Selbstvermarktung

Das Studium mit Bestnoten abgeschlossen, im Ausland gewesen und sich ständig weitergebildet – trotzdem geht’s auf der Karriereleiter nicht voran? Weiter kommt, wer sich gezielt in Szene setzt und seine Stärken kennt. Die besten Sportler der Welt treten in diesen Tagen bei Olympia an. Um in Peking dabei sein zu können, mussten sie lange kämpfen – mit sich selbst und gegen die Konkurrenz. Nicht anders sieht es im Berufsleben aus. Nur wer an sich und gleichzeitig ans Team und die Firma denkt, kommt weiter. Das Zauberwort hierbei heißt: Selbstvermarktung. „Arbeitnehmer müssen zunehmend Verkäuferqualitäten mitbringen“ sagt Susanne Westphal, Trendforscherin am Zukunftsinstitut in Kelkheim. Da die Teams im Job ständig neu zusammengewürfelt werden, muss man sich jeden Tag aufs Neue verkaufen. Hier ein paar Tipps für die Selbstvermarktungs-Kampagne.

Seien Sie auch mal Egoist

„Everybody’s Darling ist am Ende Everybody’s Depp“ heißt es. Wer nach oben will, muss auch mal nur an sich selbst denken. Egoist zu sein heißt, zu wissen was man will und sich entsprechend zu präsentieren. Werden Sie in Ihrer Firma zur Marke, indem Sie positiv auffallen. Sagen Sie, was Sie denken und stehen Sie dazu. Auch wenn Sie hier nicht immer mit Ihrem Chef einer Meinung sind. Im Optimalfall denkt er bei der nächsten Beförderung an Sie. Doch vergessen Sie dabei nicht Ihre Teamfähigkeit. Wer auch anderen mal den Erfolg gönnt, fällt ebenso positiv auf.

Gehen Sie organisiert vor

Wer täglich etwas auf sein persönliches Überstunden-Konto einzahlt,  hat beim Chef einen Stein im Brett? Falsch. Ihr Chef wird es viel mehr schätzen, wenn Sie alle Ihre Aufgaben innerhalb eines normalen Arbeitstages erledigen. Das zeigt, dass Sie sich selbst und Ihre Arbeit gut organisieren können. Man wird Ihnen dann auch mehr Verantwortung übertragen und komplexere Aufgaben zutrauen. Auch ein ausgeglichenes Privatleben der Mitarbeiter wird für Unternehmen immer wichtiger. Wer nur für den Job lebt, ist schnell ausgepowert und schafft es nicht, die nächste Karrierestufe zu erreichen. Ein gutes Zeitmanagement ist also ein entscheidender Faktor bei der erfolgreichen Selbstvermarktung.

Tragen Sie nicht zu dick auf

Werden Sie sich bewusst, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen. Schreiben Sie auf, worin Sie gut sind und wo Sie noch besser sein könnten. Bauen Sie dann Ihre Stärken konsequent aus und arbeiten Sie an Ihren Schwächen. So steigern Sie Ihr Selbstbewusstsein. Entwickeln Sie darüber hinaus ein Qualitätsmanagement in eigener Sache. Fragen Sie Vorgesetzte und Kollegen beispielsweise nach dem Abschluss eines Projekts und fordern Sie ein ehrliches Feedback ein, was Ihre Leistungen betrifft. Bei allem was Sie an Selbstvermarktung für sich tun, tragen Sie nicht zu dick auf, denn Angeber haben meist das Nachsehen. Es gilt die Devise: Selbstbewusstsein ist gut, Arroganz schadet nur. Bildquelle: © Svemir -iStockphoto.com

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