Ein guter Ruf kann im Job zum Karrierebeschleuniger werden und entscheidend für eine Beförderung sein. Leider lässt sich der eigene Ruf schneller ruinieren als aufbauen. Und hat das Image erst einmal Kratzer, ist es gar nicht so leicht, Kollegen und Vorgesetzte wieder von sich zu überzeugen. Wir sagen Ihnen, wie Sie schnell und effektiv Ihr Eigenmarketing auf Vordermann bringen.

Justin Bieber, Donald Trump oder Cathy Hummels – fast scheint es so, als pflegen VIPs mit Hingabe ihren schlechten Ruf und sind dadurch noch erfolgreicher. Eine einleuchtende Strategie, wenn man bedenkt, dass es viel einfacher ist, sich den Ruf zu ruinieren, als ihn aufzubauen. Für Normalsterbliche geht diese Gleichung allerdings nicht auf. Wer im Job zuschaut, wie sein Image den Bach runtergeht, kann seine Karriereplanung gleich hinterherwerfen. Ein guter Ruf ist Ihre Reputation im Job und kann bei einer Beförderung das Zünglein an der Waage sein. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die aber beständig und konsequent beachtet werden müssen, wenn Sie Ihr Ansehen am Arbeitsplatz verbessern wollen.

Mit diesen 6 Tipps polieren Sie Ihr Image auf

Ihr Ruf eilt Ihnen voraus. Auch Kollegen, denen Sie noch nie persönlich begegnet sind, haben allein durchs „Hörensagen“ ein ganz bestimmtes Bild von Ihnen im Kopf. Vielleicht sagt man Ihnen ja nach, ein unfreundlicher Eigenbrötler zu sein oder ein arroganter Selbstdarsteller? Wir sagen Ihnen, was Sie tun können, um Ihr Image wieder aufzupolieren.

Ihr Ruf: Sie sind übellaunig und unfreundlich.

Image-Politur:Lächeln Sie! Natürlich sollen Sie nicht angestrengt dauergrinsen, bis sich Ihre Gesichtsmuskulatur verkrampft. Üben Sie sich aber darin, grundsätzlich ein – wie man so schön sagt – freundliches Gesicht aufzusetzen. Egal ob Sie Kollegen im Vorbeigehen kurz zunicken oder zu einem Gespräch treffen: Wer anderen offen und freundlich begegnet, bekommt augenblicklich Sympathien zurück.

Ihr Ruf: Sie haben keinen.

Image-Politur: Kommunizieren Sie! Wenn Sie niemandem im Gedächtnis bleiben, ist das für Ihre Karriere genauso förderlich wie ein schlechter Ruf. Nämlich gar nicht. Ein bisschen Smalltalk hier und da reicht schon aus, um zu zeigen, dass Sie sich für Ihre Kollegen interessieren. Also wenn Sie das nächste Mal wieder einfach an Herrn Wieshuber aus dem Controlling vorbeihetzen wollen, bleiben Sie doch einfach stehen und wechseln ein paar Worte mit ihm.

Ihr Ruf: Sie sind arrogant und egoistisch.

Image-Politur: Sagen Sie danke! Oft rührt Arroganz daher, dass man Hilfe und Gefälligkeiten als selbstverständlich ansieht. Vielen Menschen ist es gar nicht bewusst, dass Sie nie danke sagen, obwohl das in unserer Gesellschaft der Grundstein jeder guten Kinderstube ist. Ihren Kollegen hingegen fällt dieses Versäumnis garantiert auf. Bedanken Sie sich also, wann immer jemand etwas für Sie tut. Das kann das Weiterleiten einer wichtigen Information, die Beantwortung einer Frage oder die Unterstützung bei einer konkreten Aufgabe sein. Mit einem Danke vermitteln Sie Wertschätzung und Ihnen wird beim nächsten Mal wieder gern geholfen.

Ihr Ruf: Sie meinen, Sie können alles besser.

Image-Politur: Delegieren Sie! Wer Aufgaben und Verantwortungen nicht teilen kann, steht schnell in dem Ruf, den Kollegen nicht zu vertrauen und sich selbst Vorteile verschaffen zu wollen, indem er sich unentbehrlich machen will. Das geht auf lange Sicht nicht gut, denn für Ihre Karriere brauchen Sie Unterstützer und Mitstreiter. Indem Sie verantwortungsvolle Aufgaben gelegentlich abgeben, aber auch ab und zu Ihre Hilfe anbieten, erweisen Sie sich als guter Team-Player, der seinen Kollegen Vertrauen und Wertschätzung entgegenbringt.

Ihr Ruf: Sie sind eine Diva.

Image-Politur: Fordern Sie Feedback! Mal Hand aufs Herz: Sie sind äußerst kritisch mit Ihrem Umfeld, vertragen selbst aber keine Kritik? Dann zeigen Sie eindeutig Diva-Allüren. Statt sich ständig über alles und jeden zu beschweren, sollten Sie besser damit anfangen, Feedback zu Ihren Leistungen einzufordern. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie lernen müssen, negative Kritik auszuhalten und anzunehmen. Die Selbstreflektion gelingt Ihnen besser, wenn Sie sachlich bleiben und unschöne Wahrheiten nicht persönlich nehmen. Haben Sie wiederum etwas auszusetzen, achten Sie auf konstruktive Kritik und liefern Sie am besten gleich Verbesserungsvorschläge.

Ihr Ruf: Sie sind zu bescheiden.

Image-Politur: Loben Sie sich selbst! Ihr guter Ruf hängt selbstverständlich auch von Ihren Leistungen ab. Blöd, wenn Sie niemandem erzählen, dass die Idee zur aktuellen erfolgreichen Kampagne von Ihnen stammt. Bescheidenheit wird Sie im Job nicht weiterbringen. Wenn Sie nicht darauf achten, dass Ihre Leistungen von den richtigen Personen wahrgenommen werden, nehmen Ihnen clevere Kollegen schnell die Butter vom Brot. Stehen Sie selbstbewusst zu Ihrem Können und üben Sie sich auch ab und an mal im Eigenlob.

 


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