Den Einstellungstest erfolgreich meistern

Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein

Wichtig ist, dass Sie von Anfang an Selbstbewusstsein ausstrahlen. Aber nicht, indem Sie mit lässigem Gewinnerlächeln, Hände in den Hosentaschen und Kaugummi kauend am Empfangstresen lehnen! Achten Sie auf eine aufrechte Haltung und auf eine freundliche Mimik. Gehen Sie bei der Begrüßung dynamisch auf Ihren Gesprächspartner zu, aber rennen Sie ihn nicht um. Wer zaghafte Schritte macht und dann an der Türschwelle unsicher stehen bleibt, wirkt eher wie ein Kind, das im Supermarkt verloren ging. Und jetzt ganz wichtig: Der Händedruck! Bitte legen Sie Ihrem Gegenüber kein totes Frettchen in die Hand! Es heißt ja schließlich HändeDRUCK, Sie dürfen also zudrücken – unterhalb der Schmerzgrenze, versteht sich. Achten Sie auch darauf, dass Sie dabei ungefähr eine Armlänge Abstand halten, damit sich Ihr Gesprächspartner nicht unwohl fühlt. Stellen Sie sich ruhig und deutlich mir Ihrem vollständigen Namen vor. Sie dürfen sich setzen, wenn Sie dazu aufgefordert werden oder der „Gastgeber“ sich setzt. Sitzen Sie gerade, leicht nach vorn gebeugt und legen Sie die Hände übereinandergeschlagen auf den Tisch oder die Oberschenkel.

Körpersprache –  Die richtigen Signale senden

Auch während des Gespräches sollten Sie sich nicht nur auf Ihre mündlichen Antworten konzentrieren, sondern auch auf Ihre Körpersprache. Oft teilt diese dem Personaler nämlich etwas anderes mit. Etwa wenn Sie mit ineinandergeschlungenen Fingern und dem Blick auf den Fußboden behaupten, auch vor großen Gruppen selbstsicher auftreten zu können. In dem Fall wirken Sie nicht authentisch und der Personaler wird den Wahrheitsgehalt Ihrer Antwort anzweifeln. Deshalb haben wir ein paar Tipps, wie Sie auch mit Ihrer Körpersprache die richtigen Signale aussenden:

Mimik

Lassen Sie den Blick nicht wahllos durch den Raum schweifen. Das zeugt von Unsicherheit oder Desinteresse. Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gesprächspartner, aber starren Sie ihn nicht an. Halten Sie Ihre Gesichtsmuskulatur unter Kontrolle und vermeiden Sie Stirnrunzeln und hochgezogene Augenbrauen. Ein freundliches Lächeln hingegen macht sympathisch.

Haltung

Sitzen Sie gerade und leicht nach vorne gebeugt. Das vermittelt Offenheit, Interesse und Engagement. Entwickelt sich die Gesprächsatmosphäre auf angenehme und entspannte Weise, können Sie den Oberkörper später auch zurücklehnen. Aber Vorsicht: Nicht in den Stuhl fläzen.

Arme

Wenn Sie bei der Begrüßung und im Stand die Arme leicht anwinkeln, vermeiden Sie eine unangenehme Distanz zu Ihrem Gesprächspartner. Verschränken Sie die Arme vor der Brust, signalisieren Sie Ihrem Gegenüber „Abwehr“. Besser ist es, im Sitzen die Arme locker auf den Tisch oder die Oberschenkel zu legen.

Hände

Mit ruhigen und wohldosierten Gesten können Sie das Gesagte wirkungsvoll unterstreichen. Ständige Bewegungen mit den Händen oder gar wildes Herumfuchteln verbreiten Hektik und sind nicht ratsam. Vermeiden Sie unbedingt, mit ausgestrecktem Finger auf eine andere Person zu zeigen. Das ist eine klare Drohgebärde. Ihre Hände haben auch nichts in Ihrem Gesicht zu suchen, denn das sind klare Stressgesten.

Beine und Füße

Am besten, Sie stellen Ihre Füße gerade nebeneinander. Männer sollten sich nicht breitbeinig hinhocken, das wirkt prollig. Wenn Frauen die Beine übereinanderschlagen wollen, dann bitte nicht so, dass ihr Fuß auf dem Knie liegt. Achten Sie auch darauf, die Beine so zu überschlagen, dass Sie sich nicht mit dem Körper von Ihrem Gesprächspartner abwenden. Sitzt dieser also rechts von Ihnen, können Sie das linke über das rechte Bein schlagen. Eine angezogene Fußspitze bedeutet ebenfalls „Abwehr“. Und halten Sie Ihre Füße unbedingt ruhig.

Der letzte Eindruck

Egal wie gut oder schlecht das Gespräch Ihrem Empfinden nach verlaufen ist, widerstehen Sie dem Drang, den Raum fluchtartig zu verlassen. Geben Sie stattdessen jedem Anwesenden die Hand und bedanken Sie sich noch einmal abschließend für die Einladung. Dann hinterlassen Sie in jedem Fall einen guten letzten Eindruck. Und der haftet ja bekanntlich länger im Gedächtnis als der erste.

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