Der große Work-Life-Atlas: München, Köln, Düsseldorf oder Hamburg? Wo in Deutschland lässt es sich gut leben und arbeiten? Welche Metropolen bieten ein vielfältiges Arbeitsangebot und überzeugen durch Charme und Lebensqualität? Heute zeigen wir, wie es die Frankfurter schaffen, Weltstadtflair mit Gemütlichkeit zu vereinen.

 5 City Facts

  1. Mainhatten: In Frankfurt stehen 14 der 15 höchsten Gebäude in Deutschland 
  2. Rekordhoch: Der Commerzbank Tower ist mit 56 Stockwerken der längste Wolkenkratzer der Stadt und mit 259 Metern das höchste Gebäude Deutschlands.
  3. Ballonfahrt: Die erste bemannte Ballonfahrt Deutschlands startete 1785 in Frankfurt, weil die Bewohner der internationalen Messestadt schon früh von der Luftfahrt begeistert waren. 
  4. Royales Würstchen: In Amerika heißen  Hotdog-Würstchen auch „Frankfurter“. Vermutlich wurden früher zu besonderen Anlässen wie Krönungszeremonien Würstchen an die Bevölkerung verteilt. 
  5. Bananenpower: Der Frankfurt Marathon ist der älteste Stadtmarathon Deutschlands. Für die Verpflegung der mehr als 25.000 Starter liegen unter anderem 5,5 Tonnen Bananen bereit.

Frankfurt ist eine Metropole von internationaler Bedeutung und beschaulicher Gemütlichkeit. Hier prallen Welten aufeinander: Sushi und „Äbbelwoi“, Börse und Römerberg, Commerzbankturm und Kaiserdom, Frankfurt Airport neben Spessart und Taunus. Goethes Geburtsstadt bringt heute auf ihre ganz eigene reizvolle Art und Weise Gegensätzliches zusammen. Mit ihren beeindruckenden Bankentürmen, Hochhäusern und Glasfassaden ist Frankfurt die einzige Stadt in Deutschland, deren Silhouette den Begriff Skyline verdient. Etliche Etagen tiefer in „Mainhatten“ erfreut man sich an urigen Apfelweinkneipen, dörflich anmutenden Stadtteilen mit sanierten Fachwerkhäusern und idyllischen Flussauen. Zwischen Weltstadtflair und anheimelnder Gemütlichkeit liegen in Frankfurt am Main oft nur ein paar Schritte.

Frankfurt ist Pendlerhauptstadt

Frankfurt ist keine Millionenstadt, obwohl die Bevölkerung seit über zehn Jahre beständig wächst. Im Ranking der einwohnerstärksten Städte Deutschlands rangiert die Metropole am Main auf Platz fünf hinter Berlin, Hamburg, München und Köln. Doch montags bis freitags knackt sie jeden Morgen die Millionengrenze. Denn Frankfurt ist die Pendlerhauptstadt Deutschlands. In keiner anderen Großstadt ist der Anteil der Einpendler an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten so hoch wie hier. Fast zwei Drittel aller in Frankfurt Beschäftigten wohnen nicht in der Stadt. Der Boom auf dem Arbeitsmarkt ist der Grund für die hohe Pendlerdichte. Die Anzahl sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze hauptsächlich in der Finanzbranche, im Logistik- und Transportwesen, in der Chemieindustrie sowie in der Kommunikations- und Medienwirtschaft ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Zu den größten Arbeitgebern zählen der Flughafen, Lufthansa, Deutsche Bahn, Post, Deutsche Telekom, Allianz, Siemens, Deutsche Bank Commerzbank, Degussa und die Stadtwerke. 

Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware

Der hohe Pendleranteil ist aber auch der knappen Wohnraumsituation geschuldet. Mit 248 Quadratkilometern ist Frankfurt am Main eher ein globales Dorf als eine Großstadt. Zu Fuß dauert es keine halbe Stunde, um vom Ostend ins Westend zu gehen. Wohnungen sind Mangelware und demzufolge kostspielig. Die teuersten Pflaster sind neben der Innenstadt das Westend und das Bahnhofsviertel. Laut Magistrat habe aber die Entwicklung des Wohnstandorts Frankfurt und die Schaffung eines sozial ausgewogenen Wohnungsmarktes höchste Priorität bei der Stadtplanung. Auch wenn viele neue Bauvorhaben angestoßen und umgesetzt werden, ist ein Ende der angespannten Wohnraumsituation in Frankfurt derzeit nicht in Sicht.

Job and the City: Äbbelwoi & Sushi in Frankfurt am Main

Die Stadt mit dem grünen Gürtel

Das Wohnen in der City ist durchaus reizvoll. Frankfurt liegt mitten im Grünen, eingebettet in waldreiche Mittelgebirge. Taunus, Odenwald und Spessart sind in kürzester Zeit erreichbar. Außerdem schmückt sich Frankfurt mit dem größten Stadtwald der Republik. In den Nidda-Auen können Spaziergänger und Radfahrer fast das ganze Frankfurter Stadtgebiet ausschließlich im Grünen durchqueren. Sie sind Hauptbestandteil des “GrünGürtels”, der Frankfurt komplett umschließt und mit Grill- und Kinderspielplätzen besonders im Sommer ein Naherholungsgebiet mitten in der Stadt bietet. 

Das Ufer des Mains hingegen lockt mit Cocktailbars und Gartenrestaurants und einem der artenreichsten südländischen Gärten nördlich der Alpen. Im „Nizza“ wachsen Palmen, Bananen, Zypressen, Pinien und Korkeichen. Neben den Spaziergängern haben inzwischen auch Rollschuhfahrer, Skater und Fahrradfahrer das Mainufer entdeckt. Samstags sorgen Flohmarkthändler für bunten Trubel. Das Museumsufer zu beiden Seiten des Mains bildet mit seinen vielen Museen eine einzigartige Kulturmeile.

Hohe Kriminalität schadet dem Stadt-Image

Doch wer „Frankfurt“ hört, denkt nicht nur an Würstchen, Flughafen, Paulskirche und an die Börse. Seit Jahren schon vermittelt vor allem das Bahnhofsviertel ein Bild von Gewalt, Kriminalität und Drogenmissbrauch. Frankfurt zählt nach wie vor zu den Städten mit den meisten Straftaten in Deutschland. Doch man tut so einiges gegen dieses schlechte Image. Mit einer Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Stadtverwaltung, einer wegweisenden Drogenpolitik und Aktionen für mehr Zivilcourage soll die öffentliche Sicherheit nachhaltig verbessert werden.

Teure Hinterlassenschaften: Müll-Sünder zahlen Bußgeld

Und auch achtlosen Umweltsündern geht es in Frankfurt an den Kragen. Bis zu 180 Euro kostet Hundebesitzer ein nicht entferntes Häufchen auf städtischen Grünanlagen und Spielplätzen. Kleinabfälle wie Zigarettenkippen, Bonbonpapier oder Taschentücher werden mit einem Bußgeld von immerhin 30 Euro geahndet. Die „Stabsstelle Sauberes Frankfurt“ kümmert sich um wild abgelagerten Müll, schmutzige Ecken oder unansehnliche Graffitis und sensibilisiert Einheimische wie Touristen für ein achtsameres Verhalten – mit Erfolg. Frankfurt ist nicht nur kontinentales Finanzzentrum, europäischer Verkehrsknotenpunkt, multikulturelle Metropole und Geburtsstadt von Johann Wolfgang Goethe. Frankfurt ist auch eine saubere, grüne Stadt mit engagierten Einwohnern, die ihren eigenen Rhythmus zwischen Beschaulichkeit und Großstadtpuls gefunden haben.

   Quellen: www.arbeit-in.infowww.fr.dewww.fnp.dehttps://frankfurt.de  Bildquelle: © PeJo – Shutterstock.com


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