Zahlreiche Fachbücher geben Ratschläge für die scheinbar perfekte Bewerbung. Doch meist ist es schwierig, daraus eine klare Strategie zu entwickeln und oft ist auch nicht klar, wie man mit der schriftlichen Bewerbung wirklich aus der Masse herausstechen soll.

Sicher haben auch Sie schon so einiges darüber gehört und gelesen, wie man sich richtig bewerben sollte. Doch je mehr Sie sich an fertige Musterlösungen und Standardratschläge halten, umso weniger wird Ihr Bewerbungsschreiben auffallen.

Kleinigkeiten machen oft den Unterschied

In der Praxis entscheiden oft Kleinigkeiten darüber, ob ein Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht. Richtig bewerben bedeutet nämlich nicht (nur) seine Fähigkeiten und Leistungen in übersichtlicher Form aufzubereiten, sondern in erster Linie etwas über sich selbst erzählen. Die Schilderung Ihrer persönlichen Erfahrung als Teamleiter macht Sie für einen Personalchef, der Ihre Bewerbung liest sofort „menschlicher” als die eigentlich inhaltsleere Worthülse „teamfähig”.

Damit zeigen Sie Offenheit und Vertrauenswürdigkeit. Die richtige Formulierung kann aber noch mehr über Sie aussagen: zum Beispiel Selbstbewusstsein. Deshalb sollten Sie bei Ihrem Bewerbungsschreiben auf die Verwendung des Konjunktivs (z.B. würde, könnte) vollständig verzichten. Besser eine lockerer und aktiver Sprachstil, dadurch signalisieren Sie automatisch Spaß an der Arbeit.

Was Sie unbedingt vergessen sollten

Damit Ihr Bewerbungsschreiben tatsächlich überzeugt, sollte es vor allem eins: hervorstechen. Jeder Einzelne würde dieser Aussage sofort zustimmen, und dennoch gleichen sich 90 Prozent aller Bewerbungen wie ein Ei dem anderen. Woran liegt das? Seit der Schule wird den meisten von Ihnen vermittelt, wie ein Bewerbungsschreiben auszusehen hat und welche Inhalte angeführt werden sollten. Dieselben Richtlinien werden auch in vielen Fachbüchern zum Thema Bewerbung und in sogenannten Bewerbungstrainings wiedergekäut.

Damit haben wir diese nur scheinbar optimale Struktur so sehr verinnerlicht, dass es zahlreiche Bewerbern schwer fällt bessere Wege zu gehen. Richtig bewerben heißt somit auch andere Wege zu gehen. Ein erfahrener Bewerbungscoach kann helfen diese ungewollten Blockaden zu überwinden, sodass Sie tatsächlich aus der Masse hervorstechen. Aber nicht nur die Form entscheidet alleine über die Wahrscheinlichkeit zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden. Nichts ist schädlicher für eine perfekte Bewerbung als der Rückgriff auf Standardfloskeln.

Viele Bewerbungsschreiben protzen vor Mustersätzen und scheinbar positiv klingenden aber ansonsten inhaltsleeren Worthülsen. Aber gerade über den Inhalt können Sie Ihre Persönlichkeit präsentieren. Je besser sich der Personaler ein Bild über den Bewerber machen kann, umso eher wird er ihn zu einem Bewerbungsgespräch einladen.

Richtig bewerben spart Zeit und Kosten

Die Ablehnung einer Bewerbung ist für jeden von uns nicht nur eine Enttäuschung, sondern kostet auch wertvolle Ressourcen. Damit gemeint sind vor allem Zeit und Geld. Das können Sie vermeiden, nämlich wenn sich Ihre Bewerbung von Standardbewerbungsschreiben und wortgleichen Rundmails klar unterscheidet. Das kostet zwar vorab vor allem Zeit, führt aber viel eher zum gewünschten Erfolg.

Für eine erfolgreiche Jobsuche sollten Sie zudem darauf achten, wie und wo Sie nach offenen Stellen suchen. Grundsätzlich gilt: Je gezielter Sie nach den passenden Jobs suchen, umso besser stehen Ihre persönlichen Chancen. Viele lukrative Stellen werden häufig nur auf der Website des Unternehmens ausgeschrieben, dadurch ergibt sich oft auch eine geringere Anzahl von Bewerbern und bringt Sie persönlich schon einmal in Poleposition.

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