Brainteaser - Wie man Knobelfragen im Bewerbungsgespräch meistert

Das Bewerbungsgespräch ist fast gemeistert, doch kurz vor dem Ende stellt der Interviewer eine Frage, auf die es ganz offensichtlich keine Antwort geben kann. Oder? Wir zeigen Ihnen, was es mit Brainteasern auf sich hat und wie Sie trotz aller Unsicherheiten den Personaler überzeugen können. Job-Interviews laufen häufig nach den gleichen Mustern ab und auf die meisten Fragen sind Bewerber bereits vorbereitet. Doch mittlerweile lassen es sich Personaler nicht nehmen, ihren Interviewpartnern die ein oder andere Rästelfrage zu stellen. Was es damit auf sich hat und wie Sie solche Knobelaufgaben lösen können, haben wir im Folgenden zusammengetragen.

Was Brainteaser sind und worauf sie abzielen

Als Brainteaser werden Aufgaben bezeichnet, die auf den ersten Blick unlösbar erscheinen. Die sogenannten Fermi-Probleme gehen auf den Kernphysiker Enrico Fermi zurück, welcher in der Lage war, mit wenig vorhandenen Daten auf diverse Fragen in kurzer Zeit Antworten zu finden. Die Rästel- und Schätzfragen werden eingesetzt um die Auffassungsgabe des/der Bewerbers/in zu testen, zu sehen wie der- bzw. diejenige an Problemstellungen herangeht, wie kreativ mit einer Fragestellung umgegangen wird und inwiefern das logische Denken ausgeprägt ist. Grundsätzlich geht es dem Personaler darum herauszufinden, ob Sie kreativ denken können und ob es Ihnen leicht fällt quer zu denken. Beispiele hierfür wären „Wie viele Bäume gibt es in Schweden?“, „Wie viele Smarties passen in einen Smart?“ oder „Sie sollen aus dem Fluss genau zwei Liter Wasser holen. Sie haben dafür einen Drei-Liter-Kanister und einen Sieben-Liter-Kanister zur Verfügung. Wie können Sie die zwei Liter exakt abmessen?

Darauf kommt es beim Lösen der Aufgaben an

Eine richtige Antwort gibt es auf Brainteaser im Grunde genommen nicht. Daher heißt es anfangs erst einmal: Ausatmen und Ruhe bewahren. Auch das zeigt Ihrem Gesprächspartner, dass Sie sich von auftretenden Problemen nicht unterkriegen lassen. Grundsätzlich ist das Verständnis der Frage entscheidend. Sollten einige Aspekte nicht klar sein, so fragen Sie nach. Zerlegen Sie die Frage anschließend in kleinere Teilaufgaben und gehen Sie Schritt für Schritt vor. Lassen Sie ihren Gesprächspartner zudem an Ihrem Lösungsweg teilhaben. Durch die Verbalisierung Ihrer Gedanken, geben Sie dem Personaler nicht nur die Möglichkeit ihre Vorgehensweise nachzuvollziehen, sondern Sie wirken gleichzeitig jeglicher Nervosität entgegen. Sich die Fragestellung zu verbildlichen, kann oft sehr hilfreich sein. Es gilt sich die Teilantworten logisch herzuleiten und das Problem quantitativ abzuschätzen. Im Anschluss sollten Sie die einzelnen Schritte noch einmal zusammenfassen und Ihr Ergebnis präsentieren.

So kann man sich auf Brainteaser vorbereiten

Es ist auf keinen Fall ratsam, die diversen im Internet kursierenden Brainteaser-Fragen auswendig zu lernen. Dennoch ist es sicherlich hilfreich, wenn Sie sich grundsätzlich mit einigen Fermi-Fragen auseinandersetzen, um das Prinzip zu verstehen. Zusätzlich sollten Sie Ihr Allgemeinwissen trainieren und sich ein paar wesentliche Formeln aus Mathematik und Physik ins Gedächtnis rufen. Auch über einige statistische Daten (bspw. Anzahl der Rentner in Deutschland)informiert zu sein, kann helfen. Regelmäßig die Gehirnmuskeln zu trainieren ist ebenfalls keinesfalls schädlich. Wer sein Erinnerungsvermögen durch Memory-Spiele stärkt und das Kopfrechnen übt, wird im Vorteil sein. Vergessen Sie nicht: Nicht die Lösung ist entscheidend, sondern der Lösungsweg. Brainteaser zielen wortwörtlich darauf ab, Ihr Gehirn anzuspornen. Lassen Sie sich also nicht unterkriegen, sondern zeigen Sie, dass Sie Spaß an der Herausforderung haben und auch ohne die erforderlichen Daten zum Ziel kommen. Die Chance, dass das Bewerbungsgespräch ein voller Erfolg wird, wird somit definitiv erhöht.   Mehr Informationen: http://www.uniturm.de/magazin/bewerbungstipps/typische-fragen-im-vorstellungsgespraech-1190


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