Schwächen im Recruiting und zu starre Anforderungen bei Unternehmen

Auch viele Jobsuchende wissen es aus ihrer Sicht zu bestätigen, dass die Stellensuche sich häufig länger hinzieht als ihnen lieb ist. Häufig bleiben Stellen durch den demografischen Wandel länger unbesetzt, doch die ManpowerGroup führt das Ergebnis nicht einzig darauf zurück, sondern nimmt auch die Unternehmen selbst in die Verantwortung. Demnach führen auch Schwächen im Recruiting und zu starre Anforderungen der Unternehmen zu Schwierigkeiten bei der Stellenbesetzung. „Durchschnittliche Vakanzzeiten von 55 Tagen über alle Positionen hinweg und bis zu 90 Tagen bei technischen Berufen bedeuten jährlich Milliardenverluste für die deutsche Wirtschaft. Dabei lassen sie sich durch intelligentes Recruiting stark verkürzen“, sagt Vera Calasan, CEO der ManpowerGroup Deutschland.

Auch älteren und unerfahrenen Bewerbern eine Chance geben

Doch auch an den Anforderungen der Unternehmen muss laut Manpower angesetzt werden. Bei der Bewerber-Auswahl sollten Arbeitgeber mehr Offenheit zeigen. So sollten auch ältere Bewerber mit gezielten Maßnahmen angesprochen werden. Bislang haben gemäß einer aktuellen Untersuchung der ManpowerGroup lediglich 14 Prozent der Unternehmen spezifische Strategien zur Rekrutierung älterer Arbeitnehmer. Eine weitere effektive Maßnahme, die Auswirkungen des Fachkräftemangels abzumildern, ist dem Personalberater ManpowerGroup zufolge, jungen und wenig erfahrenen Mitarbeitern eine Chance zu geben. „Statt jahrelange Erfahrung vorauszusetzen, monatelang zu suchen und nur Bewerber einzustellen, die zu 100 Prozent dem idealen Stellen-Profil entsprechen, sollten Arbeitgeber bereit sein, motivierten Talenten die Chance zur Entfaltung zu geben“, so Vera Calasan.

Handwerker und Ingenieure sind am meisten gefragt

Die größten Probleme bestehen für Unternehmen laut der Studie „Fachkräftemangel 2012“ wie bereits im letzten Jahr bei der Suche nach Fachkräften aus dem handwerklichen Bereich sowie nach Ingenieuren. Eine Erholung ist nach Einschätzung der ManpowerGroup nicht in Sicht: Das Handwerk verzeichnet einen Mangel an Auszubildenden – und die Zahl der unbesetzten Ingenieursstellen hat sich von 2010 auf 2012 fast verdoppelt. Große Schwierigkeiten bereitet außerdem die Rekrutierung von Vertriebsmitarbeitern, IT-Fachkräften, Technikern sowie Personal für Rechnungs- und Finanzwesen. Die folgenden Jobs sind laut des Rankings in diesem Jahr am schwierigsten zu besetzen: 1. Handwerker 2. Ingenieure 3. Vertriebsmitarbeiter 4. IT-Fachkräfte 5. Techniker 6. Personal für Rechnungs- und Finanzwesen 7. Fahrer 8. Manager (Geschäftsleitung/ Führungskräfte) 9. Ärzte und medizinische Fachangestellte 10. Personal für Verwaltung/ Assistenz Bildquelle: © nyul – Fotolia.com

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