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Den Code entschlüsseln

Laut Deutschem Knigge-Rat unterscheidet man fünf Dresscodes: Business, Business Casual oder Smart Casual, Casual, Sport und Oh no! „Business“ bedeutet immer Anzug, langärmeliges Hemd und Krawatte bzw. Hosenanzug oder Kostüm – auch bei 40 Grad Hitze. Der am weitesten verbreitete Dresscode ist wohl der „Smart Casual“. Hier sind neben dem Anzug auch Kombinationen aus Hose und Jackett mit Hemd, Poloshirt oder Rolli erlaubt. Eine Krawatte wird nicht verlangt. Ist Casual angesagt – in vielen Unternehmen gibt es den Casual-Friday – darf es auch mal ein bisschen bunter sein. Die Jeans wird bürotauglich und auf Jacken oder Jacketts darf grundsätzlich verzichtet werden. Eher untypisch sind die Dresscodes „Sport“ für Sportbekleidung und „Oh no!“, bei dem Unmögliches möglich wird, wie zum Beispiel: kurze Hosen, offene Schuhe, Jeans und Krawatte, weißer Anzug und viel nackte Haut.

Basics in denen Sie immer eine gute Figur machen!

Trotz der branchen- und unternehmensspezifischen Unterschiede gibt es einige Klassiker, die in jeden karriereorientierten Kleiderschrank gehören. Die Basics für Männer sind ein gut sitzender Business-Anzug in gedecktem Farbton, ein helles Hemd und dazu passend Krawatte und Gürtel. Ein Mantel oder eine klassisch geschnittene Jacke, die nicht kürzer ist als das Jackett, und dunkle, hochwertige Schuhe runden das Outfit ab. Die Standards für Geschäftsfrauen sind Kostüm oder Hosenanzug, dazu elegante Bodys, T-Shirts oder schlichte Blusen. Dabei sollten die berufliche Tätigkeit und nicht die weiblichen Reize im Vordergrund stehen, wie der Deutsche Knigge Rat auf seiner Website betont. Die optimale Länge für Kleider und Röcke ist knieumspielend und nicht kürzer als eine Hand breit über dem Knie. Für Mann und Frau gilt generell: Entfernen Sie Markenaufnäher und Preisschilder, sie sind schließlich keine Litfasssäule. Gute Kleidung erkennen auch Ungeübte am hochwertigen Material und einem perfektem Sitz. Labels und Markennamen müssen dafür nicht zur Schau getragen werden. Achten Sie darauf, dass keine Aufhängeschlaufen sichtbar sind und tragen Sie die feinsten Schuhe, die Sie sich leisten können – immer top gepflegt.

Das geht gar nicht!

Auch wenn es keine allgemeingültigen Aussagen für DAS perfekte Outfit gibt, so lässt sich ein Worst-Case-Szenario jedoch vermeiden. Wir verraten Ihnen, worauf Sie unbedingt achten sollten.

Zehn Tipps für ein perfektes Outfit !

  • Beinfein: Frauen sollten immer Strümpfe oder Feinstrumpfhosen tragen – auch bei sommerlichen Temperaturen. Aber bitte ohne Laufmasche! Deshalb immer Ersatzstrümpfe einpacken.
  • Sportskanone: Schlimmer als nackte Beine bei den Damen sind nur Tennissocken bei den Herren. Auch Söckchen unter dem Hosenanzug sind nicht zu entschuldigen.
  • Blechschaden: Nasenringe oder Piercings sind nicht überall gern gesehen. Ebenso wilde Gehänge aus billigem Modeschmuck. Er beschränkt sich beim Schmuck lieber auf Ehering und passende Manschettenknöpfe sowie eine gute Uhr. Und auch für Sie gilt: Weniger ist mehr. Beschränken Sie sich daher auf ausgewählten, echten Schmuck.
  • Drunter und Drüber: Durchsichtige Stoffe wie Chiffon und dunkle Unterwäsche unter heller Kleidung sind tabu. Männer sollten unter dem Anzug keinen Wollpullover oder Pullunder tragen.
  • Einblicke: Tief ausgeschnittene Dekolletees und geschlitzte Röcke bei den Damen gehören nicht zu einem Business-Outfit. Das lenkt von Ihrem Gesicht ab und von dem, was sie sagen.
  • Comic-Helden: Im Film beeindrucken Superman & Co. mit Superkräften, auf Socken oder Krawatten sind sie allenfalls superpeinlich. Verzichten Sie auf auffällig bedruckte Krawatten oder gar Lederschlips und tragen Sie immer unifarbene Socken passend zu Anzug und Schuhen.
  • Kunstwerk: Als Geschäftsfrau verzichten Sie bitte auf lange Fingernägel in Signalfarben oder mit aufwendigen Fingernagel-Tatoos und ebenso auf grell gefärbte Haar und dekorativen Schnickschnack wie Schnallen oder Schleifen. Auch beim Makeup sollten Sie dezent bleiben. Eine der Toppeinlichkeiten schlechthin ist Lippenstift auf den Zähnen.
  • Gürtellinie: Männer sollten Hosen mit Gürtelschlaufen nie ohne Gürtel tragen und dieser darf auch gerne zu den Schuhen passen.
  • Ein sicheres Standing: Meiden Sie schwindelerregende Stilettos und offene Sandalen. Auch für Männer sind Flipflops, Sandalen oder Turnschuhe im Job tabu. Tragen Sie lieber bequeme Pumps, Stiefel(letten) oder Halbschuhe und vor allem tragen Sie immer, immer, immer geputzte Schuhe!

Hier finden Sie den ersten Teil unsere Serie.

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