Zeitdruck, Mobilität, ständige Erreichbarkeit – die Anforderungen der modernen Arbeitswelt verändern sich rasant und bestimmen unser halbes Leben. Viele Menschen fühlen sich diesem Druck nicht gewachsen oder wollen ihn einfach nicht. Denn so eine Arbeitssituation ist schwer vereinbar mit den Vorstellungen von einem ‚guten Leben’. 

Berufs- und Privatleben miteinander zu verbinden wird zur immer größeren Herausforderung. Die sogenannte „Work-Life-Balance“ klingt wie ein Mode-Begriff, spielt aber für viele tatsächlich eine immer wichtigere Rolle. Da kommen die Informationstechnologien gerade recht: Denn jetzt können wir selber entscheiden, wann, wie lange und wo wir arbeiten und wir sind immer und überall erreichbar. Aber ist das wirklich die Lösung des Problems? Haben wir nun mehr Zeit und Gestaltungsfreiheit im Leben und wollen die Unternehmen eigentlich solche Arbeitsformen?

Ob und wie das Ganze zu einer Win-Win-Situation für Firmen und Beschäftigte werden kann, untersucht jetzt das Cornelia-Goethe Centrum an der Universität Frankfurt am Main. Außerdem überlegen die Forscherinnen, ob mehr Freiheit und Selbstbestimmung der Beschäftigten auch die beruflichen Möglichkeiten von Frauen verbessern kann. Denn: weichen die starren Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben auf, organisieren Männer und Frauen Arbeit und Leben auch flexibler, was letztlich zu mehr Geschlechtergerechtigkeit führen könnte.

Auf einer eigenen Internetseite http://www.bege-ffm.de haben die Frankfurter Wissenschaftlerinnen dafür ein Diskussionsforum zum Thema eingerichtet. Die Inhalte des Forums und der dazugehörigen Umfragen sollen später anonym ausgewertet werden.


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