Büros werden seltener genutzt

In ihrer Arbeitsplatzstudie „VWork: Measuring the Benefits of Agility at Work“ haben Regus und Unwired nach Trends und Vorlieben für den Arbeitsplatz der Zukunft gefragt. Knapp 60 Prozent der Befragten, die in einem großen Unternehmen arbeiten, sind der Ansicht, dass aufgrund eines neuen Arbeitsstils der Bedarf an Büroräumen in Zukunft sinken wird. Über die Hälfte aller Befragten glauben, dass ein Büro nur noch gelegentlich genutzt werden wird. Deutlich mehr als jeder Zweite (59 Prozent) der Befragten gaben an, keine Probleme mehr zu haben, auch außerhalb des Büros effektiv zu arbeiten.

Kürzere Anfahrt zum Arbeitsplatz

Aktuell nehmen viele Arbeitnehmer für ihren Job eine lange Anfahrt in Kauf. 32 Prozent der Befragten, die in einem großen Unternehmen arbeiten, sagten sie pendeln täglich über 40 Minuten, und 27 Prozent benötigen länger als eine Stunde. Fast zwei Drittel (63,5 Prozent) sind aber der Meinung, dass die ideale Pendelzeit zum Arbeitsplatz unter 20 Minuten beträgt, und 25,2 Prozent möchten nur weniger als 10 Minuten pendeln.

Home Office nicht sehr beliebt

Aber auch wenn der klassische Arbeitsplatz im Büro mehr und mehr verschwindet, heißt das nicht unweigerlich, dass Arbeitnehmer direkt auf das klassische Home Office ausweichen. Laut der Regus-Arbeitsplatzstudie möchten nur 12,3 Prozent der Büroarbeiter zu Hause arbeiten.

Mobile Arbeitsplätze dank neuer Technologien

In Zukunft wird der traditionelle feste Arbeitsplatz immer mehr verschwinden. Doch wo wollen Arbeitnehmer ihrem Tagewerk nachgehen, wenn die Anfahrt möglichst kurz sein soll, aber das Home Office nicht die erste Wahl ist? Wie die Computerwoche schon erläuterte, befinden sich Arbeitsplätze in Zukunft immer seltener im Büro und dafür in den Taschen der Mitarbeiter. Notebooks, Smartphones und Tablet PCs lassen sich so leicht transportieren, dass ein Arbeitsplatz überall und zu jeder Zeit entstehen kann. Auch Cloud Computing spielt dabei eine wichtige Rolle.

Klassische Vollzeitstelle verschwindet

Die Trendstudie „Arbeitswelt 2020“ der DIS AG in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut hat ergeben, dass auch die klassischen Vollzeitstellen zunehmend schwinden. Um Risiken abzufedern und Kostenkontrolle zu behalten, wird das „Stammpersonal“ demnach tendenziell eher weiter abnehmen. Dafür gewinnen flexible Arbeitsformen an Gewicht. Konzepte wie die „atmende Organisation“, bei der Nachfrageschwankungen oder andere veränderte Rahmenbedingungen über einen flexiblen Personaleinsatz ausgeglichen werden, werden immer beliebter, um die Unsicherheit an den Märkten zu managen und den Fixkostenblock so gering wie möglich zu halten. Dies kann, muss aber nicht über klassische Zeitarbeit abgedeckt werden. Auch Jahresarbeitszeitkonten und andere flexible Arbeitszeitmodelle verschaffen Unternehmen Spielräume, um auf den Markt zu reagieren. Bildquelle: © Alexander – Fotolia.com

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