Typische Fehler bei der Bewerbung

Die ab 1980 Geborenen sind mit digitalen Technologien aufgewachsen und zählen daher zu der Gruppe der Digital Natives. In Sachen Jobsuche und Beruf tappen sie häufig in einige für sie typische Fettnäpfchen. Wer ab 1980 geboren wurde hat Neuerungen aus dem Bereich digitale Technologien immer nahtlos in seinen Alltag übernommen: Computer, Handy, MP3-Player, Internet, Smartphone, Tablet PC, die Liste kann und wird weitergehen. Da diese Menschen ein Leben ohne digitale Technologie nicht kennen, werden sie auch Digital Natives genannt. Ihr unkomplizierter Umgang mit digitalen Medien wird von Arbeitgebern geschätzt, da dies auch im Job mittlerweile einfach unverzichtbar geworden ist. Allerdings stellt sich heraus, dass die Digital Natives in Sachen Jobsuche und Beruf häufig auch in einige für sie typische Fettnäpfchen tappen. Die Hamburger Personalberatung TargetPeople hat eine anonyme Analyse von über 200 Bewerbungsunterlagen und Bewerbungsgesprächen von Digital Natives durchgeführt. Dabei haben sich ein paar klar vermeidbare Fehlerquellen aufgetan.

Häufige und unüberlegte Stellenwechsel

Zunächst hat sich herausgestellt, dass Digital Natives überproportional häufig die Arbeitsstelle wechseln und das sehen potenzielle Arbeitgeber nicht gerne. Besonders renommierte Firmen haben Bedenken bei diesen so genannten Jobhoppern. Hier gilt meistens noch die traditionelle Sichtweise, dass ein Bewerber zwei bis drei Jahre bei einem Unternehmen gearbeitet haben sollte, bevor er wechselt. „Häufig sehen wir bei Digital Natives noch eine mangelnde Strategie in Bezug auf die eigene Karriere“, sagt André Soder, Geschäftsführer von TargetPeople. „Sie nehmen schnell Jobs an, die Ihnen angeboten werden, weil sie gut klingen. Besser wäre es, sich zu überlegen, was der nächste sinnvolle Schritt in der eigenen Karriere ist und sich auf solche Positionen aktiv zu bewerben.“

Mangelnder Respekt vor nicht digitalen Bereichen

Zudem zeigte die Analyse, dass Digital Natives sich zu sehr auf das Internet fixieren, vor allem bei Multi-Channel Unternehmen, die ihre Produkte über verschiedene Kanäle vertreiben, z.B. in Geschäften, per Katalogversand oder über einen Onlineshop. Arbeitgebern dieser Unternehmen fehlt bei den onlineaffinen Bewerbern die Wertschätzung gegenüber den klassischen Unternehmensbereichen und den klassischen Vertriebs-und Kommunikationskanälen. Unternehmen erzielen auf dem konventionellen Vertriebsweg oftmals immer noch den größten Teil des Umsatzes und Gewinns.

Falscher Dresscode im Vorstellungsgespräch

Rückblickend auf Vorstellungsgespräche mit Digital Natives erinnern Arbeitgeber sich an einen häufig sehr legeren Kleidungsstil. Doch selbst bei einem jungen Startup-Unternehmen sollte man beim persönlichen Bewerbungsgespräch nicht zu locker gekleidet erscheinen. Was dagegen üblich ist: Sakko mit Hemd, ergänzt durch eine ordentliche Jeans und gute Schuhe. Stoffhose ohne Krawatte ist die vornehmere Version davon. Sie brauchen also keinesfalls zum Bewerbungsgespräch im Anzug mit Schlips kommen, vor allem wenn Sie das sonst auch nie tun. Aber Shorts und Flip Flops sind eben für den ersten Eindruck komplett ungeeignet. Bildquelle: © nenetus, Fotolia.com]]>

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