Kellnern, Nachhilfe geben oder Kassieren – dies sind beliebte Studentenjobs, haben aber meist keinen oder nur wenig Bezug zum Studium. Wer stattdessen während des Studiums Berufserfahrung im eigenen Studienbereich sammeln möchte, kann dies am besten als Werkstudent tun. Denn so lässt sich nicht nur die Studentenkasse aufbessern, sondern auch wertvolle und relevante Berufserfahrung sammeln. Die wenigsten Studenten kommen heutzutage ohne Minijob aus, denn neben Semesterbeiträgen, Studiengebühren und der nötigen Ausrüstung zum Lernen muss auch das alltägliche Leben finanziert werden. Wer nicht mehr bei den Eltern wohnt, hat zudem mit einer besonderen finanziellen Belastung zu kämpfen: Die Mieten verschlingen einen beträchtlichen Anteil des studentischen Budgets. Dann reicht auch oft das BAföG nicht mehr aus und es wird nach dem nächstbesten Minijob gesucht.

Großes Plus im Lebenslauf durch Job als Werkstudent

Der Job ist dann zwar eine zusätzliche Belastung für das Studium, bietet neben den finanziellen Vorteilen aber auch einige Chancen. Neben dem Praktikum und dem dualen Studium ist dies die wohl einzige Möglichkeit, bezahlte Berufserfahrung im Rahmen des Studiums zu sammeln. Wer hier einen Job in der eigenen Studienrichtung ergattert, hat neben dem praktischen Gewinn auch gleich ein gewichtiges Plus im Lebenslauf. Man nennt diese Art der Anstellung  Werkstudent und online findet man entsprechende Stellenangebote auf den gängigen Jobportalen oder auf Jobbörsen speziell für Studenten.

Vielfältige Möglichkeiten

Studierende aus dem Bereich der Medien kommen oft in Online-Redaktionen unter, Jura-Studenten als Hilfskräfte in der Kanzlei, Maschinenbauer suchen sich Jobs bei Automobil- oder Technologiekonzernen. Die angebotenen Stellen sind vielfältig und decken so gut wie jede Studienrichtung ab. Studierende können neben der Praxiserfahrung gleich Kontakte zu Arbeitgebern knüpfen, manche Unternehmen unterstützen die Werkstudenten sogar bei anstehenden Bachelor- und Masterarbeiten. Um den Status eines Werkstudenten zu besitzen, darf man die wöchentliche Arbeitszeit von 20 Stunden nicht überschreiten. Lediglich während der vorlesungsfreien Zeit darf aus dem Halbtags-Job eine Vollzeitstelle werden. Wenn das Gehalt zudem nicht die Grenze von 400 Euro im Monat überschreitet, dann ist man weiterhin berechtigt, in der Familienversicherung zu verbleiben. Außerdem entstehen keine Kosten für die Arbeitslosenversicherung.

Auch Unternehmen profitieren

Diese versicherungstechnische Regelung macht die Werkstudenten zu günstigen und profitablen Arbeitskräften. Unternehmen sparen Kosten bei den Sozialabgaben und können so gut ausgebildeten Nachwuchs rekrutieren. Die besten Studenten werden mit Jobangeboten für einen festen Job im Unternehmen nach dem Studium gelockt. Vom Nebenjob als Werkstudent profitieren also die Arbeitgeber und die Studenten gleichermaßen. Das ist auch der Grund warum immer mehr Studentenjobs dieser Art angeboten werden. Bildquelle: © Peter Atkins – Fotolia.com

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