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Haben Sie schon mal daran gedacht, was Sie machen würden, wenn ein Feuer Ihren Arbeitsplatz bedroht? Eine aktuelle Studie von CareerBuilder belegt, dass sich die meisten Arbeitnehmer in ihrem Unternehmen absolut sicher vor Gefahren fühlen. Aber im Ernstfall wissen die wenigsten, was konkret zu tun ist und wie sie sich verhalten müssen. Doch die eigene Sicherheit sollte man nicht durch Unwissenheit aufs Spiel setzen. Es gibt Sorgen und Ängste am Arbeitsplatz, die sind ganz normal. Zum Bespiel ob man die Deadline für das Projekt einhalten kann? Ob die Kundenpräsentation fehlerfrei über die Bühne gehen wird oder in einer Katastrophe endet? Oder ob der Chef die Arbeitsergebnisse kritisieren wird, die man ihm gerade vorgelegt hat. Mit diesen alltäglichen „Arbeitssorgen“ im Kopf denkt kaum jemand im Büro noch an Notfallpläne und die eigene Sicherheit. Doch wie gut sind Sie an Ihrem Arbeitsplatz vorbereitet, sollte tatsächlich mal ein Notfall eintreten? Eine aktuelle Studie von CareerBuilder Deutschland gibt Aufschluss darüber, wie sicher sich Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz fühlen und wie viel ihrer Meinung nach der Arbeitgeber für die Sicherheit der Angestellten leistet.

Viele wissen im Ernstfall nicht, was zu tun ist

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Dass sich Arbeitnehmer sicher fühlen, bedeutet noch lange nicht, dass sie für den Ernstfall auch gut vorbereitet sind. Obwohl der Großteil der Mitarbeiter (93 Prozent) seinen Arbeitsplatz als sicher einschätzt, wissen nur 41 Prozent, was in einem Notfall zu tun ist, um sich bei drohender Gefahr selbst zu schützen.

Geschützt bei Wind und Wetter

Trotz dieser mangelnden Notfallvorbereitung ist die Mehrheit der Mitarbeiter zuversichtlich, was ihre Sicherheit am Arbeitsplatz im Falle einer Naturkatastrophe anbelangt. 66 Prozent sind der Meinung, ihr Arbeitsplatz ist im Falle eines Feuers, einer Flut oder anderen Katastrophe gut geschützt. Im Falle von wetterbedingten Gefahren teilen sogar 71 Prozent diese Zuversicht. Sollte eine Naturkatastrophe eintreffen, scheinen die bestehenden Pläne jedoch nicht für jede Art von Notfall ausgelegt zu sein. So sagt zwar die Mehrheit der Befragten (63 Prozent), ihr Unternehmen hätte ausgearbeitete Notfallpläne im Fall eines Feuers, einer Flut- oder anderen Katastrophe, aber nur 39 Prozent sind der Meinung, dass es solche Pläne auch für schwere Unwetter gibt.

Größere Unsicherheit bei von Menschen verursachten Gefahren

Weniger Zuversicht zeigen die Angestellten, wenn Ihnen Gefahr durch andere Personen oder durch die Technik droht. Nur 44 Prozent der Befragten glauben, dass die Sicherheitsmaßnahmen bei einer physischen Gefahr ausgehend von einer anderen Person ausreichend sind. Und nur ein Drittel (33 Prozent) sagt, ihr Unternehmen hätte für diesen speziellen Gefahrenfall einen bestehenden Notfallplan. Noch mehr sorgen Arbeitnehmer technologische Gefahren. Nur 34 Prozent sind der Meinung, ihr Arbeitsplatz ist vor digitalen Hacker-Angriffen ausreichend geschützt. Allerdings glaubt knapp die Hälfte, dass ihr Unternehmen bei solch einem Verstoß einen passenden Notfallplan in petto hat.

Im Notfall…

Rosemary Haefner, Chief Human Resources Officer bei CareerBuilder, betont, das Arbeitssicherheits- und Notfallpläne die gleiche Priorität haben sollten, wie andere Arbeitsplatzregelungen und –vereinbarungen. „Dabei ist es von größter Bedeutung, dass jeder einzelne Mitarbeiter die Verhaltensregeln in einem Notfall nicht nur kennt, sondern diese auch trainiert hat, um im Notfall sich selbst und andere schützen können.“ Was können Sie also tun, wenn Sie sich nicht sicher an Ihrem Arbeitsplatz fühlen oder zweifeln, ob ihr Unternehmen ausreichend vorbereitet ist? Sie müssen die Sache selbst in die Hand nehmen: Fragen Sie Ihren Vorgesetzten nach bestehenden Notfallplänen und bitten Sie Ihn, die Verhaltensmaßnahmen in einem Notfall an alle Mitarbeiter zu kommunizieren. Wenn niemand Ihrer Bitte Folge leistet, finden Sie heraus, wer für die Gebäudesicherheit zuständig ist und lassen Sie sich den Gebäudeplan zeigen, um sich über Notausgänge, Feuertreppen, Brandschutztüren und ähnliches zu informieren. Überprüfen Sie auch, wo in der Nähe Ihres Arbeitsplatzes Notfall- und Erste-Hilfe-Sets aufbewahrt werden. So sorgen Sie proaktiv für Ihre Sicherheit und sind im Ernstfall gut vorbereitet – auch wenn Ihre Firma es nicht ist.


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