Den ersten Eindruck später zu verändern, ist nur schwer möglich. Deshalb lohnt es sich vor allem im Job, am eigenen Auftreten zu arbeiten. Wir verraten Ihnen, wie Sie bestens in Erinnerung bleiben.

„Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“ – das ist nicht nur ein schlauer Satz, sondern eine wissenschaftliche Tatsache. Es dauert rund 30 Sekunden, bis wir uns ein Bild von unserem Gegenüber gemacht haben.

Ein guter Anzug, teure Schuhe, alles andere als eine 10 Euro-Frisur und dazu die neueste Duftkomposition aus Paris – trotzdem merken Sie schnell: Ihr Gegenüber unterhält sich nur ungern mit Ihnen. Aber warum? Sie haben doch neben den aktuellen Geschäftsdaten auch ein paar Witze auf Lager. Bei Geschäftskontakten zählt jedoch nicht nur die A(ussehens)-Note. Mindestens genauso wichtig ist, dass Sie bei der B(enehmen)-Note punkten.

Die Basics in Sachen Business-Knigge gibt es hier:

Begrüßung: Die eingangs erwähnten 30 Sekunden sind schnell vorbei. Bringen Sie deshalb schon beim ersten Eindruck Ihr gutes Benehmen zum Ausdruck:

1. Stehen Sie zur Begrüßung auf und begegnen Sie Ihrem Gegenüber so auf Augenhöhe.

2. Sie begrüßen die Dame vor dem Herrn und ältere Personen vor jüngeren.

Die Anrede: Akademische Titel wie „Doktor“ oder „Professor“ sind Teil des Namens, lassen Sie sie bei der Anrede also auf keinen Fall unter den Tisch fallen. Trägt Ihr Gegenüber sowohl einen „Doktor“ als auch ein „Professor“ in seinem Namen, dürfen Sie das „Doktor“ wegfallen lassen und verwenden die Anrede „Frau/Herr Professor….“. Ihnen ist der Name Ihres Gesprächspartners entfallen und dauerhaft um den Namen herum zu formulieren ist auch unschön? Wenn Sie nicht noch die Visitenkarte griffbereit haben, fragen Sie höflich nach: „Helfen Sie mir kurz auf die Sprünge: Ihr Name war doch gleich…?“.

Das Vorstellen: Positiv in Erinnerung bleiben Sie vor allem dann, wenn Sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere ins rechte Licht rücken. Besonders bei der Vorstellung gilt es, einige Regeln zu beachten. Stellen Sie den Herrn der Dame vor, die jüngere Person der älteren und den Rangniedrigeren dem Ranghöheren. Schauen Sie dabei zunächst die Person an, der sie jemanden vorstellen, und sagen Sie ein paar einleitende Worte zu ihr.

Wenden Sie sich dann der vorgestellten Person zu und verfahren Sie genauso. Werden Sie jemandem vorgestellt, begegnen Sie Ihrem Gegenüber mit einem kurzen „Es freut mich, Sie kennen zu lernen.“ Antworten wie „sehr angenehm“ sind dabei jedoch etwas für die Mottenkiste.

Der Ausstieg: Auch der interessanteste Gesprächspartner langweilt irgendwann. Doch wie verabschieden Sie sich am besten aus der Gesprächsrunde, ohne Ihrem Gegenüber auf die Füße zu treten? Sagen Sie deutlich, dass das Gespräch bis hierhin wirklich interessant gewesen sei und zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden müsse. Dann verabschieden Sie sich.

Der Anfang ist gemacht, die Grundregeln guten Benehmens im Job haben Sie nun griffbereit. Im nächsten Teil unserer Serie Business-Knigge sagen wir Ihnen, wie Sie bei Vorstellungsgesprächen punkten können.

 


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