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Kind und Karriere unter einen Hut zu bekommen ist nie ganz einfach. Nun sinkt auch noch die Bereitschaft der Unternehmen, Mütter einzustellen, und zwar um ein Fünftel im Vergleich zum Vorjahr.

So die Ergebnisse einer Studie von Regus unter 10.000 leitenden Angestellten in 78 Ländern zur Chancengleichheit im Berufsleben. Doch zum Glück werden Teilzeit- und flexible Arbeitszeitmodelle auf dem deutschen Arbeitsmarkt zur Norm, sodass auch Mütter mehr Chancen im Job haben.

Im vergangenen Jahr planten insgesamt noch 44 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen, mehr Mütter einzustellen. Für 2011 beabsichtigen dies hingegen nur noch 36 Prozent, obwohl sich die Beschäftigungsaussichten insgesamt für das neue Jahr aufgrund des erwarteten Wirtschaftswachstums verbessern sollen. In Deutschland planen fast die Hälfte der Unternehmen (49 Prozent), ihre Belegschaft aufzustocken, doch nur 33 Prozent wollen mehr Mütter einstellen.

Befürchtung: Mütter sind im Job weniger engagiert und flexibel

Die Studie zeigt zudem, dass bei einigen Unternehmen weiterhin Bedenken bei der Beschäftigung von Müttern bestehen. Die Befürchtungen der Unternehmen:

  • Berufstätige Mütter sind möglicherweise weniger engagiert und flexibel als andere Mitarbeiter.
  • Mütter könnten kurze Zeit nach der Einarbeitung das Unternehmen wieder verlassen, um ein weiteres Kind zu bekommen.
  • Die Fähigkeiten von zurückkehrenden Müttern könnten nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen.

Arbeitende Mütter ein wertvoller Teil der Belegschaft

Es zeichnet sich jedoch auch ein positiver Trend ab. Ein Großteil der Unternehmen scheint von den Vorteilen einer aus dem Mutterschutz an den Arbeitsplatz zurückkehrenden Mitarbeiterin überzeugt zu sein.

  • 72 Prozent geben an, dass Frauen, die nach ihrer Mutterschaft als Teilzeitkraft ins Unternehmen zurückkehren, einen wertvollen Teil der gesamten Belegschaft darstellen.
  • Über die Hälfte der Unternehmen ist überzeugt, dass berufstätige Mütter über Erfahrung und Fähigkeiten verfügen, die nur schwer auf dem Arbeitsmarkt zu finden sind.
  • 57 Prozent schätzen Mitarbeiterinnen, die nach einer Schwangerschaft ins Berufsleben zurückkehren, da sie keine hohen Gehaltsansprüche stellen. In Deutschland war das Argument der geringeren Gehaltsforderungen im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt von deutlich weniger Bedeutung (40 Prozent).

„Es ist nicht überraschend, dass Vorurteile und entsprechend voreingenommene Verhaltensweisen mit dem Sparkurs der Wirtschaft Auftrieb erhalten haben“, sagt Michael Barth, Geschäftsführer von Regus Deutschland. „Glücklicherweise werden flexible Arbeitsbedingungen zunehmend zur Norm, und erfolgreiche Unternehmen erkennen, dass sie ein familienfreundlicheres und gleichzeitig produktiveres Arbeitsumfeld schaffen können, wenn sie ihren Mitarbeitern ermöglichen, zu flexibleren Zeiten oder in unmittelbarer Nähe des Wohnortes zu arbeiten. Wenn Unternehmen erkennen, dass die Anforderungen berufstätiger Mütter an ihren Arbeitsplatz nicht außergewöhnlich sind und sich die Arbeitsbedingungen sogar auf die gesamte Belegschaft anwenden lasse, können sie ihre Produktivität steigern, Betriebskosten senken und die Mitarbeitermotivation fördern.”

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