Servicetechniker kommen immer dann zum Einsatz, wenn es ein Problem mit großen oder kleinen Maschinen gibt. Sie sind die kompetenten Retter in der Not. Ihr Job ist abwechslungsreich und herausfordernd. Nicht selten sind sie dabei mehrere Tage unterwegs. Welche Vorteile dieser Beruf mit sich bringt, lesen Sie hier.

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Auch ohne roten Umhang steckt in jedem Servicetechniker wohl ein bisschen Superheld. Sie sind die kompetenten Retter in der Not. Egal, ob die Waschmaschine ausfällt, das Auto liegengeblieben ist oder die Gasturbine einen Defekt meldet. Ein Anruf genügt und Servicetechniker bringen das wieder in Ordnung. Ist die Not besonders groß, spielt es für sie keine Rolle, ob sie ihren Job um 3 Uhr nachts oder am Heilig Abend erledigen. Geholfen wird immer. In diesem Beruf sind geregelte Arbeitszeiten ohnehin eher die Ausnahme. Spätestens wenn sich der „Gerettete“ überglücklich und erleichtert für die Hilfe bedankt, umweht den Servicetechniker ein Hauch von Superman.

Idealer Beruf für Quereinsteiger

Und noch eine Gemeinsamkeit: Weder für die fiktiven Hollywood-Heroen noch den Servicetechniker gibt es eine dedizierte Ausbildung. „Servicetechniker“ ist eben kein anerkannter Ausbildungsberuf, sondern eine Tätigkeit und deshalb gerade für motivierte Quereinsteiger ideal. Der jeweilige Arbeitgeber stellt in der Regel sicher, dass sich seine Servicetechniker spezielles Knowhow durch Schulungen und fachliches Zusatztraining aneignen. Eine bestandene Gesellenprüfung im jeweiligen Fachgebiet ist dabei jedoch notwendige Basis.

Mit diesen Berufsausbildungen haben Servicetechniker gute Chancen

Im Anlagenbau erhöht ein Facharbeiterabschluss als Mechatroniker, Heizungsinstallateur oder Kälteanlagenbauer die Chancen, als Servicetechniker arbeiten zu können. Ein gewisses Maß an Reiselust ist dabei ebenfalls von Vorteil, denn meist werden die Fachkräfte auf mehrtägige Montageeinsätze geschickt, mitunter auch ins Ausland. Wer speziell als Servicetechniker im Windanlagenbau arbeiten möchte, sollte nicht nur schwindelfrei sein, sondern auch eine abgeschlossene Ausbildung in einem elektrotechnischen oder mechanischen Beruf vorweisen können.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung zum Fachinformatiker oder Systemelektroniker kann man als Servicetechniker im IT-Bereich vielen Mitmenschen den Arbeitstag retten und sie zudem kompetent beraten. Mit einer Ausbildung in Medizintechnik hingegen kommen Servicetechniker in Kliniken zum Einsatz, ohne dass der Betrieb dort beeinträchtigt werden darf. Sie sollten in jedem Fall ein Faible für Sauberkeit haben, denn das Einhalten spezieller Hygienevorschriften bei den Arbeiten an Präzisionsinstrumenten ist dabei unerlässlich.

Einheitliche Weiterbildung für den Kfz-Servicetechniker

Nur der Kfz-Servicetechniker kann sich über eine bundesweit einheitlich geregelte Weiterbildung für diesen speziellen Beruf im Kraftfahrzeuggewerbe qualifizieren. Voraussetzung ist die abgeschlossene Ausbildung zum Mechatroniker. Die Höherqualifizierung zum geprüften Kfz-Servicetechniker erfolgt dann berufsbegleitend und ist sehr gefragt. Handwerkskammern und die Automobilhersteller bieten entsprechende Fortbildungskurse an. Wer die Fortbildungsprüfung vor der Handwerkskammer besteht, dem wird sie als Teil eins einer angestrebten Meisterprüfung angerechnet.

Führerschein und dickes Fell

Ein wichtiges Utensil, das jeder Servicetechniker mit sich führen sollte, ist eine gültige Fahrerlaubnis. Denn in den meisten Fällen arbeiten sie im Außendienst, direkt beim Kunden. Das viele Reisen geht manchmal zu Lasten der Freizeit, bringt aber zum Beispiel durch Montagezulagen oder die Bezahlung von Überstunden auch finanzielle Vorteile mit sich. Servicetechniker sollten kontaktfreudig, kommunikativ und verständnisvoll auftreten. Sie lernen in ihrem Job immer wieder neue Menschen kennen, deren Stresspegel aufgrund der vorhandenen technischen Probleme höher als normal ist. Ungehaltene Reaktionen sollte man also wegstecken können. Sobald das Problem gelöst ist, sind auch die Kunden wieder entspannt und in der Regel dankbar.

So viel verdient ein Servicetechniker

Laut der Vergleichsplattform gehalt.de verdienen Servicetechniker im Außendienst im Durchschnitt zwischen 2.600 Euro und 4.200 Euro brutto monatlich, plus geldwerter Vorteile zum Beispiel in Form eines Dienstwagens. Wie auch in anderen Berufen variiert das Einkommen je nach Branche, Bundesland und Größe des Unternehmens in der/dem der Servicetechniker angestellt ist. Außerdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen Facharbeiterabschluss mit einem Meistertitel aufzuwerten. Das verbessert nicht nur die Berufschancen, sondern natürlich auch das Gehalt.

Super Perspektiven für Superhelden

Über mangelnden Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt können sich Servicetechniker nicht beklagen. Spezialisten für Wartung, Instandhaltung, Optimierung und Betriebsanalytik werden mit zunehmender Digitalisierung und Technisierung überall dringend gebraucht. Als servicetechnischer Superheld findet man deshalb Stellenangebote in fast jeder Wirtschaftsbranche, vor allem in der Automobilindustrie, der Medizintechnik, im Maschinen- und Anlagenbau, in der IT-Branche, bei Festnetz und Mobilfunkanbietern aber auch in Unternehmen für erneuerbare Energien und in Kraftwerken.

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Quellen:

http://www.gehalt.de/

https://www.karrieresprung.de/jobprofil/Servicetechniker#about

http://www.kischuni.de/beruf/servicetechniker/

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