in Teilzeit zu beschäftigen. Die beste Arbeitszeit des Tages ist für viele Mütter der Vormittag, wenn die Kleinen im Kindergarten oder in der Schule sind. Manchmal lässt es sich aber nicht anders arrangieren und Sie müssen auch arbeiten, wenn Ihr Kind schon nach Hause kommt. Sollte Ihr Partner dann nicht einspringen können oder wenn Sie die Kinder allein erziehen, helfen Sie sich am besten, wenn Sie auf Ihr soziales Netz zurückgreifen.

Die besten Teilzeitjobs für Mütter

Die meisten Frauen mit Teilzeitjobs sind im Dienstleistungsbereich tätig — etwa im Verkauf, in Pflegeberufen oder im Hotel- und Gaststättengewerbe. Auch in vielen Bürojobs sind flexible Teilzeitmodelle üblich. Kassiererin* Diese Tätigkeit wird von mehr als 90 Prozent Frauen ausgeübt und rund zwei Drittel aller Kassenmitarbeiterinnen sitzen in Teilzeit am Band. Eine Ausbildung ist für diese Tätigkeit nicht zwingend erforderlich — die notwendigen Kenntnisse werden meist durch eine begleitende Einarbeitung erworben. Eine Ausbildung im Einzelhandel schadet allerdings nicht. Gesundheits- und Krankenpflegerin Mehr als 660.000 Beschäftigte gab es 2009 im Krankenpflegebereich  — und die Tendenz ist steigend. Die Pflegebranche sucht händeringend nach Fachkräften. 86 Prozent aller Beschäftigten in diesem Bereich sind weiblich. Mehr als ein Drittel sind insgesamt in Teilzeit beschäftigt. Sachbearbeiterin Sachbearbeiterinnen arbeiten in Handwerksbetrieben oder Industrie- und Handelsunternehmen der unterschiedlichsten Wirtschaftszweige. Ebenso sind sie im Dienstleistungsbereich, in der öffentlichen Verwaltung oder bei Verbänden und Organisationen tätig.Der Teilzeitanteil ist mit etwa 5,5 Prozent vergleichsweise gering, jedoch auch in dieser Berufsgruppe steigt der Trend. Sekretärin (auch Assistent/innen oder Office-Manager/innen genannt) In dieser Berufssparte sind zu 95 Prozent Frauen vertreten, die größtenteils in den Verwaltungsabteilungen von Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche tätig sind. Fast ein Drittel nimmt diesen Job in Teilzeit an. Empfangsmitarbeiterin Empfangsmitarbeiterinnen arbeiten hauptsächlich in der Hotellerie oder am Empfang von meist größeren Betrieben der unterschiedlichsten Branchen. Teilzeitarbeit ist hier mit etwa einem Drittel vertreten. Call Center-Agentin Laut Call-Center-Forum Deutschland arbeiten derzeit fast 450.000 Call-Center Agents in Deutschland. Die stärkere Kundenorientierung der Unternehmen verstärkt deren Nachfrage nach Dienstleistern für den Kundenservice. Da die Support-Aufgaben immer anspruchsvoller werden, sucht die Branche vor allem qualifizierte Fach- und Nachwuchskräfte. Teilzeitmodelle sind üblich. Verkäuferin 2009 gab es über 1,3 Millionen Beschäftigte im Verkauf  — Frauen dominieren hier mit 76 Prozent das Feld. Teilzeit ist üblich, gerade angesichts der langen und flexiblen Öffnungszeiten im Einzelhandel. Kellnerin Wer nicht nur die Teller abräumen will, muss als Servicekraft eine Ausbildung im Gastgewerbe mitbringen, etwa als Restaurantfachfrau. Teilzeitarbeitsmodelle sind eine häufige Alternative. Da die intensivsten Zeiten des Tages bei Restaurants, Kneipen und Bars in den Abendstunden liegen, brauchen Mütter aber Unterstützung durch Partner, Großeltern oder Babysitter um die Kleinen daheim gut versorgt zu wissen. Es winken gute Trinkgelder!


*Quelle der Zahlen und Fakten (wenn nicht anders angegeben): Berufe im Spiegel der Statistik Bildquelle: ©-diego-cervo-Fotolia.com

2 Kommentare

  1. Leider bekommt eine Mutter mit Kinder heute zu Tage fast kaum noch eine Chance auf dem Wirtschafssektor! Diese stellen für Arbeitgeber wohl eine Gefahr dar und könnten zu kostspielig sein.

  2. Und warum haben Frauen dann studiert?
    Der Elternteil, der sich um das Kind kümmert, braucht demnach für die nächsten 10 – 15 Jahre sein Studium im Schrank vergraben..
    Alle genannten Tätigkeiten benötigen kein Hochschulstudium. Entsprechend niedrig sind die Vollzeit-Gehälter, noch niedriger sind die Teilzeit-Gehälter.
    In der Krippe wird man bemitleidet, wenn man sein Kind über 6 Stunden da lässt.
    Als Mann in Kinderbetreuung ist es sehr schwer sich in unserer Gesellschaft durchzusetzen und hinter der neugegründeten Familie zu stehen.
    Mit den finanziellen Einbußen für Akademiker könnten so einige Kellner bezahlt werden.
    Wenn man als Manager das Glück einer 25h/Wo erhält in der Teilzeit, wird einem aber keine Verantwortung mehr übertragen, jegliche Weiterentwicklung ist nicht mehr Möglich, aufgrund der Familie.
    Das klingt natürlich nach Meckern auf hohem Niveau, aber die finanzielle Situation ist drastisch reduzierter als bei geringer qualifizierten Tätigkeiten.

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