Unangemeldete Besucher, quasselnde Kollegen, übereifrige Putzfrauen, aufdringliche Klingeltöne – in den meisten Büros wimmelt es nur so von Störenfrieden. Aber Vorsicht: Jede Unterbrechung kostet Sie Zeit, Nerven und schmälert Ihre Erfolge. So stellen Sie Konzentrations-Killer kalt!

Egal ob Großraumbüro oder Chefetage: Im Job werden wir ununterbrochen unterbrochen. Im Schnitt können wir uns gerade mal elf Minuten ungestört einer Aufgabe widmen, bevor uns der nächste Störfaktor ablenkt, zeigen einschlägige Arbeitsstudien. Das hält enorm auf, denn bei jeder Unterbrechung werden Informationen im Arbeitsgedächtnis gelöscht, um Platz für die aktuelle Aufgabe zu schaffen. Ist das eMail-Fach dann gecheckt, das Telefonat beendet oder die Frage des Kollegen beantwortet, dauert es etwa acht Minuten, bis wir in Gedanken zurück bei unserem ursprünglichen Projekt sind. Bleiben rein rechnerisch gerade noch drei Minuten bis zur nächsten Unterbrechung.Die Folgen sind dramatisch: Jede unnötige Unterbrechung ist nicht nur ein Zeitfresser sondern leistet auch Fehlern Vorschub. Darunter leidet nicht nur die Arbeit sondern auch Nerven und Gesundheit. Grund genug also, alltäglichen Konzentrations-Killern konsequent den Kampf anzusagen. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihre Leistung garantiert steigern.

1. Zeit zum Abschalten:

Das Handy soll unabhängig von Zeit und Ort machen, stattdessen macht es oft süchtig. Werden Sie auch schon ganz unruhig, wenn das Mobiltelefon mal zehn Minuten lang schweigt? Dann ist es höchste Zeit zum Abschalten. Wenn Sie nicht gerade auf einen Anruf aus Hollywood warten, genügt es in der Regel völlig, die Mailbox in regelmäßigen Abständen zu checken – zum Beispiel, wenn Sie gerade mit Ihrer aktuellen Aufgabe fertig sind. Übrigens: Wirklich wichtige Leute verteilen ihre Handynummer nur sehr sparsam!

2. Blackberry einmotten:

Eine E-Mail zu schreiben geht schnell und kostet nichts – ein Grund dafür, dass täglich fast 100 Milliarden(!) elektronischer Nachrichten die PCs weltweit überfluten. Aber mal ehrlich: Wie viele E-Mails erfordern tatsächlich Ihre sofortige Reaktion? Denken Sie immer daran, dass die digitale Post eigentlich gerade deshalb erfunden wurde, damit jeder genau dann Informationen verschicken oder aufnehmen kann, wenn es in den persönlichen Tagesablauf passt. Motten Sie also Ihren Blackberry ein und definieren Sie, wie oft Sie Ihren Maileingang überprüfen müssen, um auf wichtige Nachrichten in angemessener Zeit reagieren zu können. Auf „You’ve got mail“-Signale können Sie dann getrost verzichten.

3. Offenes Gespräch:

Die lieben Kollegen können manchmal ganz schön stören, zum Beispiel, wenn sie lautstark telefonieren, genau vor Ihrer Bürotür diskutieren, ständig unangemeldet bei Ihnen hereinplatzen oder Handy und PC so laut und aufdringlich piepen und klingeln lassen, wie es nur geht. Hier hilft ein offenes Gespräch – und zwar rechtzeitig bevor Ihnen der Kragen platzt. Wenn Sie Ihr Konzentrationsproblem sachlich ansprechen, werden Sie schnell feststellen, dass Ihre Kollegen in der Regel genauso wenig stören oder gestört werden wollen wie Sie. Möglicherweise haben Sie das rücksichtslose Verhalten der anderen ja sogar durch eigene Unachtsamkeit selbst heraufbeschworen.

 


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