Die Techniker Krankenkasse hat in ihrem Gesundheitsreport einen überdurchschnittlich hohen Krankenstand unter Zeitarbeitern festgestellt und ruft zur Gesundheitsförderung auf. Einige Zeitarbeitsunternehmen, wie etwa der Personaldienstleister Orizon, setzen dies bereits um.

Nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) sind Beschäftigte in Zeitarbeit mit durchschnittlich 17,8 Fehltagen im Jahr deutlich häufiger krankgeschrieben als Beschäftigte im konventionellen Arbeitsmarkt mit 13,3 Tagen pro Kopf.

„In allen relevanten Diagnosekapiteln verzeichnen wir für 2012 bei Leiharbeitern höhere Fehlzeiten“, kommentiert Gudrun Ahlers, verantwortlich für die Gesundheitsberichterstattung der TK: Vor allem in den Bereichen Muskel-Skelett-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Verletzungen/Vergiftungen und psychische Erkrankungen sind Zeitarbeiter gesundheitlich stärker belastet als Beschäftigte in anderen Branchen.

Zeitarbeiter körperlich und psychisch stärker belastet

„Eine Ursache für die erhöhten Fehlzeiten bei Leiharbeitern ist, dass sie in den Unternehmen häufig für körperlich anstrengende Aufgaben eingesetzt werden. Es erklärt aber sicherlich nicht eine solche Differenz. Wir wissen aus Umfragen, dass vor allem die Arbeitsplatzunsicherheit, die Einkommenssituation sowie die Diskrepanz zwischen der Tätigkeit in der Leiharbeit und der eigentlichen Qualifikation belasten“, so Gudrun Ahlers.

Die TK setzt sich dafür ein, auch befristet Beschäftigte in Maßnahmen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement einzubeziehen. „Es sollte selbstverständlich sein, dass die entleihenden Betriebe für alle Beschäftigten ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen“, meint die TK-Expertin. „Wichtig ist aber auch, dass die Zeitarbeitsfirmen ihre Mitarbeiter in Beschäftigungspausen weiter qualifizieren und ihre Gesundheit fördern.“

Wo Gesundheitsvorsorge und Arbeitssicherheit groß geschrieben werden

Die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter kann als ein weiterer Indikator für die Qualität eines Zeitarbeitsunternehmens gesehen werden. Zeitarbeiter sollten also darauf achten, bei welchem Personalunternehmen sie ihren Vertrag unterschreiben.

Der Personaldienstleister Orizon hat eine gezielte Sicherheits- und Vorsorgestrategie für einen umfassenden Schutz seiner Mitarbeiter entwickelt. Den Erfolg der Strategie beweisen die überdurchschnittlich niedrigen Unfallzahlen bei Orizon. Die 1.000 Mann-Quote für Arbeitsunfälle lag dort 2012 bei 14 Unfällen pro 1.000 Mitarbeiter. Im Branchendurchschnitt liegt diese Quote fast doppelt so hoch bei 27 pro 1.000.

Zudem ist seit Januar 2013 ein umfangreiches Benefit-Programm verbindlicher Bestandteil aller Arbeitsverträge, die das Unternehmen mit Arbeitnehmern in der Zeitarbeit schließt. Neben betrieblicher Altersvorsorge, Gratifikationen für langjährige Mitarbeitern, Möglichkeit zur Eröffnung eines kostenlosen Girokontos und Einkaufsgutscheinen bei Heirat und Geburt eines Kindes ist auch die Gesundheitsvorsorge zentraler Bestandteil des Programms. Das Werksarztzentrum steht allen Mitarbeitern überall in Deutschland jederzeit bei medizinischen Problemen kostenfrei zur Seite.

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