Lebenslauf-Checkliste: So gelingt Ihr digitales Aushängeschild

Es lohnt sich, genügend Zeit und Überlegungen in die Gestaltung Ihres Lebenslaufs zu stecken. Nicht nur ist er das wichtigste Dokument ihrer Bewerbungsunterlagen, das Formulieren präziser Aussagen zu ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen ist auch eine gute Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche. Welche Informationen Ihr Lebenslauf beinhalten muss und was Sie bei der Gestaltung beachten sollten, erfahren Sie in unserer Checkliste.

Klassisch, tabellarisch, unpraktisch

Der Lebenslauf, unendliche Weiten – zumindest wenn man schon ein paar Jahre Berufserfahrung vorzuweisen hat und sich zwecks deren Auflistung streng an das freudlos-tabellarische Layout der klassischen Bewerbungsmappe hält. Sollen dazu womöglich noch Aus- und Weiterbildungen, berufliche Auszeichnungen, Referenzen, Angaben zur Person sowie Hobbies und ehrenamtliche Tätigkeiten das individuelle Bild abrunden, sprengt das Dokument jeden von Personalern tolerierten Rahmen. Eine knifflige Sache also, für die es unbedingt eine Lösung braucht. Schließlich ist der Lebenslauf nicht irgendein Bewerbungsdokument. Es ist DAS Dokument!

Lebenslauf ist das zentrale Bewerbungsdokument

Im Zeitalter der Online-Bewerbung, in dem „schnell mal was rübergeschickt“, hochgeladen oder weitergeleitet wird, ist der Lebenslauf die digitale Essenz des Kandidaten. Also solche muss er natürlich

  • ein umfassendes Bild des Bewerbers liefern – beruflich wie persönlich;
  • den Mehrwert zeigen, den sich das Unternehmen von dem Kandidaten versprechen darf;
  • sich von allen anderen Lebensläufen abheben, einmalig sein (der Kandidat ist es ja auch);
  • alle Informationen komprimiert und übersichtlich anbieten;
  • die eigene Persönlichkeit auch optisch wiederspiegeln (oder kurz gesagt: gut ausschauen).

Gute Vorbereitung auf Bewerbungsgespräch

Leichter gesagt, als getan, meinen Sie? Da geben wir Ihnen Recht. In einen guten Lebenslauf sollten Sie ausreichend Zeit und viele, viele Überlegungen investieren. Da darf, nein da muss ausprobiert, verworfen, neu gedacht und gefeilt werden, solange bis Sie selbst mit Stolz sagen: „Das bin ich!“ Diesen Prozess kann Ihnen keine der Millionen Internetvorlagen ersparen. Das hat durchaus seine Vorteile. Denn je intensiver Sie sich mit sich selbst und Ihrem individuellen Angebot, dass Sie einem potenziellen Arbeitgeber unterbreiten können, beschäftigen, umso klarer können Sie später auch in Interviews argumentieren. Natürlich lassen wir Sie nicht gänzlich ohne Hilfestellung mit dem Projekt „Lebenslauf“ allein. Unsere Checkliste und einige clevere Tipps helfen Ihnen dabei, das optimale Dokument zu erstellen.

Checkliste – Folgende Informationen sollte Ihr Lebenslauf beinhalten

  • Beruflicher Werdegang: Ihre für die Stelle relevante Berufserfahrung ist die wichtigste Information in Ihrem Lebenslauf. Berufserfahrene listen die beruflichen Stationen rückwärts chronologisch auf, beginnend mit der aktuellen Position. Wichtig: Keine Floskeln sondern konkrete und relevante Tätigkeiten mit aktiven Worten beschreiben.
  • Persönliche Angaben: Alter, Geschlecht, Familienstand etc. müssen nach den Regeln der allgemeinen Gleichstellung nicht angegeben werden, verleihen dem Lebenslauf aber mehr Individualität und Persönlichkeit. Ihre Entscheidung!
  • Soft Skills: In den klassisch tabellarischen Lebensläufen wurden persönliche Attribute wie Teamgeist, Führungskompetenz oder Kreativität nur am Rande erwähnt oder dienten gar als Lückenfüller. Heute sind Soft Skills jedoch ein wichtiges Entscheidungskriterium und sollten im Lebenslauf daher entsprechend dargestellt werden.
  • Aus- und Weiterbildung: Je mehr Berufserfahrung ein Bewerber hat, umso weniger Platz sollten Ausbildungsinhalte im Lebenslauf einnehmen. Berufsausbildung und/oder abgeschlossenes Studium sind aber Pflichtangaben. Auch Weiterbildungen sollten Sie nicht unterschlagen, sofern diese für die Stelle relevant sind.
  • Referenzen: Gerade bei der Bewerbung auf eine Führungsposition sind gute Referenzgeber (nicht mehr als vier!) die „Wingmen“ des Bewerbers und können ihm wertvolle Pluspunkte einbringen. Sie sollten aber gut gewählt, vorab informiert und mit ihrer Rolle einverstanden sein.
  • Kontakt: Gehen Sie davon aus, dass Ihr Lebenslauf unabhängig von anderen Bewerbungsdokumenten weitergeleitet, geteilt oder ausgedruckt wird. Er sollte deshalb die wichtigsten Kontaktinformationen wie Telefonnummer und Email-Adresse beinhalten. Wer über seine Profile auf Business-Plattformen wie LinkedIn oder Xing weitere Informationen bereitstellen will, gibt auch die entsprechenden Social-Media-Kontakte an.
  • Add-Ons: Auszeichnungen, besondere Interessen, Hobbies oder Ehrenämter machen Ihren Lebenslauf gegebenenfalls interessanter, weil sie Rückschlüsse auf Ihre Persönlichkeit zulassen. Sie sind aber nicht kriegsentscheidend und sollten lediglich erwähnt werden, wenn besagte Rückschlüsse für Ihre Bewerbung von Vorteil sind.

Machen Sie aus Ihrem Lebenslauf kein Wimmelbild

Die große Kunst ist es, eine Unmenge an Informationen übersichtlich auf möglichst wenig Platz – im Idealfall auf zwei DIN-A4-Seiten – unterzubringen. Hier kommt das Layout ins Spiel: Mit einfachen grafischen Elementen wie farblich abgesetzten Textkästen, Überschriften und simplen Icons helfen Sie dem Personaler, sich in Ihrem Lebenslauf zurechtzufinden und lenken seinen Blick auf wichtige Schlagworte und Inhalte. Aber Vorsicht: Ihr Lebenslauf sollte am Ende nicht aussehen wie ein Wimmelbild für Grafik-Designer. Setzen Sie Farbe und Form sparsam ein und wiederholen Sie grafische Elemente. Das sorgt für mehr Ruhe. Anregungen können Sie sich im Internet holen, das Layout sollte aber Ihr individuelles Werk sein. Denn die wenigsten Vorlagen passen auf die eigenen Inhalte. Außerdem wollen Sie keine Kopie, sondern ein Unikat.

Mit Baukastenprinzip individuell an Stellenprofil anpassen

Betrachten Sie Ihren Lebenslauf nicht als unveränderliches Dokument, sondern vielmehr als modularen Setzbaukasten, den Sie je nach Stellenprofil verändern und anpassen können. Indem Sie Schwerpunkte in der Berufserfahrung neu setzen oder die Reihenfolge ihrer persönlichen Kompetenzen verändern, Schlagworte aus der jeweiligen Stellenanzeige aufgreifen, mit kräftigeren oder dezenteren Farben sich Unternehmen und Branche anpassen, können Sie Ihren Lebenslauf mit jeder Bewerbung optimal auf den Arbeitgeber ausrichten, um Ihre Passgenauigkeit für die gewünschte Stelle weiter zu erhöhen.

Bildquelle: © GaudiLab

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