05.02.2018 -

Sie haben Ihrem Chef kurz vor einem wichtigen Meeting Ihren Kaffee über das Hemd gekippt? Solange Sie sonst glänzen, ist das kein echter Karrierekiller. Es gibt jedoch Dinge, die sollten Sie vermeiden, wenn Ihnen Ihr beruflicher Aufstieg wichtig ist. Welche das sind und wie Sie es erst gar nicht so weit kommen lassen, sagen wir Ihnen hier.

Nobody is perfect. Gewisse Fehler passieren einfach und wenn es nicht die allerschlimmsten sind, machen sie den Vorzeige-Kollegen mit Bestnoten doch ein Stückchen menschlicher. Es gibt jedoch Fehler mit denen schaufeln Sie sich garantiert das Job-Grab. Der Bund Deutscher Unternehmensberater (BDU) hat solche Karriere-Killer in einer Befragung von 500 führenden Unternehmensberatern ermittelt. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Karriere-Bomben entschärfen.

Karrierekiller Nr. 1: Ziellosigkeit

Ihnen ist bisher immer alles irgendwie zugefallen und eigentlich wissen Sie gar nicht so richtig wo Sie denn mal hinwollen? Gefährlich. Treffen Sie konsequente Entscheidungen, die auch mal weh tun dürfen, und trödeln Sie nicht durchs Jobleben. Ebenfalls wichtig: Machen Sie nicht alles mit. Wenn Ihnen Ihr Privatleben ebenfalls lieb ist, sollten Sie beim Job Prioritäten setzen. Sie können nicht auf allen Partys gleichzeitig tanzen. Legen Sie für sich fest: Was ist Ihnen privat, beruflich, gesundheitlich und finanziell wichtig.

Karrierekiller Nr. 2: Selbstüberschätzung

Was die anderen können, können Sie schon lange – und hundertmal besser noch dazu. Und überhaupt sind Sie der Allertollste. Wer das nicht sofort erkennt, für den haben Sie Lebenslauf und Zeugnisse griffbereit. Gerade Jobeinsteiger wollen vom ersten Tag an zeigen, dass der Chef mit ihnen die richtige Wahl getroffen hat. Ein gutes Maß an Selbstüberzeugung ist im Job durchaus förderlich. Gefährlich wird es jedoch, wenn Sie überheblich, besserwisserisch und lernresistent rüberkommen. Das geht schneller nach hinter los, als Ihnen lieb sein kann. Hier sollten Sie sich lieber erst einmal zurückhalten und nicht mit jedem Wissensbissen prahlen.

Karrierekiller Nr. 3: Netzwerke nicht nutzen

Sie haben über 100 Kontakte bei Facebook und Xing? Gut, aber nutzen Sie sie. Und Netzwerken macht nicht im Internet halt – es spielt sich vor allem außerhalb ab. Sie müssen erkennen, wie Ihre Firma tickt, wer aktuell mit wem an welchem Projekt arbeitet und wohin sich das Unternehmen entwickelt. Und noch wichtiger: Sie müssen diese Informationen nutzen (lernen). Wie weit Sie im Job kommen, entscheidet sich nur zu 10 Prozent durch Ihre Leistungen. 30 Prozent macht Ihr Bekanntheitsgrad aus und zu über 60 Prozent entscheidet sich Ihr Standpunkt auf der Karriereleiter anhand von Beziehungen. Viel Vitamin B hilft also entscheidend bei Ihrer Karriere. Aber Vorsicht: Wer sich den Chef zum besten Kneipen-Kumpel macht, hat schnell keine Kollegen mehr.

Karrierekiller Nr. 4: Job-Hopping

„Heute hier morgen dort.“ Singen können Sie das gerne, leben sollten Sie es beruflich allerdings nicht. Auch wenn viele und vielfältige Joberfahrungen gefragt sind, wer jedes Jahr einen neuen Arbeitgeber hat, braucht nicht nur viel Papier für den Lebenslauf, sondern bekommt auch irgendwann wegen seiner Sprunghaftigkeit echte Einstellungsprobleme. Auch hier gilt: Qualität von Quantität.

Karrierekiller Nr. 5: Undankbarkeit

Sie sind ein echter Einzelkämpfer und stehen nicht ständig mit den Kollegen an der Kaffeemaschine? Gut. Aber schauen Sie nicht nur nach vorne, sondern auch mal zurück. Der Kollege hat Ihnen bei einer wichtigen Präsentation aus der Patsche geholfen? Dann dürfen Sie auch mal Danke sagen. Sollten Sie sogar, denn Job ist ein ständiges Geben und Nehmen. Und der einzelne ist meistens nur so erfolgreich, wie das Team stark ist, das hinter ihm steht.

 


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