Tragen Sie Beweise zusammen.

Der Wunsch ein neues Auto kaufen zu wollen oder die steigenden Raten fürs Haus sind keine Gründe für eine Gehaltserhöhung. Bringen Sie stattdessen überzeugende geschäftliche Gründe an. Dokumentieren Sie alles, was Sie bis jetzt erreicht haben und zeigen Sie auf, wofür Sie verantwortlich sind. Legen Sie dabei den Fokus vor allem darauf, wie Ihre Leistungen der Firma geholfen haben, ihre Ziele zu erreichen, Kosten einzusparen oder die Produktivität zu steigern. Wenn Sie konkrete Beweise Ihrer Beiträge sammeln und diese überzeugend rüberbringen können, wird Ihr Wert für den Arbeitgeber am deutlichsten.

Geben Sie sich Zeit.

Auch wenn er die besten Absichten zeigt, mag es Ihrem Chef vielleicht gar nicht bewusst sein, an welchen Projekten Sie in der letzten Zeit beteiligt waren. Um zu verhindern, dass er ständig Ihre Leistungen übersieht, geben Sie Ihrem Chef einen monatlichen Statusbericht, der alle Projekte zusammenfasst, an denen Sie derzeit arbeiten oder die Sie kürzlich abgeschlossen haben. Wenn Sie Ihre guten Leistungen schriftlich festhalten und regelmäßig Ihrem Chef vorlegen, liefern Sie ihm stichhaltige Argumente für eine Gehaltserhöhung.

Den eigenen Marktwert recherchieren.

Ein weiterer wichtiger Schritt: Informieren Sie sich über das gängige Durchschnittsgehalt für Menschen vergleichbaren Qualifikationen in Ihrem Tätigkeitsbereich. Gute Informationsquellen sind etwa Lohnspiegel.de oder das WSI Tarif-Archiv der Hans-Böckler Stiftung. Wer seinen eigenen Marktwert kennt, entgeht der Gefahr, sich unter Wert zu verkaufen oder zu hoch zu greifen.

Den richtigen Moment abpassen.

Es erscheint am logischsten das Thema Gehaltserhöhung während des nächsten Beurteilungsgesprächs anzusprechen. Es könnte aber auch von Vorteil sein, schon vorher mit dem Chef darüber zu sprechen. Ein gegebener Anlass wäre zum Beispiel der erfolgreiche Abschluss eines wichtigen Projekts. Sie sollten allerdings einen günstigen Zeitpunkt abpassen und der Chef sollte nicht gerade den Kopf mit tausend anderen Dingen voll haben. Sollte die Firma gerade Verluste machen oder Personal abbauen, ist der Zeitpunkt denkbar schlecht.

Auch für Alternativlösungen offen sein.

Ist wider Erwarten zum jetzigen Zeitpunkt keine Gehaltserhöhung drin, könnten Sie um andere Vergünstigungen oder Nebenleistungen verhandeln wie z.B. flexiblere Arbeitszeiten, Weiterbildungen, Fahrtkostenzuschüsse oder betriebliche Altersvorsorge. Und aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben. Vielleicht klappt es dann in ein paar Monaten mit einer Gehaltserhöhung. Wie jede Verhandlung will also auch die Gehaltsverhandlung gut vorbereitet und raffiniert angegangen sein. Wenn Sie sich Zeit nehmen und Ihren Wert für das Unternehmen klar machen, erhöhen Sie auch die Chance, dass Sie bekommen was Sie verdienen und sich nicht länger unterbezahlt fühlen.  Bildquelle: © Joachim Wendler – Fotolia.com

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