24.02.2011 -

In der schriftlichen Bewerbung müssen wir den potenziell neuen Arbeitgeber innerhalb von Sekunden von uns überzeugen – und das auf dem Papier. In einer Umfrage von CareerBuilder.de unter 175 deutschen Arbeitgebern sagte fast ein Drittel, dass sie einen Lebenslauf innerhalb von nur einer Minute oder weniger beurteilen. 13 Prozent nehmen sich sogar nur 30 Sekunden oder weniger Zeit.

Lügen im Lebenslauf gelten immer noch als einer der sichersten Wege, die Chance auf den Job zu verspielen. Aber es gab in der Umfrage auch sehr viel seltsamere Fehler, die den jeweiligen Kandidaten wenig glaubhaft erschienen ließen.

Auf die Frage nach den ungewöhnlichsten Lebensläufen von Bewerbern nannten Arbeitgeber in Europa folgende Beispiele:

  • Lebenslauf war in Reimen geschrieben.
  • Das Einzige, was im Lebenslauf stand, waren Name und Telefonnummer des Kandidaten und der Satz: „Ich will einen Job“.
  • Der Bewerber nannte „Löwenbändiger“ als eins seiner Hobbies.
  • Der Kandidat listete „Testkäufer“ in seiner Erfahrung auf, nannte aber nicht den Namen des Arbeitgebers weil „es ein Geheimnis ist“
  • Das Bild des Bewerbers stimmte nicht mit der Person überein, die der Personalmanager über Skype gesprochen hatte (unterschiedliche Ethnizität).
  • Der Lebenslauf war auf einer herausgerissenen Seite aus einem Lehrbuch geschrieben.

In einer anderen CareerBuilder-Umfrage aus den USA nannten Personalmanager weitere kuriose Fehltritte, die sie in Lebensläufen gesehen hatten:

  • Kandidat nannte Gott als Referenz.
  • Bewerber gab an, ein direkter Nachkomme der Wikinger zu sein.
  • Die E-Mail Adresse des Kandidaten enthielt die Phrase “liebt Bier”
  • Bewerber listete „Meister der Zeit und des Universums“ unter seine Erfahrung.
  • Kandidat betonte ausdrücklich kein Zigeuner zu sein.

Rechtschreibfehler gehen gar nicht

Auf die Frage, warum sie einen Kandidaten direkt aussortieren würden, wurden Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler am häufigsten genannt. Weitere gängige Fehler:

  • Text wurde exakt aus der Stellenanzeige in den Lebenslauf übernommen – 43 Prozent
  • Lebenslauf enthielt lange Textblöcke, die schwer zu lesen waren – 42 Prozent
  • Lebenslauf umfasste drei Seiten oder mehr – 25 Prozent
  • Lebenslauf ohne Anschreiben – 23 Prozent
  • Lebenslauf wurde nicht auf die Stelle angepasst – 16 Prozent
  • Lebenslauf mit einer unprofessionellen E-Mail Adresse – 11 Prozent

Viel gesuchte Schlüsselwörter

Sie können aber auch selbst etwas dafür tun, dass Ihr Lebenslauf gelesen wird, wenn Sie die passenden Schlüsselwörter in Ihren Lebenslauf streuen. Die häufigsten Schlüsselwörter, nach denen deutsche Arbeitgeber in Lebensläufen suchen, sind folgende:

  • Kommunikative Fähigkeiten – 62 Prozent
  • Problemlösefähigkeit – 41 Prozent
  • Strategisches Planen – 21 Prozent
  • Produktivität – 18 Prozent
  • Führung – 17 Prozent
  • Internet – 11 Prozent

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