Berlin

Berlin mittlerweile zu relevanten Wirtschaftsfaktoren geworden. Laut der Studie „Digitale Wirtschaft – Standortanalyse im Städtevergleich“ der IBB liegt die Bruttowertschöpfung der gesamten Internetwirtschaft derzeit bei 3,9 Mrd. Euro jährlich und erreicht damit einen Anteil von 4,2 Prozent an der gesamten Berliner Wirtschaftsleistung.

Überdurchschnittlich viele Internet Start-ups

„Berlin ist aber nicht nur eine digitale Stadt – es ist auch eine Gründerstadt“, so der Vorstandsvorsitzende der IBB, Ulrich Kissing. „Vor allem im Bereich der Digitalen Wirtschaft hat sich eine lebendige und kreative Gründerszene entwickelt, die auch international große Beachtung findet. Alle 20 Stunden wird ein neues Internetunternehmen in Berlin gegründet. Das ist der beste Beleg für die Dynamik Berlins in diesem Sektor.“ Mit 469 Betriebsgründungen, oder 2,8 neu gegründeten Betrieben pro 10.000 Erwerbstätigen, lag Berlin 2012 laut der IBB-Studie in der digitalen Wirtschaft im Vergleich der großen deutschen Städte ganz weit vorn. Für Deutschland insgesamt gab es pro 10.000 Erwerbstätige gerade einmal eine Internetfirmengründung. Mit dem Berliner Ergebnis kann nur noch München mit seiner enormen Wirtschaftskraft Schritt halten. Es folgen Frankfurt am Main (2,3 Internetfirmengründungen pro 10.000 Erwerbstätige), Dresden (1,9), Köln (1,7), Düsseldorf (1,6), Hamburg (1,5), Stuttgart (1,1) und Dortmund (0,8).

Berlin möglicherweise bald „reich und sexy“

„Berlin ist ein hervorragender Standort für Start-ups – vor allem wegen des guten Zugangs zu hochqualifizierten Mitarbeitern. Die HitFox Group bekommt beispielsweise jeden Monat über 500 Bewerbungen, davon mehrere hundert aus dem EU-Ausland“, kommentiert Jan Beckers, Gründer und Geschäftsführer der HitFox Group, einem der IT-Leuchtturm-Unternehmen in Berlin, das Ergebnis der Studie. „Berlin profitiert ebenso von den Start-ups, denn die garantieren nachhaltiges Wachstum in wichtigen Zukunftsindustrien. Dies stellt langfristig einen strukturellen Vorteil dar – in 10 Jahren wird Berlin auch gesamtwirtschaftlich im Vergleich mit anderen Metropolen sehr gut dastehen. Im Moment ist Berlin noch „arm und sexy“, dann ist es möglicherweise „reich und sexy“.“

Digitale Wirtschaft als starker Beschäftigungssektor

Alles in allem arbeiten in den Bereichen der Berliner digitalen Wirtschaft rund 62.400 Personen. Rund drei Viertel dieser Erwerbstätigen sind als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig  gegenüber 21 Prozent, die als Selbstständige in diesem Bereich aktiv sind. Nur 3,4 Prozent aller in den Berliner Internet-Branchen Erwerbstätigen gehen einer ausschließlich geringfügigen Beschäftigung nach. Auch im Vergleich mit anderen großen Städten sind die Berliner Beschäftigtenzahlen in der digitalen Wirtschaft beachtlich. Mit der Hauptstadt kann erneut nur München mithalten, das mit einer Steigerung von fast 11.000 Arbeitsplätzen von 2008 bis 2012 auf eine ähnliche Größenordnung kommt. Es folgen mit einem deutlichen Abstand Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Dresden  und Dortmund.


Die vollständige Studie finden Sie hier: Berlin aktuell: Digitale Wirtschaft – Standortanalyse im Städtevergleich, Juli 2013 (PDF, 479 KB) Bildquelle: Gordon Gross, pixelio.de

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