Die wichtigsten Karrieretrends für 2012

„Eine klare, eine realisierbare Idee – ein Ziel“

Das ist also der Grundstein jeder Karriere: Sie müssen ein Ziel vor Augen haben und die Vorstellung, wie Sie es erreichen können. Das motiviert und treibt an. Vor allem wenn Sie Zwischenetappen nach und nach erfolgreich abhaken können. Ihre Karriereziele definieren Sie allein – und dafür sollten Sie sich Zeit nehmen. Was ist Ihnen wirklich wichtig? In einem ganz bestimmten Unternehmen zu arbeiten? Der eigene Chef zu sein? Ein Job mit sozialem oder ökologischem Engagement? Ein anspruchsvoller Arbeitsplatz, der aber genügend Freiräume für Familie und Hobbies lässt? Oder haben Sie vielleicht eine klare Gehaltsvorstellung, die Sie realisieren wollen? Hauptsache ist, Sie können sich jederzeit mit Ihrem Karriereziel identifizieren. Das heißt nicht, dass sich Ihre Ziele nicht verändern dürfen. Das ist in unserer schnelllebigen Zeit ohnehin kaum möglich. Deshalb ist es wichtig, sich immer wieder zu hinterfragen, um die eigene Karrierestrategie gegebenenfalls anzupassen.

„Versehe Dich mit den Mitteln“

Ist das große Ziel gesteckt, kann man Berufe ausloten, die den Ansprüchen gerecht werden. Damit klärt sich dann auch, welches Wissen und welche Fähigkeiten Sie sich aneignen müssen, um Ihren Zielen näher zu kommen. Die Karriere beginnt also bereits mit der Ausbildung. Auch Praktika und Auslandsaufenthalte sind wichtig, um die Weichen zu stellen – je nachdem ob Sie in einem mittelständischen Unternehmen oder in einem Großkonzern arbeiten wollen. Wenn Sie eine Managementkarriere anstreben, gibt es in der Regel kein falsches Studium, allerdings sollten Sie sich bereits zum Studienbeginn darüber im Klaren sein, wie Ihr späterer Berufseinstieg aussehen soll und ob Sie etwa ein Studium der Geisteswissenschaften nicht später mit einem MBA abrunden wollen. Der Berufseinstieg ist für Ihre Karriere von besonderer Bedeutung, denn bei Ihrem ersten Arbeitgeber erhalten Sie in der Regel das Rüstzeug für Ihre Karriere. Deshalb ist es wichtig, ein Unternehmen zu wählen, indem Sie weiter gefördert und qualifiziert werden. Bereits im Einstellungsgespräch sollten Sie gezielt nach Förderprogrammen, Mentorenkonzepten und Weiterbildungsmöglichkeiten fragen. Neben fachlichen Kompetenzen erlernen Sie bei Ihrem ersten Arbeitgeber vor allem auch die Finesse im Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten. Das Netzwerk, das Sie von Beginn an aufbauen und pflegen sollten, ist ein wichtiges Mittel Ihrer Karriere und nicht zu unterschätzen.

„Setze alle Deine Mittel im Hinblick auf das zu erreichende Ziel ein“

Spätestens wenn Sie merken, dass nur ein Jobwechsel Sie auf der Karriereleiter voranbringt, kann sich das Networking auszahlen. In der Regel wechseln Berufseinsteiger nach drei bis fünf Jahren zum ersten Mal den Arbeitgeber. Der zweite Job sollte grundsätzlich eine Weiterentwicklung darstellen, also mehr Verantwortung oder neue fachliche Expertisen mit sich bringen. Das können erste Führungserfahrungen oder ein Wechsel ins Ausland sein. Wichtig ist, mit regelmäßigen Feedbackgesprächen den Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen. Wer seine Ziele klar kommuniziert und konkrete Vorschläge zu ihrer Erreichung, zum Beispiel Weiterbildungen oder die Leitung eines bestimmten Projektes, unterbreitet, zeigt Engagement und Verantwortung. Natürlich müssen die persönlichen Ziele dabei auch dem Unternehmen dienen. Zu keinem Zeitpunkt Ihrer Karriere sollten Sie aufhören, nach neuem Wissen zu streben. Wenn Ihnen Ihr Job Spaß macht – und das ist entscheidend für Ihre Karriere – sind Sie ohnehin an allem interessiert, was mit ihm zusammenhängt. Ob in Fachzeitschriften, Experten-Blogs, auf Weiterbildungen oder Branchen-Treffs – füttern Sie Ihre grauen Zellen, spüren Sie Trends auf und bringen Sie neue Ideen ins Unternehmen. Vordenker und Innovatoren sitzen heute in den Chefsesseln großer deutscher Unternehmen. Ein entscheidendes Mittel, das hilft, die gesteckten Ziele zu erreichen, ist die PR in eigener Sache. Selbst die schönsten Erfolge begünstigen Ihre Karriere nicht, wenn keiner weiß, dass sie von Ihnen kommen. Viele Unternehmensberater halten daher falsche Bescheidenheit noch immer für einen der Top-10-Karrierekiller. Wer nichts sagt, muss damit leben, dass andere unverdient das Lob einstreichen, die Beförderung oder die Gehaltserhöhung. Um sicher zu gehen, dass die eigenen Verdienste auch Ihnen selbst zugeordnet werden, müssen Sie über Ihre Erfolge reden, aber nicht prahlen. Zeigen Sie Selbstbewusstsein und beweisen Sie Führungsbereitschaft und Geschäftsverantwortung – dann steht Ihrer Karriere nichts im Weg.

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