Vorstellungsgespräche können sehr aufreibend sein – das ist kein Geheimnis. Jedoch machen sich viele Bewerber die größten Sorgen darum, was sie sagen werden, zerstören das Gesagte dann aber mit ihrer Körpersprache.

Selbst wenn Sie nichts sagen, vermitteln Sie Ihrem Gegenüber einen Eindruck. Daher sollten Sie darauf achten, sowohl verbal also auch nonverbal einen professionellen Eindruck zu hinterlassen.

Der erste Eindruck

So manch ein Personaler behauptet, er kann den Stellenanwärter bereits innerhalb von 30 Sekunden beurteilen. Der erste Eindruck wird sicherlich zu einem großen Teil von Ihrem äußerlichen Erscheinungsbild beeinflusst, aber auch von Ihrer Körpersprache. Laufen Sie also nicht herein, während Sie sich noch Ihre Strumpfhose hochziehen oder die Krawatte zurechtrücken. Wenn Sie sitzen, während der Personalleiter hereinkommt, stehen Sie auf für den Handschlag. Warten Sie, bis der Gesprächsleiter Ihnen die Hand reicht, und geben Sie dann einen seltbstbewussten Händedruck und halten Sie Augenkontakt während der Begrüßung.

Während des Gesprächs

Wenn Sie in Ihrem Stuhl hin und herschaukeln, mit dem Fuß wippen, mit den Fingern trippeln oder sich irgendwo kratzen, werden Sie den Eindruck hinterlassen, dass Sie sich auch als Mitarbeiter schlecht auf eine Sache konzentrieren können, nicht mal für ein paar Minuten.

Das sollten Sie besser lassen:

Den Hinterkopf oder Nacken reiben.
Selbst wenn Sie wirklich nur verspannt sind, sollten Sie diese Geste vermeiden, denn sie vermittelt pures Desinteresse.

Sich an die Nase fassen.
Das könnte bedeuten, dass Sie nicht ganz ehrlich sind, und es ist dazu einfach kein schöner Anblick.

Mit verschränkten Armen da sitzen.
Diese typische Abwehrhaltung deutet an, dass Sie nicht offen sind für Ihr Gegenüber und lässt sie unfreundlich erscheinen.

Ein Bein über das andere schlagen und mit dem Fuß wackeln.
Das lenkt ab und zeigt, dass Sie sich nicht wohl fühlen.

Mit dem Oberkörper Richtung Tür lehnen.
So erwecken Sie den Eindruck, jeden Moment die Flucht ergreifen zu wollen.

Sich in den Stuhl lümmeln.
Damit wirken Sie desinteressiert und gelangweilt.

Mit leerem Blick zurückstarren.
Diesen Blick nimmt man normalerweise an, wenn man sich distanzieren will.

Das hingegen sollten Sie tun:

Sich aufrecht an den Stuhl lehnen und den Oberkörper leicht nach vorne lehnen.

In dieser Haltung strahlen Sie Interesse an dem Gespräch aus. Zudem zeigen Sie Zustimmung und Bewunderung, wenn Sie Ihren Körper in die Richtung des Gesprächsleiters neigen.

Begeisterung zeigen, indem Sie einen interessierten Ausdruck bewahren.
Nicken Sie und machen Sie positive Gesten, allerdings in Maßen, denn sonst sehen Sie noch aus wie ein Wackeldackel.

Sparsam mit Parfum und Aftershave umgehen.
Aufdringliche Düfte können Unwohlsein, Übelkeit oder sogar allergische Reaktionen auslösen. Wenn Sie als Kandidat bei dem Leiter des Vorstellungsgesprächs Kopfschmerzen verursachen, tun Sie sich sicher keinen Gefallen.

Wenn Sie mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen, schauen Sie abwechselnd vom einen zum anderen
(ohne dabei auszusehen wie ein Zuschauer eines Tennisspiels) und bleiben Sie dann mit Ihrer Aufmerksamkeit bei der Person, die Ihnen eine Frage gestellt hat.

Wenn eine Unterbrechung seitens des Gesprächsleiters vorkommt, starren Sie ihn nicht an
während er Geschäftliches erledigt, sondern zeigen Sie, dass Sie bereit sind, den Raum zu verlassen, bis das Gespräch weitergeht.

 


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