erster Tag

„Gut aussehen ist schon die halbe Miete“. Abhängig davon, in welcher Branche Sie sich bewerben, ist viel Wahres an diesem Ausspruch. Denn in mancher Casting-Show ist zu viel Köpfchen auch eher kontraproduktiv. Doch Sie wollen beim nächsten Vorstellungsgespräch, neben dem passenden Outfit und dem fachlichen Rüstzeug, ja vor allem mit gutem Benehmen und eloquentem Auftreten glänzen. Dazu ein paar Tipps, frei nach Freiherr von Knigge:

Dress smart and sexy

Was auf Partys nach 23 Uhr oft gut ankommt, hinterlässt beim Vorstellungsgespräch einen eher zweifelhaften Eindruck. Freizeit-Kleidung gehört bei einem Bewerbungsgespräch nur an einen Ort: in den Kleiderschrank. Schon mit der passenden Kleidung signalisieren Sie Ihrem Gegenüber, dass Sie sich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben: Es ist eine Form der Wertschätzung. Auch wenn es hier kein Patentrezept gibt: Wichtig ist, dass Sie sich in der Kleidung wohlfühlen, sich nicht verkleiden und Ihr Outfit zur Branche passt. Während Anzug bzw. Kostüm bei Banken Pflicht ist, dürfen Sie beim kreativen Branchenaufsteiger schon mal mit Jeans und ohne Krawatte auflaufen. Absolut tabu sind allerdings Piercings, aufdringliche Duftkompositionen, dreckige Fingernägel oder verqualmte Kleidung. Im Optimalfall haben Sie Ihr Vorstellungs-Outfit auch vor dem eigentlichen Termin schon einmal eingetragen.

Kennen Sie Ihr Gegenüber

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten“, heißt es in „Die Kunst des Krieges“ des chinesischen Generals Sunzi. Nun ist ein Vorstellungsgespräch nur bedingt als „Schlacht“ und der Personalchef nur entfernt als „Feind“ zu bezeichnen. Dennoch steckt in diesen Worten ein grundlegendes Element eines jeden Vorstellungsgesprächs: Die Vorbereitung. Wer sich der Sache planvoll nähert, geht nicht nur gut informiert, sondern viel selbstsicherer in ein Vorstellungsgespräch. Über folgendes sollten Sie sich vor dem Gespräch informieren:

  •  wichtige Unternehmensdaten (Rechtsform, Niederlassungen, Mitarbeiterzahl, Produkte, Firmengeschichte, Mitbewerber)
  • -aktuelle Geschäftsentwicklungen und Planungen für die nahe Zukunft
  • -das Bild des Unternehmens in der Presse.

Lesen Sie auch unbedingt die Tageszeitung am Tag des Vorstellungsgesprächs. Tagesthemen sind gern genommene Gesprächseinstiege. Wer hier nur schlecht informiert ist, verpasst wohlmöglich eine gute Startposition.

Von Anfang an auf der Zielgeraden.

Gut gekleidet und informiert geht es nun also ins Vorstellungsgespräch. Das eigentliche Gespräch folgt dann meist einem festen Ablauf:

  • Begrüßung/Smalltalk
  • Unternehmenspräsentation
  • Selbstdarstellung des Bewerbers
  • Frage nach persönlichem und fachlichen Wissen und Kompetenzen
  • Rahmenbedingungen: Gehaltsvorstellungen, möglicher Starttermin
  • Fragen an das Unternehmen
  • weiteres Vorgehen und Verabschiedung

Sie sollten dabei die einzelnen Phasen nicht nur kennen, sondern Übergänge auch erkennen.

Achten Sie schon zu Beginn darauf, dass Sie Ihr Gegenüber mit einem festen Händedruck begrüßen und dabei in die Augen schauen. Merken Sie sich die Namen Ihrer Gesprächspartner – oder informieren Sie sich schon zuvor – und reden Sie diese entsprechend an. Nehmen Sie gerne Getränke an, wenn Ihnen etwas angeboten wird –Alkohol ist hier allerdings tabu. Gleiches gilt für Zigaretten.

Da sitzen Sie nun also, fast am Ziel Ihrer Träume, vor dem Personalchef. Wie Sie gut in das Vorstellungsgespräch starten, wie Sie mit kniffligen Fragen umgehen und sich so perfekt darstellen, lesen Sie im nächsten Teil unseres BusinessKnigges.


Bildquelle: © FotolEdhar Fotolia.com

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