Diese fünf einfachen Bewerbungsfehler können Sie den Job kosten

In einem Bewerbungsprozess sollten Sie sich möglichst keinen Faux-Pas leisten. Bereits kleine Fehler oder Unachtsamkeiten können dazu führen, dass Ihre Bewerbung aussortiert wird. Eine CareerBuilder-Umfrage hat ergeben, welche Bewerbungsfehler besonders häufig gemacht werden, im Grunde genommen aber leicht zu vermeiden sind.

Den aufmerksamen Zuschauern einer Reality-TV-Show ist meist ziemlich schnell klar, welche Kandidaten zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern gehören. Meist manövrieren sich die, die sich ein bisschen zu selbstbewusst mit ihrem vermeintlichen Spitzenplatz rühmen, selber ins Aus. Grundsätzlich ist natürlich nichts falsch daran, selbstbewusst zu sein. Aber übermäßiges Selbstvertrauen kann manchmal dazu führen, dass man Fehler macht und am Ende das verliert, dessen man sich schon sicher war – ob das die letzte Rose ist oder eben der Job. Auch wenn die Jobaussichten generell positiv sind und Sie als Bewerber gute Karten haben, sollten Sie Jobsuche und Bewerbungsprozess nicht im Laissez-Faire-Stil absolvieren. Laut einer CareerBuilder-Umfrage könnten nämlich die folgenden fünf Fehler dazu führen, dass Sie am Ende „die Rose“ oder vielmehr den Job eben doch nicht bekommen:

1. Der Basis-Pitch

Ein häufiger, aber oft katastrophaler Fehler ist es, immer den gleichen allgemeinen Lebenslauf und das gleiche Anschreiben zu verwenden. Tatsächlich passen 54 Prozent der Arbeitssuchenden ihren Lebenslauf nicht für jeden Arbeitgeber an – ein echtes Warnsignal für den Personaler. Ihr Lebenslauf sollte auf die Stellenbeschreibung zugeschnitten sein. Greifen Sie Schlüsselwörter aus der Stellenausschreibung auf, die Ihren Erfahrungen entsprechen und belegen Sie diese anhand von aussagekräftigen Beispielen.

2. An die Personalabteilung

Ihr Lebenslauf ist nicht das Einzige, was angepasst werden muss. Eine unpersönliche Adressierung Ihres Anschreibens führt zwar nicht automatisch dazu, dass Sie aus dem Rennen sind, aber die persönliche Ansprache des Personalverantwortlichen könnte Ihre Chancen gegenüber Ihren Wettbewerbern erhöhen. Der Studie zufolge verzichten 84 Prozent der Jobsuchenden darauf, den Namen des Verantwortlichen zu recherchieren, um die Bewerbung zu personalisieren. Doch wenn Sie ein wenig Rechercheaufwand betreiben und sich direkt beim Verantwortlichen bewerben, zeigt das, dass Sie bereit für die Extra-Meile sind – sowohl bei der Arbeitssuche als auch im Job.

3. Keine Lust aufs Anschreiben

Das Verfassen und Anpassen eines Lebenslaufs ist für die meisten Bewerber mühsam genug. Für ein individuelles Anschreiben fehlt vielen danach die Motivation. Tatsächlich fügen 45 Prozent der Arbeitssuchenden ihrem Lebenslauf kein Anschreiben bei. Ein kapitaler Fehler, denn dies ist Ihre Chance, neben den reinen Fakten aus dem Lebenslauf auch Ihre Persönlichkeit vorzustellen, und darzulegen, warum Ihre Kompetenzen Sie zur richtigen Person für diesen speziellen Job machen.

4. Follow-up vergessen

Ganze 37 Prozent der Arbeitssuchenden fassen nach der Bewerbung nicht bei dem Arbeitgeber nach. Ein leichtsinniger Fehler, der dazu führen kann, dass Ihre Bewerbung unabsichtlich verloren geht oder in Vergessenheit gerät. Nach dem aktuellen Stand der Bewerbung zu fragen, ist vollkommen legitim, solange Sie den Personaler nicht stalken. Gerade für attraktive Stellen erhalten Personalabteilungen dutzende Bewerbungen. Wer sich über ein charmantes Follow-Up wieder ins Gedächtnis bringt, steigert die Chancen, mit seiner Bewerbung wahrgenommen zu werden.

5. Danke, aber nein, danke.

Das Versenden einer kurzen Dankesnachricht nach einem Vorstellungsgespräch scheint ein naheliegender Schritt zu sein, doch 57 Prozent der Arbeitssuchenden tun es laut der Umfrage nicht. Abgesehen davon, dass die meisten Arbeitgeber diese freundliche Geste wohlwollend zur Kenntnis nehmen, gibt es Ihnen auch die Möglichkeit, noch einmal zu wiederholen, welche Motivation hinter Ihrer Bewerbung steckt und warum Sie der richtige Kandidat sind. Außerdem bietet die kurze Rückmeldung auch Gelegenheit eine Information oder Frage anzubringen, die Sie vielleicht während des Interviews vergessen haben zu erwähnen.

Grafiken:
54 Prozent der Jobsuchenden passen ihren Lebenslauf nicht auf die Stellenbeschreibung an
45 Prozent der Jobsuchenden verzichten auf ein Anschreiben
37 Prozent der Jobsuchenden fassen nach der Bewerbung nicht beim Arbeitgeber nach
57 Prozent der Jobsuchenden schicken nach dem Vorstellungsgespräch keine Dankesnachricht

Quellen: https://www.careerbuilder.com/advice/these-5-simple-mistakes-could-be-costing-you-the-job

Bildquelle: © file404

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