Auch wenn die Ausbildung zum Elektromonteur schon etwas länger her ist und heute nicht mehr angeboten wird, das Knowhow ist bei Unternehmen nach wie vor sehr gefragt. Ausgebildete Elektromonteure finden heute Beschäftigung in fast allen Branchen und Unternehmenszweigen. Wie ihr Arbeitsalltag aussieht, lesen Sie hier.

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Heute kein Ausbildungsberuf mehr

In fast allen Branchen suchen Unternehmen immer wieder nach Elektromonteuren. Dabei gibt es den Beruf gar nicht, oder zumindest nicht mehr. Zwischen 1970 und 1990 wurde diese spezielle Facharbeiterausbildung Schulabgängern der ehemaligen DDR angeboten. In der Schweiz war der Elektromonteur bis 2007 ein gängiger Ausbildungsberuf, bevor er von der Ausbildung zum Elektroinstallateur abgelöst wurde. Tatsächlich ist der Beruf des Monteurs in weiten Teilen mit dem des Elektroinstallateurs, Elektronikers (Energie & Gebäudetechnik) oder des Elektroanlagenmonteurs vergleichbar. Ob Monteur, Installateur oder Elektroniker – für interessierte Bewerber dieser Fachrichtung lohnt sich in jedem Fall ein genauerer Blick auf die Anforderungen der Stellenanzeige, auch wenn die Berufsbezeichnung nicht exakt der eigenen Ausbildung entspricht.

Die Leidenschaft zum Beruf gemacht

Als Kind war das Fernsteuerauto vermutlich das liebste Spielzeug des Elektromonteurs und dessen Fernbedienung spätestens nach zwei Stunden mit großem Interesse in ihre Einzelteile zerlegt. Dieser Leidenschaft können ausgebildete Elektromonteure auch im Erwachsenenalter nachgehen, denn in ihrem Beruf müssen sie elektrische Bauteile installieren und regelmäßig warten. Sie errichten, prüfen und reparieren elektronische Geräte vom Motor bis zur Beleuchtung. Sie verlegen Leitungen und Kabel nach Schaltplänen, bauen elektrotechnische Anlagen zusammen und nehmen sie in Betrieb. Mit Hilfe von Messgeräten suchen sie Fehler, beheben Störungen, reparieren defekte Maschinen und halten sie instand.

Die Aufgaben als Elektromonteur

Außerdem installieren Elektromonteure Energie- und Versorgungsleitungen, Leitungsführungssysteme sowie Anlagen der Gebäudesystemtechnik, wenn diese beispielsweise erweitert oder modernisiert werden. Auch Maschinen werden mit ihrer Hilfe aufgerüstet und mit Automatisierungssystemen versehen. Als Elektromonteur programmiert man zudem neue Systeme, konfiguriert diese und prüft sie anschließend auf ihre Funktion. Ist alles installiert, geprüft und bereit, in Betrieb genommen zu werden, kommen die didaktischen Qualitäten des Elektromonteurs zum Vorschein, denn jetzt muss er die künftigen Anwender mit einer Schulung in das neue System einführen.

Universal einsetzbar

An Einsatzmöglichkeiten mangelt es Elektromonteuren nicht. Beschäftigung finden sie vor allem in Industriebetrieben oder bei Energieversorgungsunternehmen. Häufig suchen Hersteller von industriellen Prozesssteuerungseinrichtungen, also zum Beispiel von Anlagen der Regelungs-, Mess- und Steuertechnik, nach Mitarbeitern mit diesem Profil. Auch Betriebe der Elektroinstallation, die sich auf die technische Gebäudeausrüstung spezialisiert haben, kommen als Arbeitgeber in Frage. Und natürlich können Elektromonteure in jedem Betrieb oder Unternehmen arbeiten, in dem Betriebs- und Produktionsanlagen verwendet und somit instand gehalten werden müssen. Das können zum Beispiel Krankenhäuser, Telekommunikationsunternehmen und Flughäfen sein, aber auch Betriebe der Nahrungsmittelindustrie, der Kunststoffverarbeitung oder jeder anderen produzierenden Industrie.

Gehalt und Karriere

Laut der Vergleichsplattform gehalt.de verdienen Elektromonteure durchschnittlich zwischen 2.100 und 3.300 Euro brutto im Monat. Das hängt natürlich nicht nur von der jeweiligen Berufserfahrung, sondern auch von der Region und dem Unternehmenszweig ab. Wer als Elektromonteur einen Arbeitgeber in der Pharmaindustrie, in der Verfahrungstechnik oder dem Anlagenbau findet, verdient meist mehr als in anderen Branchen. Mit diversen Aufstiegsweiterbildungen haben Elektromonteure die Möglichkeit, beruflich voranzukommen und in Führungspositionen zu gelangen – zum Beispiel durch die Prüfung als Elektrotechnikermeister oder mit einer Weiterbildung in der Fachrichtung Elektrotechnik mit dem Schwerpunkt Energietechnik.

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Quellen:

https://www.gehalt.de/beruf/elektromonteur

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/archiv/35007.pdf

http://www.spiegel.de/karriere/gehalt-diese-branchen-zahlen-am-besten-a-1072554.html

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