10.07.2013 -

Sport ist ein guter Ausgleich zum Berufsalltag, das ist kein Geheimnis. Doch der innere Schweinehund ist meist größer: Laut einer Umfrage landen Berufstätige nach einem stressigen Arbeitstag stattdessen bevorzugt auf der Couch.

In einer repräsentativen Online-Umfrage der Betriebskrankenkasse Mobil Oil in Kooperation mit dem Marktforschungsunternehmen Ipsos glauben 69 Prozent der befragten Berufstätigen Sport helfe als Ausgleich, wenn sie sich im Job gestresst fühlen. Die Umsetzung sieht in der Praxis jedoch häufig anders aus: Nach einem stressigen Tag ist für einen Großteil (78 Prozent) der befragten Berufstätigen die bevorzugte Tätigkeit „einen ruhigen Abend gestalten, z.B. mit Fernsehen“. Immerhin sind aber 41 Prozent nach der Arbeit noch sportlich aktiv.

Den Körper durch Sport entlasten

Regelmäßiger Sport ist zum Stressabbau besonders effektiv und sinnvoll. Warum das so ist und wie es funktioniert: „Stress gefährdet vor allem als Dauerbelastung die Gesundheit, weil der Körper selbst in Erholungsphasen nur noch schwer zur Ruhe findet. Mögliche Folgen sind eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und depressive Verstimmungen“, erklärt Ansgar Krümpelbeck, Sportwissenschaftler und zuständig für den Bereich Gesundheitsförderung bei der BKK Mobil Oil. „Bei Stress setzt der Körper Energie frei, der Puls steigt an, die Muskeln spannen sich an. Beim Sport nutzen wir diese Energien im positiven Sinne und bauen diesen ‚Alarmzustand‘ ab.“

Demotiviert, müde und keine Zeit

Die Mehrheit der Berufstätigen möchte durchaus unter der Woche sportlich aktiver sein: 64 Prozent der befragten Frauen und 58 Prozent der befragten Männer äußerten diesen Wunsch – dessen Umsetzung scheitert aber vor allem aus drei Gründen: zu wenig Zeit, zu große Erschöpfung nach der Alltagsbelastung und fehlende Motivation.

Da Zeit wirklich ein kostbares Gut im Arbeitsalltag ist, empfiehlt Sportwissenschaftler Krümpelbeck, nach regelmäßigen Bewegungschancen im Alltag zu suchen, etwa den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad zurückzulegen – oder sich die Laufsachen für den Heimweg einzupacken. „Wenn die Motivation fehlt, ist es ratsam, gemeinsam mit Freunden oder im Verein aktiv zu werden. Die Gruppendynamik kann helfen, den inneren Schweinehund zu überwinden“, so Krümpelbeck.

Bewegungsangebote am Arbeitsplatz gewünscht

Auch Arbeitgeber können mit Maßnahmen zur Stressprävention im Betrieb beitragen und punkten dabei vor allem bei Berufseinsteigern: Mehr als jeder zweite (55 Prozent) der befragten Berufstätigen zwischen 16 und 29 Jahren und knapp die Hälfte (48 Prozent) der befragten berufstätigen Frauen wünscht sich entsprechende Bewegungsangebote im betrieblichen Umfeld.

Bildquelle: © Minerva Studio – Fotolia.com


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