Absage

Bärbel Bendig. „Häufen sich allerdings die Absagen und Sie erhalten so gut wie nie eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch, dann ist es an der Zeit, Ihre Bewerbungsstrategie zu reflektieren und kritisch zu hinterfragen.“ Stecken Sie also nicht den Kopf in den Sand, denn aus jeder Absage können Sie etwas lernen und beim nächsten Mal optimieren. Für Ihre künftigen Bewerbungen empfiehlt Bärbel Bendig folgende Strategien:

Bewerben Sie sich initiativ

Bei Bewerbungen auf Stellenausschreibungen sind Sie in Konkurrenz mit vielen anderen Interessenten. Darum: Bewerben Sie sich initiativ bei den Unternehmen, die Sie interessant finden. Das heißt aber nicht, die Unterlagen einfach „ins Blaue“ abzuschicken. Recherchieren Sie im Vorfeld in den entsprechenden Fachabteilungen oder in der Personalabteilung, ob Stellen derzeit vakant sind. Das erfordert ein wenig Mut und vor allem Übung. Auf jeden Fall sollten Sie dazu einen kurzen Gesprächsablauf sowie eine 2-Minuten-Präsentation zu Ihrem Werdegang vorbereiten. Dann starten Sie mit Unternehmen, die nicht in Ihrem Fokus stehen — zur Übung. Wenn Sie genau wissen, wo Sie in dem Unternehmen hinwollen, lassen Sie sich auch direkt in der Personalabteilung oder in der entsprechenden Fachabteilung den Namen des passenden Ansprechpartners geben. Rufen Sie aber nicht ein Unternehmen nach dem anderen an und fragen nach freien Stellen. Im Vordergrund sollte immer Ihr konkretes Angebot für genau das Unternehmen stehen. Abschließend werten Sie jedes Gespräch aus: Was lief gut, was kann ich verbessern? Vielleicht haben Sie auch die Möglichkeit, dies mit einem Freund oder einer Freundin auszuprobieren.

Pflegen Sie Ihr Netzwerk

Investieren Sie Zeit in Ihr Netzwerk, pflegen Sie es, bauen Sie es aus und setzen Sie es zur Stellensuche ein. Nutzen Sie also alle Möglichkeiten des Online-Netzwerkens, etwa über Xing, LinkedIn, Twitter oder Facebook. Denken Sie aber auch daran, anderweitige persönliche Kontakte zu pflegen, denn diese sind eine der wirksamsten Quellen bei der Suche nach einem neuen Job. Das beginnt bei existierenden Kontakten, wie ehemalige Studien- und Arbeitskollegen, Freunde oder Nachbarn. Sie können aber auch gezielt professionelle Kontakte aufbauen, etwa indem Sie einem Berufsverband beitreten.

Sich auf die „richtige“ Stelle bewerben

Haben Sie schon mehr als 50 Bewerbungen abgeschickt, ohne eingeladen zu werden? Dann sollten Sie überlegen, ob Sie sich auf die richtigen Stellen bewerben. Was zählt ist nicht Masse, sondern Klasse. Wählen Sie das Stellenangebot und das Unternehmen, auf das Sie sich bewerben, sorgfältig aus. Beides sollte zu Ihrem Profil und zu Ihrem Angebot passen. Das Anforderungsprofil der Stelle sollte sich zu 70 bis 80 Prozent mit Ihren Kompetenzen decken. Wobei die zuerst genannten Anforderungen (SOLL-Qualifikationen) dem Unternehmen am wichtigsten sind, d.h. hier sollten Sie auf jeden Fall punkten.

Stellenanzeigen mit dem eigenen Profil abgleichen

Hilfreich dafür ist es, wenn Sie eine Inventarliste zu den eigenen berufsrelevanten Stärken und Qualifikationen erarbeiten. Durchleuchten Sie Ihre beruflichen Stationen und beschreiben Sie Ihre fachlichen und persönlichen Stärken. Diese Fragen können dabei helfen: Was haben Sie gut gemacht? Was ging Ihnen leicht von der Hand? Wo waren Sie mit Spaß und Engagement dabei? Welche (Arbeits-)aufgaben haben Sie wie erfolgreich gemeistert? Überlegen Sie dabei auch immer, woran denn eigentlich zu erkennen ist, dass Sie diese Stärken besitzen. So vorbereitet, wird es deutlich einfacher, einen realistischen Blick auf Stellenaufschreibungen zu werfen und einen Abgleich mit dem eigenen Profil vorzunehmen.

Optimale Bewerbungsunterlagen

Ihre Unterlagen sollten immer auf dem neusten Stand sein, übersichtlich und gut strukturiert, angenehm und schnell lesbar sowie nachvollziehbar. Belegen Sie Ihre fachlichen und persönlichen Qualifikationen, sodass sowohl im Lebenslauf als auch im Anschreiben deutlich wird, warum gerade Sie so gut auf die Stelle und in das Unternehmen passen. Verwenden Sie ein professionelles Foto, auf dem Sie von Ihrer Schokoladenseite zu sehen sind und kompetent erscheinen. Bild: © Dirima – Fotolia.com 

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