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IT-Branche

Das Arbeitsplatz-Angebot in der Informationstechnologie ist im Krisenjahr 2009 um 14 Prozent gesunken und dennoch gibt es einen Mangel an Informatikern. „Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte zeigt sich robust und ist ohne größere Blessuren davon gekommen“, sagte Dieter Westerkamp vom VDI anlässlich des Starts der CeBIT in Hannover. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Informatiker stieg auf mehr als 180.000. Die Zahl der offenen Stellen in der IT steht derzeit bei 15.000.

Ingenieurwesen

Im Ingenieurwesen steigt die Zahl der offenen Stellen in Deutschland wieder an, doch aufgrund des Fachkräftemangels können längst nicht alle offenen Stellen besetzt werden. Nach Angaben des Handelsblatts, das sich auf eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bezieht, werden bis zum Jahr 2014 rund 220 000 Ingenieure, Naturwissenschaftler und Techniker fehlen. Weil in den nächsten Jahren die starken Jahrgänge der Nachkriegszeit in Rente gehen, brauchen nach der IW-Prognose die Unternehmen jährlich fast 37 000 Ingenieure, um diese zu ersetzen. Ab 2015 steigt der Ersatzbedarf dann auf jährlich 42 000 Ingenieure. Von den Hochschulen kommen jedoch pro Jahr derzeit nur rund 45 000 Ingenieure.

Gesundheitswesen

Der Gesundheitsmarkt birgt erhebliche Wachstumschancen in den kommenden Jahren. Nicht zuletzt auf Grund der steigenden Lebenserwartung hat sich auch das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen stark verändert. Es entsteht eine aktive Nachfrage nach Leistungen, die ein möglichst gesundes Leben, auch im Alter, ermöglichen sollen. Setzt sich diese Entwicklung fort, kann der Markt bis zum Jahr 2020 um über 70 Prozent wachsen — so lauten die Marktprognosen der Roland Berger Strategy Consultants in der Studie „Innovation und Wachstum im Gesundheitswesen“. Besonders im Bereich der Altersheilkunde und der Altenpflege wird der Bedarf an Arbeitskräften — Ärzte, Pfleger und Betreuer — laut einer Prognose des Statistischen Bundesamtes weiterhin ansteigen.

Erneuerbare Energien

Kaum eine Branche konnte der Wirtschaftskrise so gelassen entgegenblicken wie die erneuerbaren Energien. Dort bleiben viele Stellen unbesetzt, weil branchenspezifisch qualifiziertes Fachpersonal fehlt. Laut einer gemeinsamen Studie des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE) und der Agentur für Erneuerbare Energien werden erneuerbare Energien im Jahr 2020 fast die Hälfte des Strombedarfs in Deutschland decken. Damit wird sich die Zahl der Arbeitsplätze in den nächsten zehn Jahren auf mindestens 500.000 verdoppeln. In 45 Prozent der Stellenangebote — das ergab eine Analyse des Wissenschaftsladen Bonn — werden Ingenieure gesucht. Knapp 32 Prozent der Stellenangebote richten sich an Techniker, Facharbeiter bzw. Handwerker.

Pharmaindustrie

Ganz gleich, ob Krise oder nicht, eins bleibt immer gleich: Menschen werden krank und brauchen Medikamente. Im Vergleich zu anderen Industriezweigen ist die Pharmaindustrie daher deutlich weniger anfällig für konjunkturell bedingte Schwächen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) erläutert. Selbst im besonders rezessiven zweiten Quartal 2009 ging das Produktionsvolumen in der Pharmabranche lediglich um 4,5 Prozent zurück — im gesamten Verarbeitenden Gewerbe um fast 24 Prozent. Laut einer Studie des IW im Auftrag der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) ist die Pharmabranche eine der führenden Zukunftsbranchen, da sie überdurchschnittlich stark auf Forschung ausgerichtet ist. Ein Job in der Pharmaindustrie ist also auf lange Sicht sicher. Bildquelle: ©-momius-Fotolia.com

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