Büro auf vier Rädern

Die Autobahn ist voll von Dienstwagen, die sich meistens aus der oberen Mittelklasse rekrutieren. Audi A6 oder BMW 5er, ein gediegener Passat oder auch mal ein Mercedes C-Klasse gehören meist zu Außendienstlern, die auf ihrem Weg von Kunde zu Kunde und zum nächsten Meeting mit ihren Bossen oder Außenstellen sind. Diese Berufsgruppe ist viel unterwegs und muss deswegen Komfort und die neueste Sicherheitstechnik im Auto haben. Navigationsgerät und Blitzermelder gehören zu ihrer Ausstattung, genau wie ein gemäßigter Bleifuß jedoch mit vorausschauender Fahrweise. Ebenso findet man diese Art Autos bei Langstreckenpendlern mit gehobenen Positionen, denn eben für sie lohnt es sich, weit zu pendeln. Im Unterschied zu den Außendienstlern, die ihr Auto lediglich bedienen können, ergänzen sie die Ausstattung der Komfortwagen ab und zu durch Sonderausstattung wie man sie auf Carmio bekommt. Meist handelt es sich um Fach- und Führungskräfte im IT-Bereich oder aus anderen technischen Berufen. Mehr Understatement zeigen Arbeitnehmer aus kreativen Berufen und fahren mit Eco-Modellen der Mittelklasse herum. Sie fahren einen Audi A3, einen Mini oder ein Smart, also alles, was in der Nähe ihrer Innenstadtbüros in die Parklücken passt oder sich im Parkhaus leichter rangieren lässt. Wichtigste Ausstattung ist für sie das Radio und ein gutes Soundsystem.

Größeres Budget, größeres Auto?

Dagegen ist der typische Arzt auf dem Weg in die Klinik meist ein wenig sportlicher unterwegs. Je nach Hierarchiestufe leistet er sich etwas Extravaganz in Form eines italienischen Alfa Romeo, eines Porsche oder eines bulligen Volvo SUV. Die Krankenschwester wird passend zum Einkommen eher mit einem Golf oder einem spritsparenden Polo unterwegs sein, Kleinwagen aller Art werden außerdem von kleineren Angestellten weiblichen Geschlechts und Hausfrauen gerne genommen. Denn die denken praktisch und wirtschaftlich und legen weniger Wert auf Status als auf niedrige Unterhaltskosten und geringen Spritverbrauch. Eine gar nicht mal so kleine Berufsgruppe nutzt allerdings berufsbezogen gar kein Auto, sondern pendelt mit Bus und Bahn. ÖPNV-Nutzer gibt es in jeder Berufsgruppe, doch ihre privat genutzten Autos ließen sich wahrscheinlich ähnlich zuordnen wie gehabt. Oft haben sie aber einen älteren oder gebrauchten Wagen vor der Tür stehen, denn nur selten legt jemand, der die Vorzüge von öffentlichen Verkehrsmitteln zu schätzen weiß, viel Wert auf das Statussymbol Auto. Am wahrscheinlichsten ist eine komfortable Familienkutsche älteren Baujahres oder ein ebensolcher Kleinwagen für die dringendsten Touren. Bildquelle: © Konstantin Yuganov – Fotolia.com

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