Auf die Frage nach dem ältesten Handwerk der Welt antworten Elektroinstallateure gerne: „Als Gott sprach: ‚Es werde Licht‘, haben wir schon vorher alle Leitungen verlegt!“ Warum der Elektroniker auch in Zukunft einer der wichtigsten Berufe für private Haushalte und Unternehmen bleiben wird, lesen Sie hier.

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Die Berufsausbildung zum geprüften Elektroinstallateur gibt es hierzulande schon seit 1938. Seit 2003 lautet die offizielle Tätigkeitsbezeichnung „Elektroniker“, auch wenn Begriffe wie Elektriker oder Elektroinstallateur noch immer gängig sind. Ursprung aller ist übrigens das griechische Wort für Bernstein „elektron“. Denn bereits in der Antike wurden elektrostatische Vorgänge dokumentiert, bei denen Bernstein über ein Tierfell gerieben wurde und daraufhin kleine Gegenstände wie Federn oder Stroh anzog.

Von der Steckdose über die Solaranlage bis hin zum Verkehrsleitsystem

Heute ist das Berufsbild eines Elektronikers enorm vielseitig und umfasst weit mehr als nur das Verlegen von Stromkabeln und das Anbringen von Steckdosen. Die Aufgaben erstrecken sich von der Installation und Wartung riesiger Produktions- und Verfahrensanlagen, über die Installation von Kommunikations- und Sicherheitssystemen bis hin zur Energieversorgung in Gebäuden. Die dreieinhalbjährigen Ausbildungen zum Elektroniker sind deshalb als Monoberufe strukturiert. Nach dem ersten Ausbildungsjahr erfolgt immer eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Einsatzgebiet. Wir stellen Ihnen die drei wichtigsten vor:

Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Gemessen an der Anzahl der jährlich neuen Auszubildenden ist das wohl der am meisten verbreitete Elektronikerberuf. Beim Hausbau obliegt ihm die Vernetzung von Systemen, er richtet die Stromversorgung ein, entwirft und installiert Beleuchtungsanlagen sowie Schalt- und Regeleinrichtungen und kümmert sich auch um die Montage der Energieversorgung zum Beispiel über eine Solaranlage. Auch für anfallende Reparaturen ist der Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik zuständig. Die Ausbildung orientiert sich an der Handwerksordnung. Als „typischer Elektriker“ wird er meist im Elektronikerhandwerk und bei Facility-Dienstleistern eine Anstellung finden. Das durchschnittliche Monatsgehalt liegt zwischen 1.900 und 4.300 Euro.

Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik

Elektroniker der Fachrichtung Informations- und Telekommunikationstechnik sind die Experten, wenn es ums Planen und Installieren elektronischer Kommunikations- und Sicherheitssysteme, wie z.B. Telefonanlagen, Alarmanlagen oder auch Überwachungssysteme geht. Sie installieren darüber hinaus Zutrittskontrollen, Alarmanlagen und Brandmelder und sind in der Lage, diese zu warten, gegebenenfalls zu reparieren und technische Inspektionen durchzuführen. Dabei ist umfangreiches Wissen die notwendige Hard- und Software gefordert. Auch die Kundenberatung gehört zum Tätigkeitsbereich: Anforderungen analysieren, Lösungsvorschläge entwerfen, und später die Nutzereinweisung durchführen. Meist arbeiten Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik im Industriesektor oder werden als IT-Servicedienstleiter direkt zum Kunden geschickt. Das durchschnittliche Monatsgehalt liegt zwischen 1.300 und 4.600 Euro.

Elektroniker für Automatisierungstechnik

Alles, was mit Steuer-, Mess- und Regelungssystemen zu tun hat, fällt in den Aufgabenbereich eines Elektronikers für Automatisierungstechnik. Dabei geht es vornehmlich um Maschinen und Anlagen, die im Grunde von alleine arbeiten sollen und sensorisch, pneumatisch, hydraulisch oder elektronisch gesteuert werden, unter anderem Heizungs- und Lüftungsanlagen, Fertigungsanlagen – bis zu Verkehrsleitsystemen. Der Elektroniker für Automatisierungstechnik plant am PC die Bewegungsabläufe der Anlagen und entwirft die Schaltpläne, um später alle Bauteile zu installieren und zu einem System zu verbinden. Er arbeitet meist in Industrieunternehmen der Automotive-Branche oder im Anlagen- und Maschinenbau. Durchschnittlich verdient er zwischen 2.051 und 6.025 Euro im Monat.

Doch damit nicht genug. Weitere Ausbildungen zum Elektroniker sind auf bestimmte Gerätetypen und Systeme spezialisiert: zum Beispiel der Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme, der Elektroniker Geräte und Systeme oder der Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik.

Ein Beruf, der Trend und Tradition verbindet

Auch wenn der Elektroniker zu den Traditionsberufen zählt, folgt er doch auch modernsten Entwicklungen und Trends. Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik zum Beispiel installieren sogenannte Smart-Home-Systeme, bei denen Systeme der Haustechnik (Heizung, Klima, Licht), Sicherheitstechnik (Alarm- und Überwachungsanlagen, Zutrittskontrolle) und Kommunikationstechnik (Internet, Telefone, Sprechanlagen) in einer integrierten Haussteuerung vernetzt werden. Alle Funktionen sind dann über Touchpanels einfach und intuitiv zu bedienen. Für Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik hält die Elektromobilität weitere zukunftsweisende Tätigkeitsbereiche bereit. Sie sind am Aufbau der Infrastrukturnetze beteiligt, die für die Energieversorgung der Fahrzeuge nötig sind.

An der Karriere basteln

Elektroniker können nicht nur an Schaltkreisen und Netzwerken basteln, sondern auch an ihrer Karriere. Aufstiegsweiterbildungen bieten die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen – zum Beispiel durch die Prüfung als Elektrotechnikermeister oder mit einer Weiterbildung in der Fachrichtung Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energietechnik. Ein Studium, zum Beispiel mit einem Bachelorabschluss in den Fachrichtungen Elektrotechnik, Gebäudetechnik oder Gebäudeenergietechnik, eröffnet weitere Berufs- und Karrierechancen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Studium auch für Elektroniker ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung möglich. Das Internet informiert über Zugangsberechtigungen in den einzelnen Bundesländern

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Quelle:

https://www.gehaltsvergleich.com/

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null

https://www.ausbildung.de/berufe/elektroniker/

 


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