Die abwechslungsreiche und insbesondere emotional sehr anspruchsvolle Tätigkeit des Gesundheits- und Krankenpflegers zählt zu den wichtigsten und zugleich beliebtesten Berufen der Gesundheitsbranche. Vor allem für junge Frauen gehört eine Ausbildung zur Krankenschwester zur Traumkarriere, verspricht sie zwar eine harte und anstrengende, jedoch zugleich auch eine sehr erfüllende Arbeit. Krankenpfleger kümmern sich um die Versorgung und Betreuung kranker und pflegebedürftiger Patienten unterstützen Ärzte bei Untersuchungen und Behandlungen und dokumentieren Patientendaten.

Arbeitsmarktsituation: Beste Chancen für Pflegeberufe

Während Einsatzgebiete und Tätigkeiten des Gesundheits- und Krankenpflegers immer vielseitiger werden, steigt auch der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich seit Jahren stetig an. Vor dem Hintergrund des prognostizierten demographischen Wandels wird der Bedarf wohl exponentiell weiter steigen.

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Aus- und Weiterbildung: Vom Krankenpfleger bis zum Mediziner oder Pflegemanager

Bei der 3-jährigen Berufsausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflger handelt es sich um eine schulische Ausbildug, welche an Berufsfachschulen für Krankenpflege stattfindet. Zugangsforraussetzung für die Ausbildung zum Krankenpfleger ist ein mittlerer Bildungsabschluss sowie das vollendete 16. Lebensjahr. Schüler mit Hauptschulabschluss haben nach einer zweijährigen Berufspraxis ebenfalls die Möglichkeit, zur Ausbildung zugelassen zu werden.

Die ersten zwei Jahre enthalten einen praktischen Ausbildungsteil, der ein einem Block absolviert wird, aufgteilt nach den Fachgebieten Gynäkologie, Geriatrie, Neurologie, Wochen- und Neugeborenenpflege sowie Pädiatrie. Im dritten Ausbildungsjahr werden die Fachbereiche Chirurgie, Psychiatrie und Innere Medizin gelehrt. Ergänzt wird die praktische Ausbildung durch einen theoretischen Teil, in dem pflegerelevante Kenntnisse in den Bereichen Naturwissenschaften und Medizin, Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Recht, Politik und Wirtschaft vermittelt werden.

Gegen Ende der Ausbildung können sich die angehenden Krankenpfleger für eine bestimmte praktische Fachrichtung ihrer zukünftigen Tätigkeit entscheiden, bevor sie ihre Berufsausbildung mit einer gesetzlich anerkannten Prüfung abschließen, die je aus einem schriftlichen, mündlichem und praktischen Teil besteht.

Ausgelernte Gesundheits- und Krankenpfleger können eine Weiterbildung zur Stationsleitung oder Fachpflegekraft absoliveren. Auch Fachweiterbilungen können abgelegt werden, so zum Beispiel in Form von Fortbildungen in den Bereichen Kinderkrankenpflege, Schmerztherapie, Intensivpflege und Onkologie. Gelernte Krankenpfleger/innen, die zudem über eine Hochschulreife (Abitur) verfügen, können sich im Anschluss an die praktische Ausbildung für ein Medizinstudium bewerben. Auch andere akademische Abschlüsse, wie Pflegewissenschaft oder Pflegemanagement lassen sich gut nach einer Ausbildung zum Krankenpfleger absolvieren.

Ausbildungsvergütung und Gehalt: Was verdient ein Krankenpfleger?

Auszubildende erhalten im Durchschnitt eine Vergütung von 1010€ brutto/Monat im ersten Ausbildungsjahr, 1072€ im zweiten und 1173€ im dritten Jahr. Gelernte Krankenpfleger im öffentlichen Dienst können mit einem Einstiegsgehalt von 2400€ bis 2600€ brutto/Monat rechnen – exklusive Aufschläge für Nachtschichten oder Arbeit an Sonn- und Feiertagen. Gehaltserhöhungen sind tariflich geregelt. Das Gehalt liegt dann beispielsweise nach 13 Jahren Berufserfahrung bei 3200€ brutto monatlich. Krankenpfleger mit Führungsaufgaben erhalten bis zu 3600€. Die Gehälter im nicht-öffentlichen Dienst können unter Umständen etwas darunter liegen.

Auf einen Blick: Typische Branchen, wichtige Arbeitgeber, Verbände und Organisationen

Krankenpfleger werden von Krankenhäusern, Facharztpraxen oder Gesundheitszentren beschäftigt. Darüber hinaus können sie in Altenwohn- und pflegeheimen, in Einrichtungen der Kurzzeitpflege, bei ambulanten Pflegediensten, in Wohnheimen für Menschen mit Behinderung und auf Krankenstationen oder in Hospitälern von Schiffen eingesetzt werden. Zu den wichtigen Verbänden gehören u.a. der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBFK), der Deutsche Pflegeverband e.V. (DPV) und der Arbeitgeberverband Pflege.

 


Quellen: berufenet.arbeitsagentur.de, personal-wissen.net, ausbildung.de

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