24.10.2011 -

Am Fallbeispiel des Sneakers wollen wir das Thema Dresscode einmal durchleuchten und aufzeigen, wie man selbst am besten bestimmen kann, was in der Firma getragen werden sollte und was eher als Fehltritt gewertet würde.

In den meisten Firmen gibt es einen unausgesprochenen Dresscode, an den sich jeder Mitarbeiter ganz automatisch hält. Manchmal gibt es selbst zwischen internen Abteilungen deutliche Unterschiede, die durch mehrere Faktoren bestimmt werden.

Von Branchenabhängigkeit und Casual Friday

In manchen Berufszweigen werden Sneaker nicht gerne gesehen. Eher selten dürfte man sie wohl in Banken oder Autohäusern antreffen. Wenn man dem Kunden Seriosität vermitteln möchte, sind ein eleganter Anzug und die dazu passenden Schuhe Voraussetzung. Anders verhält es sich natürlich in einer Werbeagentur oder einer jungen Internetfirma. Legere Sakkos in Kombination mit Jeans repräsentieren weltoffene Dynamik. Solche Arbeitsplätze sind des Sneakers natürliches Habitat. Niemand würde sich dort über das sportlich anmutende Schuhwerk beschweren.

Die Frage, ob die Mitarbeiter Kundenkontakt haben oder nicht, ist also gar nicht so ausschlaggebend. Viel wichtiger ist es, auf welche Kunden die Mitarbeiter treffen und welche Erwartungen sie dann erfüllen müssen. Es gibt natürlich auch Unternehmen, in denen die Mitarbeiter eher wenig Kundenkontakt haben und dennoch stets elegant gekleidet sind. In solchen Firmen gibt es aber häufig den „Casual Friday“ (englisch für „lässiger“ oder „zwangloser“ Freitag), an dem jeder so erscheinen darf, wie er sich am wohlsten fühlt – vorzugsweise in Jeans und T-Shirt. Als neuer Mitarbeiter herauszufinden, ob Sneaker nun erlaubt sind oder nicht, ist eigentlich gar nicht so schwer. Diesbezüglich geben wir an dieser Stelle auch gerne ein paar Tipps.

Was ist in meiner Firma erlaubt?

Zu einem Vorstellungsgespräch darf man selbstredend auch mal „overdressed“ sein. Es signalisiert den potenziellen Vorgesetzten, dass man das Stellengesuch ernst nimmt. Bei dieser Gelegenheit kann man sich ja gleich einmal umschauen, wie die anderen Mitarbeiter gekleidet sind und man sollte sich auch nicht scheuen, einfach nachzufragen, welche Kleidung denn angemessen wäre. Es sollte sich natürlich von selbst verstehen, dass die Sneaker in jedem Fall sauber sein müssen und ein gepflegtes Äußeres eine absolute Grundvoraussetzung an jedem Arbeitsplatz ist – vielleicht vom Tagebau und ähnlichen Berufszweigen einmal abgesehen, aber da käme ja auch niemand auf die Idee, Sneaker zu tragen.

Ein wichtiger Faktor ist auch der Chef selbst, der mit seinem eigenen Kleidungsstil vorgibt, wie er sich selbst das Image seiner Firma vorstellt. Nachäffen sollte man seine Vorgesetzten natürlich nicht, aber was die Stilrichtung angeht, wird eben ersichtlich, was in der Firma besonders gern gesehen wird.

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