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Arbeitnehmer fordern mehr Flexibilität bei der Arbeitsplatzgestaltung. Und Arbeitgeber gewähren Sie, wollen sie im Wettbewerb um neue Talente nicht das Nachsehen haben. Besonders das Arbeiten im Home Office ist bei Arbeitnehmern beliebt, weil es mehr Zeit für die Familie schafft und ein konzentriertes, ungestörtes Arbeiten erlaubt. Aber auch im Home Office lauern Gefahren für die Arbeitsmoral… Glaubt man dem CRF Institute sind deutsche Unternehmen Vorreiter in Sachen „Home Office“. 87 Prozent der vom Research-Unternehmen befragten Firmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, zeitweise von Zuhause aus zu arbeiten. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit in der absoluten Spitzengruppe – der europäische Durchschnittswert liegt bei 68 Prozent. Der aktuelle Cisco Connected World Report, eine Online-Befragung von rund 2.600 IT-Entscheidern und Unternehmensmitarbeitern in 13 Ländern, offenbart jedoch, dass gerade in Deutschland die Angst um die Sicherheit der Unternehmensdaten den Arbeitgebern Bauchschmerzen bereitet. Nur 23 Prozent der Mitarbeiter können aus den eigenen vier Wänden auf das Firmennetzwerk zugreifen. Hier besteht Nachholbedarf. Denn die Flexibilität in der Arbeitsgestaltung wird künftig noch stärker von qualifizierten Bewerbern eingefordert werden.

Arbeiten zu Hause: Effektiv und familienfreundlich

Diese versprechen sich vom Arbeiten am heimischen Schreibtisch vor allem, den Spagat zwischen Job und Familie geschmeidiger zu turnen. Man kann zum Beispiel morgens die Kinder in den Kindergarten oder zur Schule bringen, mittags die Heizung warten lassen und abends pünktlich den Grill anwerfen. Doch nicht nur das: In den Stunden ohne Kollegen, Meetings und Dauerbürobeschallung können „Homeworker“ effektiver und konzentrierter arbeiten. Und die Zeit, die sie sich durch den erheblich kürzeren Arbeitsweg vom Bad an den Computer sparen, können sie nutzen, um auf Balkon und Terrasse die Akkus aufzuladen. Die Annahme, dass hundertprozentige Leistung nur durch hundertprozentige Anwesenheit gebracht werden kann, ist längst überholt und so planen immer mehr Arbeitnehmer ab und zu einen Home-Office-Tag.

Gemeinsam einsam: Coworking Spaces

Trotzdem hat das Arbeiten im Privatbüro auch seine Tücken. Nicht ohne Grund sprießen in deutschen Großstädten sogenannte „Coworking Spaces“ wie Pilze aus dem Boden – ein Trend, der wie viele andere zuvor, über den großen Teich nach Europa schwappte. Vor allem Freiberufler und Selbständige haben festegestellt, dass bei allen Vorzügen hinsichtlich Flexibilität und Selbstbestimmung das Arbeiten im Home Office vor allem eines macht –  einsam. In Coworking Spaces kann man sich deshalb stunden-, tages- oder monatsweise einen Schreibtisch in einem Großraumbüro mieten und die Kollegen gleich mit dazu. Das zahlt sich aus. Vor allem bei kreativen Aufgaben hilft es, mit Kollegen zu sprechen und andere Meinungen zu hören. Da ist das Schwätzchen in der Cafeteria Gold wert, um neue Ideen oder Denkanstöße zu sammeln. Angestellte, die nur ab und zu einen Tag zu Hause arbeiten wollen, laufen natürlich nicht Gefahr zu vereinsamen. Wer aber einen Home-Office-Tag plant, sollte sich vorher genau überlegen, welche Arbeiten er an diesem Tag erledigen will. Dinge, die Ruhe und Konzentration erfordern, sind in der Regel bestens dafür geeignet.

Haustier mit schlechtem Einfluss

Und dann gibt es da noch diese heimtückische Kreatur, die einem hinterrücks im sonnigen Liegestuhl auflauert: den innere Schweinehund. Wer im Home Office arbeitet, muss absolut diszipliniert sein, sonst merken Kollegen und Vorgesetzte schnell, dass die Vertriebspräsentation oder der Quartalsbericht zur Never-Ending-Story gerät und die Mittagspausen zeitlich die Jahreshauptversammlung toppen. Um gar nicht erst in den Verdacht zu kommen, den Begriff „Home-Office“ als Synonym für „heimlich Urlaub“ zu missbrauchen, haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt, die Ihre Produktivität in den eigenen vier Wänden ankurbeln:
  1. Richten Sie sich ein Arbeitszimmer ein mit einer Tür, die Sie schließen können. So werden Sie nicht so schnell durch private Dinge abgelenkt und signalisieren dem Rest der Familie, dass Sie arbeiten.
  2. Machen Sie sich zurecht, als würden Sie zur Arbeit gehen. Es müssen ja nicht Anzug und Krawatte oder die Pumps sein. Wer sich aber im Pyjama und mit dem Laptop auf den Knien auf die Couch lümmelt, wird kaum etwas Professionelles zu Wege bringen.
  3. Setzen Sie sich Ziele für den Tag. So strukturieren Sie Ihre Arbeit und verlieren sich nicht in unproduktiven „Und-was-mach-ich-jetzt“-Grübeleien.
  4. Stellen Sie sich einen Wecker, wenn Sie Gefahr laufen, zu oft eine Pause zu machen, etwa um die Waschmaschine auszuräumen, die Post zu lesen oder den 5. Cappuccino in zwei Stunden zu trinken. In die Pause geht es dann ganz schulmäßig erst, wenn der Wecker klingelt.
  5. Seien Sie stets erreichbar. Telefonisch sowieso und wenn nicht pausenlos über den Laptop, dann eben über das Smartphone oder den Blackberry: Push-E-Mail und drahtlose Synchronisationsmöglichkeiten sorgen dafür, dass alles Wichtige ohne Zeitverzögerung bei Ihnen ankommt. Über Videokonferenzen oder VoIP-Schaltungen können Sie sogar in Meetings mit Ihrer virtuellen Anwesenheit glänzen. Falls Sie in Ihrem Home-Office keinen Handy-Empfang haben, vergessen Sie nicht, Ihr Mobiltelefon auf das Festnetz umzustellen.
Bildquelle: © D.aniel – Fotolia.com]]>

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