Bewerbung dritte Seite

Bettina Sturm aus München empfiehlt, aus der dritten Seite eine sogenannte Projekt- oder Erfolgsbilanz zu machen.

Werbung in eigener Sache betreiben

„Als Projekt- oder Erfolgsbilanz ist die dritte Seite eine hervorragende Möglichkeit für den Bewerber Leistungen und Erfolge aus der Gegenwart und der Vergangenheit darzustellen“, sagt sie und erklärt weiter: „Mit diesen Zusatzinformationen unterstreicht er sein Angebot und betreibt Werbung in eigener Sache. Genannte Beispiele erhöhen die Authentizität und somit grenzt er sich von den Mitbewerbern ab. Mit diesem Dokument zeigt er seinem potentiellen zukünftigen Arbeitgeber, dass er weiß, worauf es ankommt.“ Auch die Personalentscheider im Unternehmen ziehen in Form der Erfolgsbilanz ihren Nutzen aus der dritten Seite. „Dem Entscheider kann man so auf einen Blick die Passgenauigkeit zwischen Anforderungsprofil oder Stellenbeschreibung und dem eigenem Profil aufzeigen“, meint Bettina Sturm. Headhunter und Personalberater freuen sich über Zusatzinformationen in dieser Form, da sie so Verkaufsargumente für den Auftraggeber erhalten. Bettina Sturm erklärt: „Headhunter sind häufig nicht so stark im Thema drin und müssen sich intensiv mit den Vorzügen des Kandidaten beschäftigen. Mit der Erfolgsbilanz vereinfacht der Bewerber ihnen die Arbeit.“

Zum Aufbau der Erfolgsbilanz

Wenn Sie sich für diese Art der dritten Seite entscheiden, sollten Sie anhand eines bestimmten Aufbaus eine übersichtliche Struktur einhalten. Bettina Sturm empfiehlt, ihre größten Erfolge in folgendem Template aufzuführen. Unternehmen: Name des Unternehmens, Ort Ziel: In welchem Thema sollte was erreicht werden? Laufzeit: z.B. 10/2011 bis 10/ 2012 Budget: Höhe des Budgets Teamgröße: Anzahl der Mitarbeiter Ausgangsbasis: Wie sah die Anfangssituation bezogen auf das Ziel aus? Was waren die größten Herausforderungen? Vorgehensweise: Einzelne Prozessschritte kurz in Aufzählungsform darstellen. Erfolge: Was ist in Bezug auf das Ziel erreicht worden? Hinterlegen mit relevanten Kennzahlen (quantitativ & qualitativ). Ein Beispiel:

Unternehmen Muster AG, München
Ziel Optimierung der IR-Prozesse und IR-Tools
Laufzeit Budget: Mitarbeiter:  2010 – 2012: Kontinuierliche Verbesserung150.000 €Zwei Mitarbeiter
Ausgangsbasis Fehlende Basisinformation für die tägliche Arbeit sowie zur Vorbereitung der Kapitalmarktkommunikation und der IR-Events
Vorgehensweise  – Übertragung der EDV-Kundenhistorie (CMS) in einheitliches Datenformat- Einbindung aller kundenrelevanten Informationen in das CMS- Entwicklung von Templates für die Marktkommunikation und Managementinformation- Customizing des Dienstleistungsangebotes auf Name des Unternehmens-Bedürfnisse (z.B. Investoren Profile mit Meeting Historie)
Erfolg Zeitreduzierung um 15% durch

  • Einwandfrei funktionierende IR-Datenbank
  • Erstellung von Investoren-Profilen, Roadshow Agenden und Auswertungen der Meetinghistorie auf Knopfdruck

Qualitätssicherung durch

  • Erstellung von Guidelines zur einheitlichen Erfassung der IR Aktivitäten
  • Definition von Zielkundengruppen in Verteilerlisten

Verknüpfung zur Shareholder ID Daten erlaubt kombiniertes Investoren Targeting

Bildquelle: © Monkey Business Images – Veer.com

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